Inkontinenz: Unkontrollierter Harnverlust bei Frauen und Männern

Inkontinenz: Unkontrollierter Harnverlust bei Frauen und Männern

Was ist Inkontinenz? Welche Formen von Inkontinenz treten bei Frauen und Männern auf? Wir haben die wichtigsten Ursachen, Tipps und Maßnahmen.

Jennifer Günther
Jennifer Günther
25.11.2019
Das Wichtigste in Kürze:
  • Inkontinenz ist das Unvermögen, den eigenen Harn oder Stuhl zurückzuhalten.
  • Je nach Ursache unterscheidet die Medizin verschiedene Arten von Inkontinenz, die sog. Belastungsinkontinenz stellt die häufigste Form der Harninkontinenz dar
  • Viele Arten von Inkontinenz sind heute gut behandelbar, ohne dass es zu großen Einschränkungen in der Lebensqualität kommt, oftmals tritt sogar eine deutliche Verbesserung der Umstände ein.

Was ist Inkontinenz?

Inkontinenz stellt in den allermeisten Fällen kein eigenständiges Krankheitsbild dar, vielmehr tritt sie als Symptom einer bestehenden Erkrankung auf. Obwohl Harninkontinenz und / oder Stuhlinkontinenz Millionen von Menschen betreffen, sind beide Inkontinenzarten für die meisten Menschen ein Tabuthema, viele Betroffene trauen sich häufig nicht einmal, das Gespräch mit ihrem Arzt zu suchen. Dabei kann eine rechtzeitige Behandlung die Lebensqualität im Alltag gravierend erhöhen. Afilio klärt auf, welche Arten von Inkontinenz auftreten können, wie sie den Alltag der Betroffenen beeinträchtigt und was

Wie oft tritt sie auf?

Das Unvermögen, Harn oder Stuhl zurückzuhalten ist in Deutschland verhältnismäßig weit verbreitet. Schätzungen zufolge leben in Deutschland etwa 10 Millionen Menschen mit Inkontinenz, weltweit sind schätzungsweise über 200 Millionen betroffen. Genaue Zahlen können aufgrund mangelnder Bereitschaft vieler Betroffener, ihren Zustand zu kommunizieren nicht abschließend erhoben werden. Eindeutig stärker betroffen ist allem das weibliche Geschlecht: So leidet in Deutschland jede vierte Frau an Harninkontinenz.
Verursacher ist häufig die Beckenbodenmuskulatur, die von Schwangerschaft und Geburt stark beansprucht wird und anschließend oft nicht mehr dieselbe Spannung aufbauen kann wie zuvor. Darüber hinaus gibt es bei Frauen anders als bei Männern mit Harnröhre, Scheide und Enddarm gleich drei natürliche Schwachstellen im Bindegewebe, die die Anfälligkeit für unterschiedliche Arten von Inkontinenz erhöhen.

Was geschieht im menschlichen Körper?

Menschen mit Inkontinenz können ihren Harn oder Stuhl nicht mehr halten, ein Zustand der für Betroffene in den allermeisten Fällen eine erhebliche Belastung darstellt. Sie ziehen sich im Alltag immer mehr zurück, teilen ihre Sorgen nicht mit ihrem Partner oder ihren Angehörigen und verzichten auf Unternehmungen wie Restaurant- oder Kinobesuche - aus Angst, es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen. Entscheidend für den richtigen Umgang mit Inkontinenz ist das Verständnis für ihre Auslöser zu besitzen, um rechtzeitig wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können:

Harndrang: So entsteht Urin
Füllstandskreislauf der Blase: Mit steigendem Füllgrad dehnt sich das umliegende Gewebe. Anliegende Sensoren übermitteln dem Gehirn, wann die Blase entleert werden muss.

An erster Stelle des Harnkreislaufs stehen die Nieren. Sie dienen als Filteranlage des menschlichen Körpers. Sie reinigen das Blut und produzieren dabei fortlaufend Urin, der fortlaufend über die Harnwege in die Blase befördert wird. Die Blase ist ein Hohlorgan und dehnbar wie ein Luftballon. Sie kann Urin mehrere Stunden lang speichern. Erreicht die Blase einen bestimmten Füllzustand, wird die zunehmende Ausdehnung des Innengewebes von sensiblen Rezeptoren an der Blasenwand registriert und ein Signal an das Gehirn übermittelt, das im Bewusstsein als das bekannte Gefühl, sich erleichtern zu müssen ankommt. Die Signalsteuerung erfolgt im Normalfall graduell, sodass Menschen ohne Kontinenz problemlos ausreichend Zeit haben eine Toilette aufzusuchen. Bis zum Moment des eigentlichen Erleichterns sendet das Gehirn hemmende Signale, die unkontrollierten Harnaustritt verhindern.

Bei Menschen mit Inkontinenz ist dieses gut abgestimmte Zusammenspiel an einer oder mehreren Stellen aus dem Gleichgewicht geraten. Betroffene können ihre Blase zwar häufig bewusst, jedoch nicht immer kontrolliert entleeren. Welche Ursache an welcher Stelle des Systems besteht, muss mit ärztlicher Hilfe ermittelt werden.

Ursachen und Gründe

Da Inkontinenz kein eigenständiges Krankheitsbild ist, gibt es eine ganze Reihe möglicher Auslöser für Blasenschwäche. An dieser Stelle werden die häufigsten Gründe aufgeführt:

  • Symptomatische Inkontinenz
    In den allermeisten Fällen wird Inkontinenz durch ein anderweitiges Leiden ausgelöst, das möglicherweise bei Auftreten der Harninkontinenz noch gar nicht diagnostiziert worden ist. Naheliegende Auslöser sind etwa Harnwegsinfekte, bzw. -entzündungen, aber auch chronische Verursacher wie Blasensteine, verengte Harnröhren oder Prostataleiden können Inkontinenz zur Vorlage haben. Krankheiten wie Multiple Sklerose, Alzheimer oder einschneidende körperliche Verursacher wie ein Schlaganfall können ebenfalls zum Verlust der Harnkontrolle führen. Bei den letztgenannten Fällen kommt es zu Störungen des Nervensignaltransports; das Gefühl Wasser lassen zu müssen kommt also nicht rechtzeitig im Gehirn an. Auch die Wechseljahre haben bei Frauen ähnlich auslösende Wirkung, während hier allerdings in erster Linie hormonelle Ursachen vorliegen.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
    Auch Medikamente können die Kontrolle der Harnabgabe beeinträchtigen. Hier spielen Nebenwirkungen eine starke Rolle, denn eine Vielzahl von Medikamenten greift auf unterschiedlichste Weise in den Hormon- bzw. Signaltransport des menschlichen Körpers ein. Vor allem Patienten, die Betablocker oder Diuretika einnehmen müssen, aber auch Alzheimerpatienten mit entsprechender Medikation neigen zu Harninkontinenz. Vor allem bei Alzheimerpatienten ist abzuklären, inwieweit die Blasenschwäche von der Krankheit selbst beeinflusst wird.
  • Übergewicht
    Auch die Volkskrankheit Übergewicht ist Verursacher einer Vielzahl von Folgeerscheinungen, von denen Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Übergewicht zu den häufigsten gehören. Aber auch unmittelbar kann Übergewicht zu Formen der Inkontinenz führen, wenn das Körpergewicht genauso wie die eingelagerten Fettreserven umliegende Organe stauchen und Inkontinenzprobleme verursachen.
  • Diabetes
    Auch Diabetes kann ein Auslöser für stark gesteigerten Harndrang mit Blasenschwäche sein. Dabei sind die tatsächlichen Zusammenhänge jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Welche Arten von Inkontinenz gibt es?

Unterschieden wird zwischen Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz. Während letztere nur rund vier Prozent der Bundesbürger betrifft, ist Harninkontinenz weit verbreitet, auch häufig unter dem Begriff Blasenschwäche - obwohl die Blase selbst eher selten Ursache der eigentlichen Inkontinenz ist.

Belastungsinkontinenz

Die Belastungsinkontinenz ist die am weitesten verbreitete Form der Harninkontinenz. Betroffene verlieren in anstrengenden, körperlich belastenden Situationen oder Momenten starker Kontraktion ungewollt Harn, also oftmals beim Niesen und Husten, aber auch beim Tragen schwerer Gegenstände. Grund ist hier in erster Linie eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, der Schließmuskel der Harnröhre entwickelt nicht mehr die notwendige Schließfähigkeit, um auch in Belastungsmomenten ungewollten Harnverlust zu verhindern.
In 70 Prozent der Fälle trifft es Frauen, besonders nach der Geburt oder bei Übergewicht, beide Ursachen können dazu führen, dass die Haltebänder des Beckenbodens überdehnt werden. Bei Männern ist Belastungsinkontinenz hingegen oft Folge einer Operation oder eines Unfalls, bei dem die äußeren Blasenschließmuskeln verletzt wurden.

Dranginkontinenz

Bei der Dranginkontinenz spüren Betroffene oftmals urplötzlich starken Harndrang, selbst wenn nur geringe Mengen im Spiel sind. Dabei kommt es häufig zu vorzeitigem und unkontrolliertem Harnabgang. Dabei werden zwei Formen unterschieden:

  • Sensorische Dranginkontinenz: Bei der sensorischen Ausprägung ist die Blase durch unmittelbare Entzündungen (oder solche der Harnwege), Blasensteine oder einen Tumor überempfindlich. Auch eine vergrößerte Prostata bei Männern und Östrogenmangel bei Frauen können Auslöser sein.
  • Motorische Dranginkontinenz: Auch Krankheiten wie Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Alzheimer können zu einer überaktivem Blasenverhalten führen.

Auch ein nicht ausreichend behandelter Diabetes kann zur Dranginkontinenz führen, denn der erhöhte Blutzuckerspiegel beeinflusst auch das Nervensystem.

Verlieren Betroffene sowohl durch plötzlichen Harndrang als auch bei körperlicher Anstrengung unkontrolliert Harn, spricht die Medizin von Mischinkontinenz. Häufig leiden darunter ältere Frauen.

Überlaufinkontinenz

Ist die Harnröhre blockiert oder die Muskulatur zu schwach, gelingt es Betroffenen oft nicht, die Harnblase vollständig zu entleeren. Dadurch leiden Betroffene immer unter Harndrang, die Blase läuft über. Häufig sind Männer mit vergrößerter Prostata betroffen, die die Harnröhre verengt.

Reflexinkontinenz

Durch unkontrollierbare Nervenreflexe ist die Nervenbahn zwischen Blase und Gehirn unterbrochen oder zumindest beeinträchtigt. Das Signal der Rezeptoren an der Blasenwand über den Füllstand der Blase kommt dann nicht im Gehirn an. Betroffene wissen also nicht, dass sie Wasser lassen müssen – Flüssigkeit geht ohne Vorwarnung ab.

Unterschieden wird zwischen:

  • Spinaler Reflexinkontinenz: Durch Querschnittslähmung oder Multiple Sklerose kommt es zu Verletzungen im Rückenmark.
  • Supraspinaler Reflexinkontinenz: Erkrankungen des Nervensystems wie Alzheimer oder Parkinson beeinträchtigen Regionen im Gehirn.

Extraurethrale Inkontinenz

Durch entzündliche Prozesse nach Operationen oder Röntgenbestrahlung können unnatürliche Verbindungskanäle zwischen harnableitendem System und Haut, weiblichem Genitaltrakt oder Darm entstehen. Dann wird Flüssigkeit nicht über die Blase, sondern über die betroffene Hautöffnung, dem After oder der Scheide abgegeben. Auch eine angeborene Fehlbildung oder Fistel kann zu einer extraurethralen Inkontinenz führen. In einer solchen Situation geht beständig Harnflüssigkeit verloren, ohne dass es der Betroffene kontrollieren kann.

Funktionelle Inkontinenz

Tatsächlich ist diese Form nicht auf eine Veränderung des Urogenitaltraktes zurückzuführen, sondern auf eine körperliche oder geistige Einschränkung des betroffenen Menschen. Durch Orientierungsschwierigkeiten, Demenz oder Mobilitätseinschränkungen, etwa durch eine Hüft-OP, schaffen es Betroffene nicht auf die Toilette zu gehen.

Sonderfall Stuhlinkontinenz

Noch schambehafteter als Blasenschwäche ist das Unvermögen Stuhl zu halten. Betroffene können also Darminhalt, aber auch Verdauungsgase im Enddarm zurückhalten. Die Einteilung erfolgt in drei Schweregrade:

  • Grad 1: Unkontrollierter Abgang von Luft, gelegentliche Kotschmieren bei körperlicher Belastung
  • Grad 2: Darmgase und dünner Stuhlgang entweichen unkontrolliert
  • Grad 3: Kompletter Verlust der kontrollierten Darmentleerung, auch bei festen Exkrementen

Am häufigsten liegen Störungen und Schädigungen des Anorektums vor, dem sog. Kontinenzorgan. Diese können durch Operationen, durch chronisch- entzündliche Darmerkrankungen, aber auch durch neurologische Krankheiten auftreten. Auch eine Beckenbodenschwäche oder eine beeinträchtigte Nervenwahrnehmung am Darmausgang kann den kontrollierten Stuhlabgang beeinträchtigen. Nicht zu unterschätzen sind auch Nebenwirkungen von Medikamenten: Abführmittel, Antidepressiva bei Depression oder Parkinson-Medikamente, sie alle können Stuhlinkontinenz verursachen.

Therapiemaßnahmen

Beckenboden Frau
Beckenboden (Hier Abbildung einer Frau): Ist er geschwächt, kommt es häufig zu mehr oder weniger ausgeprägter Inkontinenz.

Mögliche Therapien richten sich nach Ursache und Form der vorliegenden Inkontinenz. Eine der niedrigschwelligsten Maßnahmen, die von den meisten Betroffenen ergriffen werden kann, ist das Beckenbodentraining. Der Beckenboden besteht aus Muskeln, die die inneren Organe stützen und das Becken nach unten verschließen. Außerdem ist er zuständig für die Funktion der anliegenden Schließmuskeln.

Wie jeder andere Muskel kann auch der Beckenboden individuell trainiert werden. Da er im Zusammenspiel mit Bauch- und Rückenmuskulatur arbeitet, sollten alle Regionen gleichermaßen gestärkt werden. Ein umfassendes Beckenbodentraining besteht aus Entspannungs- und Anspannungsübungen, der Wechsel beider Zustände entspricht dem normalen Zustand beim Wasserlassen: Während die Muskulatur zunächst angespannt ist um die Harnröhre undurchlässig zu halten, wird sie entspannt, um die Blase zu entleeren. Dabei öffnet sich die Harnröhre, angesammelte Flüssigkeit kann kontrolliert abgegeben werden.

Nicht nur eine Bindegewebsschwäche kann die Beckenbodenmuskulatur schwächen, auch schlechte Haltung, Übergewicht, langes Sitzen oder Geburten führen auf Dauer häufig zu Beeinträchtigungen der Kontraktionsfähigkeit. Deshalb ist es auch für gesunde Menschen grundsätzlich empfehlenswert, ihre Beckenbodenmuskulatur zu stärken, um gar nicht erst eine Blasenschwäche zu entwickeln.

Je nach Auslöser kommen auch Medikamente, punktuelle oder umfassende Verhaltensänderungen sowie operative Verfahren zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es vielfältiges Inkontinenzmaterial zur Linderung oder funktionalen Erhöhung der Lebensqualität. Ausschlaggebend ist dabei auch die Schwere der Blasenschwäche, in seltenen Fällen hilft nur noch eine unterstützende elektrische Nervenstimulation durch einen implantierten Blasenschrittmacher.

Tipps für den Alltag

Blasenschwäche ist belastend, doch mit den richtigen Hilfsmitteln, bzw. dem passenden Inkontinzenzmaterial (z.B. Inkontinenzeinlagen) kann in nahezu allen Fällen eine spürbare Verbesserung der Alltagsqualität erzielt werden. Bei diagnostizierter Inkontinenz können entsprechende Hilfsmittel nach Hilfsmittelverzeichnis als therapeutisches Mittel verschrieben oder bei anerkanntem Pflegegrad von der Pflegekasse bezuschusst werden. Voraussetzung ist jedoch das Gespräch mit dem Arzt zur Klärung von Ursachen und zur Initiierung geeigneter Therapiemaßnahmen.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Lebensqualität bei Harninkontinenz zu stärken:

  • Beckenbodentraining: Ihre Muskulatur können Sie jederzeit im Alltag trainieren, etwa wenn Sie auf den Bus warten oder im Büro sitzen. Spannen Sie dazu Ihre Schließmuskeln so stark wie möglich an und lassen Sie dann wieder los. Wiederholen Sie diesen Vorgang 10 Mal pro Übungseinheit, am besten dreimal am Tag, um eine Verbesserung zu spüren. Variieren Sie dabei: Halten Sie die Muskulatur länger angespannt oder ziehen Sie diese mehrmals schnell hintereinander zusammen.
  • Trinkmenge kontrollieren: Wenn Sie unter Inkontinenz leiden, sollten Sie trotzdem ausreichend trinken. Ansonsten ist der Harn sehr konzentriert, was den Harndrang verstärken kann. Verzichten können Sie hingegen auf Kaffee sowie schwarzen und grünen Tee, denn diese Getränke gelten als harntreibend. Greifen Sie lieber zu Wasser oder stark verdünnten Säften ohne Zucker. Sie können aber bewusst entscheiden, wann Sie trinken. Wenn Sie tagsüber viel trinken und gegen Abend die Trinkmenge reduzieren, können Sie den nächtlichen Harndrang oftmals spürbar reduzieren. Ähnliches gilt vor langen Auto- oder Zugfahrten, solange Sie auf den Tag gerechnet genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Toiletten in der Nähe heraussuchen: Viele Betroffene kapseln sich ab, weil sie Angst haben, bei Unternehmungen nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden. Mittlerweile gibt es viele Apps, mit denen Sie sich Toiletten in der Umgebung anzeigen lassen können. Auch in Parks, Cafés und Restaurants gibt es WCs, sodass Sie nicht auf Freizeitaktivitäten verzichten müssen. Schließlich leiden Sie „nur“ unter Blasenschwäche und davon sollten Sie sich nicht abhalten lassen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und Freunde und Familie zu treffen.
  • Notfallpaket für die Handtasche: Wer weiß, dass eine Toilette in der Nähe ist, fühlt sich gleich sicherer. Ähnlich verhält es sich mit Inkontinenzeinlagen für den Notfall. Diese sind mittlerweile so saugfähig und dünn, dass sie sich perfekt der Unterwäsche anpassen. So wird auch der kleinste Tropfen Urin aufgefangen und mögliche Geruchsbildung unterbunden. Wenn Sie wissen, dass Sie eine Weile unterwegs sind, können Sie ein paar Einlagen für den Notfall in Ihre Tasche packen. Wenn Sie auf Toilette gehen und merken, dass Flüssigkeit daneben gegangen ist, haben Sie eine frische Binde dabei. Auch feuchte Tücher sorgen für ein angenehmes Frischegefühl.
  • Sport treiben: Es besteht keine Notwendigkeit, auf Sport zu verzichten. Sportarten mit häufigen oder ruckartigen Lastwechseln wie Squash und Joggen eignen sich eher nicht, dafür sind Wandern, Schwimmen oder Radfahren ausgezeichnete Möglichkeiten, das eigene Belastungsniveau schrittweise zu erhöhen. Tatsächlich können Sie auch mit Inkontinenz schwimmen gehen, sofern Sie sich ein wenig mit Ihrem Körper auseinandersetzen. Achten Sie beispielsweise im Alltag auf die Zeitspanne, in der Sie keinen Urin verlieren. So wissen Sie beim Schwimmen, wie lange Sie im Wasser bleiben können. Außerdem gibt es spezielle Bademode, die Urin aufsaugt. Schließlich ist Schwimmen ein gutes Training für den Beckenboden. Lassen Sie sich also nicht durch Ihre Blasenschwäche davon abhalten.