Pflegesachleistung: Geld für ambulante Pflege
Was ist eine Pflegesachleistung?
  • Die Pflegesachleistung beschreibt ein pflegerisches Angebot, das von Pflegefachkräften in der ambulanten Pflege, Tagespflege und Nachtpflege geleistet wird
  • Die Kosten für Pflegesachleistungen werden von den Pflegekassen entsprechend des Pflegegrades der Pflegebedürftigen übernommen

Pflegesachleistung: Geld für ambulante Pflege

Je nach Pflegebedarf bezahlen die Pflegekassen in Deutschland unterschiedliche Leistungen - wir informieren Sie umfassen rund um die Pflegesachleistung.

Je nach Pflegebedarf bezahlen die Pflegekassen in Deutschland unterschiedliche Leistungen. Unter einer Pflegesachleistung werden sämtliche pflegerische Angebote bzw. Pflegeleistungen verstanden, die von Pflegefachkräften in der ambulanten Pflege, Tagespflege und Nachtpflege geleistet werden – Einfluss auf Art und Höhe der Pflegeleistungen nehmen unter anderem die Art der Betreuung sowie der Pflegegrad des Pflegebedürftigen. Pflegebedürftige Menschen, die Zuhause betreut werden, haben Anspruch auf Pflegesachleistungen.

Seniorin liegt im Bett und wird von Pflegerin betreut
Pflegebedürftige können dank Pflegesachleistungen länger Zuhause gepflegt werden.

Pflegesachleistungen stehen grundsätzlich Pflegebedürftigen zu, die nach einem Gutachten von MDK oder MEDICPROOF offiziell in Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 eingestuft wurden. Das galt bereits bis 2017 für die damaligen Pflegestufen. Bei Pflegesachleistungen handelt es sich nach § 36 SGB XI um Dienstleistungen, die von einem professionellen Pflegedienst erbracht werden, um so lange wie möglich eine häusliche Betreuung (Stichwort Pflege zuhause) der Pflegebedürftigen zu gewährleisten. Pflegegeld hingegen wird bezahlt, wenn Pflegebedürftige durch Angehörige, Freunde oder Ehrenamtliche betreut und gepflegt werden. Während Pflegesachleistungen direkt mit Pflegediensten abgerechnet werden, ist der Empfänger der Pflegegelds der Versicherte selbst.

Wer bekommt Pflegesachleistungen?

Als abrechnbare Pflegesachleistungen gelten die folgenden Leistungen im Rahmen der häuslichen Pflege und in Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen:

  • Unterstützung bei der Körperpflege
  • Hilfe beim Essen und Trinken
  • Medikamentengabe
  • Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben und des Haushalts
  • Fahrdienst
  • Angebote zur Freizeitgestaltung

Pflegebedürftige können die oben genannten Leistungen entweder in gewohnter Umgebung zu Hause oder mit anderen Pflegebedürftigen in Kleingruppen in Anspruch nehmen.

Wer hat Anspruch auf welche Pflegesachleistungen?

  • Pflegegrad 1: Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen, sie können jedoch Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 125 Euro monatlich beantragen.
  • Pflegegrad 2: Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 haben gesetzlichen Anspruch auf Pflegesachleistungen in Höhe von monatlich 689 Euro.
  • Pflegegrad 3: Versicherte mit Pflegegrad 3 haben Anspruch auf Pflegesachleistungen in Höhe von 1298 Euro pro Monat bei Inanspruchnahme eines Pflegedienstes.
  • Pflegegrad 4 Hier beträgt die Höhe der monatlich abrufbaren Pflegesachleistungen monatlich 1612 Euro.
  • Pflegegrad 5: Pflegebedürftige mit Pflegegrad 5 können 1995 Euro pro Monat in Anspruch nehmen.

Wer bezahlt Pflegesachleistungen und wie werden sie abgerechnet?

Die Pflegesachleistungen werden direkt zwischen den Pflegekassen und Pflegediensten abgerechnet: Alle pflegerischen Leistungen, egal ob Grundpflegeleistungen oder Haushaltshilfen, rechnet der Pflegedienst mit der Pflegekasse ab. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nicht alle Kosten ab, die bei Pflege auf Betroffene und Angehörige zukommen – wir informieren Sie deshalb umfassend zur privaten Pflegeversicherung!