Krankheitsbilder: Krankheiten und Pflegeauslöser

Krankheitsbilder: Krankheiten und Pflegeauslöser

Krankheitsbilder: Diese Krankheiten treten besonders häufig auf - quer durch alle Altersgruppen. Viele von ihnen sind Ursache für Pflegebedürftigkeit.

Jennifer Günther
Jennifer Günther
14.10.2019

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema „Krankheitsbilder“. Da der Mensch immer älter wird, muss er sich zwangsläufig auch mit körperlichen Beschwerden auseinandersetzen. Im Alter sinken die Reservekapazitäten und der menschliche Organismus ist anfälliger für die unterschiedlichen Krankheiten. Manche gehören zum normalen Alterungsprozess, andere wiederum müssen durch Operationen behandelt werden.

Der Alterungsprozess läuft bei jedem Menschen anders ab und doch beeinflussen ihn die gleichen Faktoren: individuelle Lebensgewohnheiten wie Rauchen oder Ernährung, genetische Veranlagung oder Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und klimatische Bedingungen. Zwar lässt sich der Alterungsprozess nicht stoppen, aber Menschen können selbst an ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten. Wichtig ist es, während des gesamten Lebens auf einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung zu achten.

Dennoch gibt es durch die steigende Lebenserwartung immer mehr Menschen, die im Alter pflegebedürftig sind. Sie sind in unterschiedlichem Maß auf Unterstützung im Alltag angewiesen: durch Pflegedienste, pflegende Angehörige oder die 24-Stunden-Pflege im eigenen Zuhause.

Widerstandsfähigkeit des Körpers nimmt mit dem Alter ab

Eine Ursache für Pflegebedürftigkeit sind typische Alterskrankheiten, die in seltenen Fällen auch jüngere Menschen treffen können. Dennoch steigt mit dem Alter das Risiko bestimmter Erkrankungen, die die Gesundheit älterer Menschen erheblich einschränken können. Ein Beispiel ist Bluthochdruck: In der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen sind über 75 Prozent von Bluthochdruck betroffen. Der Grund für solche altersbedingten Erkrankungen ist neben einem ungesunden Lebensstil die verminderte Regenerationsfähigkeit von Körperzellen, sodass der Körper bestimmte Schäden immer weniger selbst reparieren kann. Irgendwann stoßen die Selbstheilungsfähigkeiten des menschlichen Organismus an ihre Grenzen und die Körpersysteme nutzen sich immer mehr ab.

Typische Alterungsmerkmale sind Abnahme der Sehfähigkeit, Muskelschwund und Knochenabbau. Ältere Menschen sind unsicher auf den Beinen und es kommt vermehrt zu Stürzen, durch die Knochen brechen können. Knochenbrüche wie der Oberschenkelhalsbruch können mitunter problematisch sein, besonders für Frauen. Das liegt an der verminderten Produktion des Hormons Östrogen, welches den Knochenabbau verlangsamt. Umso wichtiger ist die Sturzprophylaxe, damit es keine gefährlichen Stolperfallen in den eigenen vier Wänden gibt.

Alterskrankheiten lösen körperliche und psychische Beschwerden aus

Zu den Krankheiten im Alter gehören sowohl chronische als auch neurologische. Treten mehrere Krankheitsbilder gleichzeitig auf, spricht die Medizin von Multimorbidität. Chronische Erkrankungen entwickeln sich über einen längeren Zeitpunkt und bleiben dann dauerhaft bestehen. Eine der häufigsten ist Diabetes, auch bekannt als Zuckerkrankheit. Diese schwere Stoffwechselstörung kann zu gefährlichen Herz-Kreislauferkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt führen.

Auch Inkontinenz ist eine häufige Erkrankung von älteren Menschen. Der Muskelschwund betrifft auch die sensible Beckenbodenmuskulatur, die im Alter immer mehr erschlafft. Dadurch kann es zu ungewolltem Urinverlust kommen - ein Thema, das für den Großteil der Gesellschaft immer noch mit Scham befunden ist. Viele trauen sich nicht, Inkontinenz beim Arzt anzusprechen, dabei ist die Erkrankung gut behandelbar.

Der Alterungsprozess beeinträchtigt auch Gehirnfunktionen, wodurch neurologische Erkrankungen entstehen können. Die zweithäufigste ist Demenz, die mit einer erheblichen Einschränkung der kognitiven, sozialen und emotionalen Fähigkeiten einhergeht - eine enorme Belastung im Alltag.

Auch Depressionen sind keine Seltenheit. Die sog. Altersdepression kann entweder durch eine Veränderung im Hormonhaushalt entstehen, als psychische Reaktion auf langwierige Krankheiten, die Betroffene nicht nur körperlich belasten oder als Folge von Einsamkeit. Zum Glück bieten mittlerweile viele Aktionen einen Weg aus der Einsamkeit.

Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Alterskrankheiten und wie Sie damit umgehen können.