Patientenverfügung bei Demenz

Bei drohender Demenz ist die Patientenverfügung ideal zur Absicherung der eigenen Behandlungswünsche. Setzen Sie auf Afilio - geprüft von Experten, für Sie optimiert.
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Darum ist die Patientenverfügung bei Demenz sinnvoll

Rund 300.000 Menschen erkranken deutschlandweit jährlich an Demenz. Die Krankheit verläuft oft schleichend und scheint Betroffene zunächst nicht allzu stark einzuschränken. Doch mit zunehmender Intensität der Krankheit verschlechtert sich oft auch der Allgemeinzustand der Betroffenen. Kommt eine schwere Krankheit hinzu, ist es für demente Menschen in einigen Fällen nur noch schwer möglich, die Folgen einer Erkrankung und Ihrer Behandlung abzusehen. Doch auch sie können sich mit einer Patientenverfügung rechtzeitig absichern. Einzige Voraussetzung: Die Fähigkeit, Zusammenhänge zu begreifen und weiterreichende Entscheidungen zu treffen muss gegeben sein. Darum raten wir: Schützen Sie sich und Ihre Angehörigen bei drohender Demenz rechtzeitig mit einer Patientenverfügung.Mit Afilio.

Das ist Demenz: Definition und Auswirkungen

Eine der häufigsten Ursachen für Einschränkungen im Alter ist die Demenz: Über 40 Millionen Menschen weltweit sind vom Verlust ihrer geistigen Fähigkeiten betroffen, der mit dem allmählichen Verlust der Persönlichkeit einhergeht. Mit einer medizinischen Prävalenz von 2 Prozent pro Jahr ist die Demenz auch hierzulande eine der einschneidendsten Alterserscheinungen. Rund 1,7 Millionen Menschen waren Stand 2018 in Deutschland von Demenz und ihren Folgeerscheinungen betroffen, Tendenz steigend. Vor allem die primäre (oder auch neurodegenerative) Demenz betrifft die Mehrheit aller Demenzpatienten in Deutschland: Gehirnzellen sterben ab, die synaptische Verschränkung in der Schaltzentrale des Menschen nimmt rapide ab. Für den allmählichen organischen Verfall der Nervenzellen gibt es nach wie vor keine Heilungsmöglichkeiten. Einzig im Bereich der Vorsorge machen Medizin und Wissenschaft Fortschritte.

Der Überbegriff der Demenz umreißt tatsächlich mehrere ursächliche und symptomatische Krankheitsbilder, die vom Terminus des demenziellen Syndroms erfasst werden. Unter einem Syndrom verstehen Mediziner das gleichzeitige Auftreten unterschiedlicher Krankheitsbilder, und tatsächlich ist die Demenz mehr als ein singuläres Erscheinungsbild. Vielmehr umreißt sie den schrittweisen Verlust intellektueller Fähigkeiten, Gedächtnisverlust, Sprachvermögen und motorische Fähigkeiten genauso wie den sprichwörtlichen Gedächtnisverlust. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Demenz das Syndrom einer erworbenen, chronischen und fortschreitenden Erkrankung der Fähigkeit des Gehirns, die die Beeinträchtigung mehrerer höherer kortikaler Gehirnfunktionen zur Folge hat. Beeinträchtigt sind neben den genannten kognitiven Fähigkeiten auch die Orientierungsfähigkeit, die Fähigkeit zu kalkulieren, Lernkapazität und Urteilsfähigkeit sowie das die Sprachvermögen und die eigene Problemlösungsfähigkeit.

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So häufig tritt sie auf

Aktuell sind weltweit mehr als 47 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, davon rund 1,7 Millionen allein in Deutschland. Nach aktuellen Prognosen könnte die Prävalenz (Auftreten je Tausend Personen) in den kommenden 20 Jahren von derzeit 20,2 auf 28,8 erhöhen. Im Jahr 2050 könnten rund 2,9 Millionen Menschen hierzulande vom demenziellen Syndrom betroffen sein. Rund zusätzliche 40.000 Neuerkrankungen werden derzeit in Deutschland in jedem Jahr gezählt. Rund 65 Prozent davon entfallen auf die bekannteste Form der Demenz, die Alzheimersche Krankheit. Generell gilt: Je älter die Menschen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Demenz betroffen sind. Liegt die durchschnittliche Prävalenz bei Menschen zwischen 65 und 69 Jahren bei 1,6 Prozent, betrifft es bei den über 75-Jährigen bereits 7,31 Prozent. In der am meisten betroffenen Altersgruppe der Über-90-Jährigen sind bereits über 41 Prozent betroffen.  

Wann greift die Patientenverfügung bei Demenz?

Während bei körperlichen Erkrankungen die Patientenverfügung genau dann greift, wenn es dem Betroffenen nicht mehr möglich ist, eigene Entscheidungen zu treffen und mitzuteilen, kommt bei fortschreitender Demenz ein weiterer Aspekt hinzu: Schwindet die Fähigkeit, komplizierte Zusammenhänge zu erfassen und situationsadäquate Entscheidungen zu treffen, schränkt die Krankheit die Betroffenen in Ihren Möglichkeiten zusätzlich ein, Behandlungswünsche oder Einschränkungen zu äußern. Die Patientenverfügung kann im äußersten Fall eine doppelte Funktion erfüllen: Die eigenen Behandlungswünsche rechtssicher festzuhalten und sie auch dann zur Anwendung zu bringen, wenn selbst bei Bewusstsein keine Einwilligungsfähigkeit besteht.

Wichtig bei Demenz: Patientenverfügung auf dem neuesten Stand halten

Entscheidend für die Gültigkeit einer Patientenverfügung ist, dass sie eine konkrete Behandlungssituation benennt und darüber hinaus auch dem aktuellen Patientenwillen entspricht. Gerade bei Demenzpatienten ist es entscheidend, die eigene Patientenverfügung regelmäßig zu erneuern. Geschäftsfähigkeit ist nicht notwendig, um eine Patientenverfügung aufzusetzen. Um ganz sicherzugehen, können Sie Ihre Patientenverfügung um ein ärztliches Attest ergänzen,das Ihre Einwilligungsfähigkeit bestätigt.

Das bringt die Patientenverfügung Demenzkranken

Wie bei allen Krankheitsbildern ist die Patientenverfügung auch bei Demenzkranken ein bedeutsames Instrument, um die eigene Behandlung im Ernstfall maßgeblich zu beeinflussen. Sie dient dazu, den behandelnden Ärzten mitzuteilen, wie weit eine Behandlung überhaupt gehen soll. Sie legt fest, ob künstliche Beatmung erwünscht ist oder ob künstliche Ernährung zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen gestattet ist oder nicht, zuallerletzt entscheidet der Patient mit einer wirksamen und aktuellen Patientenverfügung darüber, wie er seine letzten Stunden gestaltet wissen möchte. Treffen Sie rechtzeitig Vorsorge und sichern Sie Ihre Wünsche rechtssicher ab – Mit Afilio.

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Unsere Experten

Prof. Dr. Schmidt-Lucke
Facharzt für innere Medizin. Professor an der Charité Berlin.
Unserer Experte für die Patientenverfügung.
"Als Arzt mit jahrzehntelanger praktischer Erfahrung ist mir bewusst, wie wichtig der Wille des Patienten für das Handeln des Arztes ist. Entsprechend weiß ich, wie man eine Patientenverfügung verfasst, die akzeptiert wird. Dieses Wissen gebe ich an Afilio weiter."
Prof. Dr. med. Jan Andre Schmidt-Lucke
Facharzt der inneren Medizin, der Angiologie und Phlebologie
Franz-Josef Günther
Rechtsanwalt für Erb- und Familienrecht.
Mitglied im Aufsichtsrat der SQL Projekt AG.
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"Es ist erschreckend, dass 9 von 10 Deutschen nicht ausreichend abgesichert sind. Als Anwalt habe ich tagtäglich mit den dramatischen Folgen zu tun und kann Ihnen nur raten: kümmern Sie sich rechtzeitig um Ihre Vorsorge!"
Franz-Josef Günther
Rechtsanwalt und Mediator