Finanzen

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Rechtzeitig ins Werk gesetzt ist finanzielle Vorsorge die beste Absicherung für Herausforderungen von Alter und Pflege.

Johannes Kuhnert
Johannes Kuhnert
25.09.2019

Vorsorge ist ein Lebensthema – mit jeder Lebensphase ändern sich nicht nur Wünsche, sondern auch Möglichkeiten. Je früher das Fundament für umfassende Vorsorge gelegt wird, desto einfacher ist es, auch unerwarteten Situationen gelassen entgegenzusehen.

Jeder Dritte über 50 schätzt nach einer Umfrage der Postbank seine finanzielle Situation heute schlechter ein als in früheren Lebensphasen erwartet. Überraschend viele Menschen planen aber selbst in der zweiten Lebenshälfte noch keine zusätzliche Absicherung für Alter und Pflege ein: Dabei ist rund einem Drittel der Befragten das Risiko durchaus bewusst, dass sie eines Tages ein Pflegefall werden könnten – mit allen zugehörigen finanziellen Risiken. Berufsleben, Kinder und Vermögen: Leben bedeutet Verantwortung.

Wir bei Afilio erklären, wie sie die wichtigsten Stellschrauben für Vorsorge, Pflege und Nachlass rechtzeitig auch aus finanzieller Sicht stellen.

Pflegefinanzierung

Ein Pflegefall ist fast immer eine finanzielle Herausforderung. Ein Kassensturz ist der erste Schritt: Welche Leistungen kann, ja muss der Pflegebedürftige selbst finanzieren? Über welche Einkünfte verfügt er? Welche Pflegeleistungen kann er mit welchem Pflegegrad in Anspruch nehmen? Welche Vermögenswerte bestehen, um die Pflege notwendigenfalls auszufinanzieren?

Die gesetzliche Pflegeversicherung, in die jeder Sozialversicherungspflichtige einzahlt, ist eine Teilkaskoversicherung. Wird ein Versicherter zum Pflegefall, dann sind die Pflegekosten immer genauso hoch wie die Summe der entstehenden Kosten, die nicht von der gesetzlichen Pflegeversicherung getragen werden - und das können je nach Aufwand deutlich über Tausend Euro im Monat sein: Die sogenannte Pflegelücke.

Pflegefinanzierung: Ein Pfleger unterstützt einen Betroffenen
Aufwändig und intensiv: Pflege verursacht oftmals hohe Kosten. (Bild: Shutterstock)

Während zwischen den einzelnen Bundesländern teilweise deutliche Unterschiede bei den tatsächlichen Kosten bestehen, betrug der durchschnittliche monatliche Eigenanteil 2018 im Schnitt rund 1830€ im Monat nach einer Erhebung des vdek (Verband der Ersatzkassen). Wir erklären in unserem Bereich zur Pflegefinanzierung, welche Beträge für Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder die stationäre Unterbringung in einem Heim in Anspruch genommen werden können.

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Pflegezusatzversicherung

Ob ein Pflegefall durch pflegende Angehörige versorgt wird, durch einen ambulanten Pflegedienst oder in einem Pflegeheim – Betreuung und Versorgung sind kostenintensive Leistungen. Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde eingeführt, um Betroffene und Angehörige zu unterstützen, kostendeckend sind ihre Leistungen jedoch nicht. Die Pflegelücke zahlt der Pflegebedürftige. Dafür muss er auch Einkommen und Vermögen einsetzen.

Ärztin reicht Versicherungskarte an Patientin
Macht sich im Ernstfall bezahlt: Eine Pflegezusatzversicherung kann helfen, das eigene Vermögen zu schonen.

Geschützt ist lediglich ein Schonvermögen von 5000€. Wer mehr besitzt, muss sein Vermögen für die Pflege einsetzen. Nur wenn weder Vermögen noch nennenswerte Einkünfte vorhanden sind, übernimmt das Sozialamt die Kosten der Pflege. Alle über Versicherungsleistung und Schonbetrag hinausgehenden Kosten sind vom Versicherten und seiner Familie zu tragen. Doch es gibt Mittel, die Pflegelücke rechtzeitig vollständig oder zumindest zu großen Teilen zu schließen – mit einer Pflegezusatzversicherung. Eine Pflegezusatzversicherung dient dazu, das eigene Bestandsvermögen zu schützen, trotzdem kann ein Restbetrag vom Versicherten oder seinen Angehörigen zu tragen sein. Wir stellen die wichtigsten Arten der Pflegezusatzversicherung vor und erklären welche Versicherungsart für wen geeignet ist.

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Pflegeleistungen

Je größer die Pflegebedürftigkeit, desto höher der Pflegegrad. Und am zuerkannten Pflegegrad bemisst sich die Höhe der erhältlichen Pflegeleistungen. Der Begriff der Pflegeleistungen umfasst dabei sowohl materielle Leistungen aus dem Hilfsmittelverzeichnis der Pflegekassen, als auch finanzielle Leistungen wie das Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder den Beitrag für die stationäre Unterbringung in einem Pflegeheim oder Altenheim. Aber auch Mittel zur Wohnraumanpassung, also dem barrierefreien Bauen und Wohnen können bewilligt werden. Wir erläutern im Bereich Pflegeleistungen, welche Leistungen Sie bei häuslicher Pflege, ambulanter Pflege oder stationärer Pflege im Heim erwarten können.

Nachlass und Erbe

Gewaltige Werte werden in jedem Jahr vererbt: Bis zu 400 Milliarden Euro Vermögenswerte wechseln nach einer Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung jährlich vererbt. Erbschaft bedeutet jedoch auch Verantwortung mit Veränderung zu verbinden.

Testament: Älteres Ehepaar unterzeichnet gemeinsam ein Dokument
Früh geregelt ideal für die umfassende Vorsorge: Ein gemeinsames oder Einzeltestament. Unverheiratete können sich mit einem Erbvertrag gegenseitig absichern.

Wir erklären, welche Rechte und Pflichten für Erbberechtigte bestehen, wie Sie sich in einer Erbengemeinschaft einigen, was einen Pflichtteil ausmacht und wie die gesetzliche Erbfolge geregelt ist. Das und alles rund um Testament und Erbvertrag erfahren Sie in unserer Ratgebersektion zu Nachlass und Erbe.