Pflegegeld: Finanzielle Absicherung für Pflegebedürftige
Checkmark
Pflegebedürftige, die eine häusliche Pflege durch Angehörige empfangen, haben Anspruch auf ein monatliches Pflegegeld
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Um Anspruch auf Pflegegeld zu haben, bedarf es einer offiziellen Einstufung in einen Pflegegrad

Was ist Pflegegeld?

Pflegebedürftige in Deutschland haben die freie Wahl, ob Sie Zuhause in gewohnter Umgebung oder in einer professionellen Pflegeeinrichtung gepflegt werden wollen. Pflegebedürftige, die eine häusliche Pflege durch Angehörige empfangen, haben Anspruch auf ein monatliches Pflegegeld, das von den Pflegekassen ausbezahlt wird. Pflegegeld wird nur von einer gesetzlichen Pflegeversicherung ausgeschüttet, die wiederum an die gesetzliche Krankenversicherung angegliedert ist. Das Pflegegeld stellt somit eine Sozialleistung der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung für anerkannt pflegebedürftige Menschen dar.

Pflegegeld: Bargeld auf Tisch
Kann ab Pflegegrad 2 beantragt werden: Pflegegeld zur Unterstützung von Pflegebedürftigen.

Gut zu wissen: Um als Pflegebedürftiger offiziell anerkannt zu werden, bedarf es der Einschätzung durch einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), der für gesetzlich Versicherte zuständig ist, oder des Pendants MEDICPROOF für Privatversicherte. Je nach Pflegebedarf stuft der Gutachter die Antragsteller in einen Pflegegrad (früher Pflegestufe) ein. Die Einstufung in einen Pflegegrad ist gleichzeitig die Voraussetzung für den Anspruch auf Pflegegeld.

Pflegegeld: Leistungen für häusliche Pflege

Pflegegeld wird zusammenfassend als monatliche Sozialleistung gesetzlicher und privater Pflegeversicherungen definiert, das Pflegebedürftigen zusteht, die in häuslicher Umgebung von Familie oder Freunden gepflegt und betreut werden. Das „Pflegegeld für selbst beschaffte Hilfen“ (§ 37 SGB XI) soll Pflegeleistungen pflegender Angehöriger und Freunde abgelten.

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Pflegeleistungen: Wann Pflegegeld beantragen?

Bevor Sie einen Antrag auf Pflegegeld stellen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die nötigen Voraussetzungen für den Empfang von Leistungen erfüllen:

  • Sie sind mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft
  • Sie werden durch Angehörige oder Freunde gepflegt und nicht durch professionelle Pflegekräfte

Grundsätzlich muss der Pflegebedürftige selbst den Antrag auf Pflegegeld bei der Pflegekasse einreichen oder einen Bevollmächtigten schriftlich damit beauftragen. Sobald der Antrag auf Pflegegeld genehmigt ist, bekommt der Pflegebedürftige den Betrag auf das Konto überwiesen, um die pflegenden Angehörigen für Ausgaben und Bemühungen zu entschädigen.

Was deckt das Pflegegeld ab?

Die Höhe des Pflegegelds bemisst sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit sowie der Art der Pflege. Für die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes zahlt die Pflegekasse sogenannte Pflegesachleistungen, die direkt an den Pflegedienst fließen.

Privatleute, die Angehörige Zuhause pflegen, erhalten das Pflegegeld, das sich ebenfalls an der Pflegestufe orientiert. Der Höchstsatz für das Pflegegeld liegt aktuell bei 901 Euro für pflegebedürftige Personen in Pflegegrad 5. Ausbezahlt wird das Pflegegeld an den Versicherten, der frei über die Zahlungen verfügen und diese beispielsweise für Pflegehilfsmittel einsetzen kann.

Steuer-Tipp: Die anfallenden Kosten für ambulante Pflege durch Angehörige können Sie in der Steuererklärung geltend machen – Leistungen von der Pflegeversicherung und die zumutbare Eigenbelastung müssen jedoch abgezogen werden.

Wohin wird das Pflegegeld überwiesen?

Der Empfänger des Pflegegeldes ist der Versicherte selbst, der je nach Pflegegrad einen gestaffelten Pflegesatz erhält.

Warum ist das Pflegegeld geringer als die Pflegesachleistung?

Pflegebedürftige Versicherte, die sowohl ambulant als auch stationär gepflegt werden, können Pflegegeld und Sachleistung als Kombinationsleistung empfangen – das Pflegegeld wird dann aber nicht mehr in voller Höhe ausbezahlt, sondern verringert sich um den Prozentsatz der beziehenden Sachleistungen. Weiterführende Informationen zur Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege bekommen Sie hier im Lexikon. Welche Hilfsmittel von den Kassen bezuschusst werden, erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema Hilfsmittelverzeichnis.