Operationen: Risikofaktoren und mögliche Komplikationen

Operationen: Risikofaktoren und mögliche Komplikationen

Eine Operation ist immer eine Belastung für den Körper. Erfahren Sie bei Afilio mehr über mögliche Komplikationen und Risikofaktoren.

Jennifer Günther
Jennifer Günther
30.08.2019
Das Wichtigste in Kürze:
  • Eine Operation kommt dann zum Einsatz, wenn konservative Behandlungsmaßnahmen keine Besserung versprechen.
  • Jeder chirurgische Maßnahme kann Komplikationen unterschiedlicher Schwere zur Folge haben.
  • Vorab sollte man sich mit den Risiken auseinandersetzen und die Behandlung und eigenen Interessen mit einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht absichern.

Eine Operation ist dann notwendig, wenn der Arzt mit konservativen Therapiemaßnahmen nicht das gewünschte Ziel erreicht wie etwa die Diagnostik von Krankheiten oder die Beseitigung von Beschwerden. Im Blick steht immer die Gesundheit des Patienten. Doch auch wenn sich die Operationstechniken in den letzten Jahrzehnten konstant verbessert haben, sind operative Eingriffe dennoch eine Belastung für den Körper. Doch welche Risiken und mögliche Komplikationen gibt es?

Deshalb sollte man sich vor operativen Eingriffen die Risiken und möglichen Komplikationen bewusst machen.

Was versteht man in der Medizin unter einer Operation?

Es handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff mit speziellen Instrumenten im oder am Körper eines Patienten, welcher den Zweck einer Therapie oder Diagnostik verfolgt. Abhängig vom Operationsgebiet wird der Eingriff entweder in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose), Regional- oder Lokalanästhesie durchgeführt, wobei sich dadurch unterschiedliche Risiken ergeben. Der Arzt wägt immer ab, ob die Notwendigkeit dafür gegeben ist. Trotzdem lassen sich Komplikationen nicht immer vermeiden und für den Fall, dass die Behandlung langwieriger ist, ist das Erstellen von Vorsorgedokumenten wie einer Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung ratsam.

Da jede Operation nach §§ 223 ff. StGB eigentlich den Tatbestand einer Körperverletzung erfüllt, ist sie nur dann rechtmäßig, sofern ein Rechtfertigungsgrund vorliegt. Bei einer geplanten Operation ist dies in der Regel die Einverständniserklärung, die der Patient nach einem detaillierten Aufklärungsgespräch mit einem Arzt unterschreiben muss. In einer Notfallsituation ist die Einwilligung komplizierter, da Patienten oft bewusstlos sind und Ärzte schnell handeln müssen. In solchen Fällen wiegt der Eingriff in die körperliche Integrität des Menschen für lebensrettende Maßnahmen höher als der Bedarf einer Einwilligung des Patienten.

Welche Faktoren begünstigen Komplikationen?

Je nach Art des chirurgischen Eingriffs und Beschwerdebild kommen unterschiedliche Operationstechniken zum Einsatz. Grundsätzlich sind minimalinvasive Techniken, die nur kleine Hautschnitte benötigen, schonender als solche mit großen Hautschnitten. Durch den geringen Umfang des Gewebeschadens können die operativen und postoperativen Schmerzen minimiert werden. Einsatz findet diese Technik beispielsweise bei der operativen Behebung eines Bandscheibenvorfalls: Der Operateur behebt sowohl den lumbalen als auch den zervikalen Bandscheibenvorfall mittels minimalinvasiver Technik, um so wenig Gewebe wie möglich zu zerstören.

Dennoch setzen chirurgische Verfahren immer eine komplexe Stressreaktion im Körper in Gang, die sich auf viele Funktionen im menschlichen Organismus auswirkt. So ist nicht nur die Immunabwehr verändert, sondern auch der Abbau von Stoffwechselprodukten. Lunge und Darm funktionieren langsamer und auch der Flüssigkeitshaushalt und die Blutgerinnung im Körper sind gestört - all dies muss das Herz-Kreislaufsystem kompensieren. Dadurch entstehende Komplikationen sollen zum einen durch die Voruntersuchung und eine gute Vorbereitung, zum anderen durch eine intensive Überwachung während des Eingriffs vermieden werden.

Patientenspezifische Risikofaktoren

Nichtsdestotrotz erleiden jährlich rund 7 Millionen Patienten Komplikationen durch eine Operation, was auch an patientenspezifischen Risikofaktoren liegt. Dazu zählen

  • hohes Alter
  • schlechter Allgemeinzustand
  • Mangelernährung
  • Übergewicht
  • Rauchen, Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Infektionen
  • Grundkrankheiten wie Diabetes oder arterielle Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen der Leber, Niere oder des peripheren Nervensystems.

Diese Faktoren können den Gesundheitszustand eines Menschen schwächen, was nicht nur eine längere Krankenhausaufenthaltsdauer zur Folge haben kann, sondern auch eine Anfälligkeit für Komplikationen während und nach der Operation. Zudem belasten chronische Erkrankungen wie Arthrose schon im Alltag den Organismus, was sich durch den OP-Stress noch verstärkt. Wichtig ist deshalb die gründliche Untersuchung des Patienten vor der Operation, um entsprechende Maßnahmen für den Eingriff vorzubereiten.

Peri- und postoperative Risikofaktoren

Doch nicht nur patientenspezifische Faktoren können Einfluss haben, sondern auch peri- und postoperative Faktoren. Im OP-Saal ist der Patient maßgeblich von der Expertise des OP-Teams abhängig; folglich kann ein geringer Erfahrungsstand der anwesenden Ärzte das Risiko für Komplikationen erhöhen. Das OP-Team achtet auf eine kurze Operationsdauer, um den Organismus durch die Anästhesie nicht unnötig zu belasten. Da jeder chirurgische Eingriff automatisch Blutgefäße verletzt, besteht immer das Risiko von Blutungen. Im Normalfall verschließt der Operateur solche mit einer Naht oder elektrischem Strom - andernfalls können nicht gestoppte Blutungen zu Störungen des Herz-Kreislaufsystems führen und Bluttransfusionen erfordern. Zu den postoperativen Risikofaktoren gehört beispielsweise die Unterkühlung, da sie das Immunsystem schwächt und so Infektionen begünstigt.

Dementsprechend gibt es bei der Vorbereitung der OP einiges zu beachten, über das auch der Patient im Aufklärungsgespräch informiert werden sollte. Das beinhaltet unter anderem Informationen zum Verfahren, als auch zur Anästhesie.

Welche Komplikationen kann ein chirurgischer Eingriff auslösen?

Mensch nach OP mit Kanüle

Trotz hinreichender Vorsichtsmaßnahmen wie etwa einer ausführlichen Vorbereitung und Aufklärung des Patienten sowie einem sterilen Operationssaal kann es zu Schwierigkeiten während und nach der Operation kommen. Diese lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen.

Allgemeine Komplikationen

Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit und Erbrechen sind häufige postoperative Beschwerden, welche aber meist ohne Folge bleiben. Ursache sind die verwendeten Wirkstoffe sowie eine gewisse Veranlagung. Ist diese bekannt, kann der Anästhesist währenddessen auf Narkosegase verzichten und die Narkosemittel stattdessen intravenös verabreichen. Dennoch lässt sich eine postoperative Übelkeit nicht immer vollständig vermeiden, sodass gegebenenfalls die Gabe von übelkeitsverringernden Medikamenten wie Antiemetika nötig ist.

Schmerzen

Im Aufklärungsgespräch sollte der Patient nicht nur über mögliche Risiken und Komplikationen informiert werden, sondern auch über postoperative Schmerzen, denn kein chirurgischer Eingriffe kommt ohne Schmerzen aus. Auch wenn der Operateur vorsichtig agiert, entstehen Verletzunge im Gewebe und die Schmerzen können heftiger ausfallen, als es sich manch einer vorgestellt hat.Deshalb ist die Schmerztherapie ein wichtiges Element beim Heilungsverlauf, denn der Patient sollte größtenteils schmerzfrei ist, damit er nicht zu lange bettlägerig ist und Kreislauf, Darm und Lunge durch moderate Bewegung in Gang kommen.

Nach der Operation wird der Patient gebeten, die Schmerzen zu beschreiben, um die Schmerztherapie in die Wege zu leiten. Zur Verfügung stehen gängige Schmerzmittel in Form von Zäpfchen, Tabletten oder Injektionen, die Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol enthalten. Bei starken Schmerzen können auch Opiate wie Morphium oder Codein zum Einsatz kommen.

Blutungen und Blutergüsse

Zwar achtet der Operateur während des Eingriffs darauf, blutende Gefäße wieder zu verschließen, doch es kann trotzdem zu Nachblutungen kommen. Das Risiko ist vor allem bei Eingriffen im Bauchraum erhöht, beziehungsweise bei Eingriffen, bei denen sich der Operateur Zugang zum Operationsgebiet über den Bauch verschafft. Das betrifft beispielsweise die Darm-OP oder Entfernung der Gallenblase.

Zwar stoppt die körpereigene Blutgerinnung Blutungen, doch da ein chirurgischer Eingriff Einfluss auf solche Funktionen nimmt, können Einblutungen ins Gewebe trotzdem eintreten. Diese äußern sich durch Blutergüsse, die je nach Größe druckempfindlich sind, jedoch in der Regel selbstständig abheilen.

Handlungsbedarf gibt es bei Nachblutungen aus der Wunde, die zunächst durch sterile Druckverbände, Tupfer und Tücher gestoppt werden können. Tritt weiterhin massiv Blut aus der Wunde, ist gegebenenfalls weitere chirurgische Maßnahmen nötig, um die Gefäße umgehend zu schließen.

Komplikationen an der Wunde

Wundinfektionen

Da solche chirurgischen Verfahren meist mit einem Hautschnitt verbunden ist, entstehen Wunden, durch die Keime in den Körper gelangen können. Selbst bei der Arthroskopie, einem vergleichsweise kleinen Eingriff, bei dem ein Gelenk minimalinvasiv gespiegelt wird, ist die Wundinfektion eine häufig auftretende Komplikation. Strenge Hygiene-Maßnahmen sollen es den Keimen so schwierig wie möglich machen. Dennoch lässt sich das Risiko einer Wundinfektion nicht gänzlich verhindern und Symptome wie Rötung, Erwärmung, Schwellung und Schmerzen im Wundgebiet sind ein erstes Indiz dafür. Tritt zusätzlich auch noch Eiter aus der Wunde, sollte der Arzt diese spülen und abgestorbenes Gewebe entfernen. Die Gabe von Antibiotikum kann den Heilungsverlauf unterstützen.

Zwar sind Wundinfektionen in der Regel gut behandelbar, doch durch das geschwächte Immunsystem kann sich aus der Wundinfektion eine Blutvergiftung (Sepsis) entwickeln, die lebensbedrohlich sein kann.

Wundheilungsstörungen

Bekommt man die Wundinfektion nicht rechtzeitig in den Griff, kann sie Wundheilungsstörungen hervorrufen. Die Wunde verschließt sich nicht vollständig oder verheilt im schlimmsten Fall gar nicht ab, oft begleitet von üblem Geruch und Sektretbildung. Um schwerwiegende Folgen wie eine Amputation zu vermeiden, sollte der behandelnde Arzt umgehend eine komplexe Wundbehandlung einleiten. Dazu gehören die regelmäßige Spülung der Wunde mit antiseptischer Lösung, spezielle Wundauflagen und Verbände sowie Antibiotika zur Bekämpfung der Infektion auslösenden Keime.

Abnormale Narbenbildung

Durch die Hautschnitte und Gewebeverletzungen bilden sich Narben. Deswegen achtet der Operateur darauf, die Hautschnitte an unauffälligen Stellen und in Richtung der Hautspaltlinien zu setzen. Bei einer gestörten Wundheilung kann es jedoch zu unästhetischen oder sogar funktionell störenden Narben kommen, die wulstig (hypertroph), wuchernd oder eingesunken (atroph) sein können. Spätestens wenn Narben nicht nur einen kosmetischen Makel darstellen, sondern im Alltag schmerzen und jucken, sollte man über einen weiteren chirurgischen Eingriff nachdenken - wofür man womöglich eine erneute große Narbe in Kauf nehmen muss.

Es entstehen allerdings nicht nur sichtbare Narben, sondern auch solche innerhalb des Körpers. Schließlich muss sich der Operateur den Weg im Körper durch Gewebe bahnen. So wird der Leistenbruch in der Regel gewebeschonend und minimalinvasiv operiert und doch sind eine häufige Komplikation Verwachsungen im Bauchraum. Diese entstehen, weil der Körper versucht sich selbst zu heilen. Um die geschädigte Stelle abzudecken, bildet sich Fibrin. Normalerweise baut der Körper diesen klebrigen Belag nach ein paar Tagen selbst ab. Ist dieser Prozess gestört, bilden sich aus Fibrin und Bindegwebszellen feste Gewebebrücken, die Organe untereinander oder mit dem Bauchfell verbinden. Diese stören die Funktionalität des Darms, was beispielsweise einen Darmverschluss zur Folge haben kann. Schmerzen durch Verwachsungen zeigen sich mitunter erst Jahre nach einer Operation, weshalb Ärzte bei der Anamnese auch nach älteren operativen Eingriffen fragen sollten.

Nervenverletzungen

Setzt der Operateur einen Hautschnitt, dann durchtrennt er dabei nicht nur Blutgefäße, sondern auch Nerven. Liegen sich die durchtrennten Nervenenden nach dem Verschluss der Operationswunde gegenüber, können die Nervenfasern wieder zusammenwachsen. Die Sensibilitätsstörungen und Lähmungen im Wundbereich werden mit der Zeit weniger und können sogar ganz verschwinden. Liegen sich die Nervenenden allerdings nicht perfekt gegenüber, können diese nicht wieder zusammenwachsen. Es bleiben dauerhafte Gefühlsstörungen zurück und an den Nervenstümpfen können sog. Neurome (Nervenknoten) entstehen, die bei Berührung schmerzhaft sein können.

Schwerwiegende Komplikationen

Störungen der Herz-Kreislauffunktion

Nicht nur Stress und Angst vor der Operation belasten das Herz-Kreislaufsystem, sondern auch Wirkstoffe der Narkosemittel. Zwar sind diese in den letzten Jahren moderater geworden, dennoch vermeidet man eine Überdosis. Das gilt besonders bei Patienten mit bekannten Vorerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck - diese werden noch strenger überwacht als üblich. Außerdem sollte die Operationsdauer so kurz wie möglich sein, da sich das Risiko für Komplikationen bei längerer Narkosezeit deutlich erhöht. Trotz solcher Vorkehrungen kann es zu Störungen der Herz-Kreislauffunktion kommen, vor allem bei Eingriffen an der Bauchschlagader, da hier der Blutstrom in die untere Körperhälfte unterbunden werden muss. Störungen der Herz-Kreislauffunktion können zu einem kompletten Versagen des Herz-Kreislaufsystems führen und äußern sich durch Herzstillstand oder Kammerflimmern. Hier ist eine sofortige Notfallbehandlung mit Reanimation notwendig.

Thrombose und Lungenembolie

Bei einer Thrombose handelt es sich um ein Blutgerinnsel, welches die Blutgefäße verstopft. Das Blut, das normalerweise problemlos durch die Blutgefäße im Körper fließt, staut sich und es entsteht ein Blutpfropf. Das Risiko ist vor allem bei Operationen erhöht, nach denen sich Patienten wenig bis gar nicht bewegen können. Bekommen diese etwa im Rahmen einer Knie- oder Hüft-OP eine Endoprothese, sprich ein künstliches Gelenk, achtet das Pflegepersonal darauf, dass sie nach der Operation schnell aufstehen und die Beine belasten. Diese gelten als besonders anfällig für eine Thrombose, jedoch kann auch die Lungenarterie verstopfen - in dem Fall spricht man von einer Lungenembolie. Ein lebensbedrohlicher Zustand, der das Herz belastet. Um solche Folgen möglichst zu vermeiden, beugen viele Krankenhäuser mit Kompressionsstrümpfen vor, alternativ wird das Mittel Heparin gespritzt.

Lungenentzündung

Die eingeschränkte Mobilität kann auch eine Lungenentzündung auslösen. Risikofaktoren sind unter anderem das Alter der Patienten sowie Operationen, die die Beweglichkeit des Brustkorbs vermindern - danach ist das Risiko einer Lungenentzündung höher als etwa bei einer Knöcheloperation. Durch den starren Brustkorb atmet der Patient flacher und kann nicht mehr tief ein- und ausatmen. Dass der Patient schnell nach der Operation wieder aufstehen soll, wirkt sich also nicht nur positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus, sondern auch auf die Lunge. Kommt es dennoch zu einer Pneumonie, werden Antibiotika und Atem- und Mobilisationsübungen verordnet.

Schock

Bei einem medizinischen Schock hat der Körper nicht mehr genügend Sauerstoff, sodass er sich nur darauf konzentriert, die lebenswichtigen Organe mit Blut und Sauerstoff zu versorgen - die Gliedmaßen sind unterversorgt. Die Medizin unterscheidet verschiedene Arten eines Schocks, da jeder eine individuelle Ursache hat. So geht ein kardiogener Schock vom Herzen aus, d.h. als Folge eines Herzinfarktes, einer Blutung oder Entzündung des Herzbeutels oder Verletzungen der Lunge, während ein anaphylaktischer Schock eine Unverträglichkeitsreaktion des Körpers ist. Weiterhin gibt es den Volumenschock durch Blutverlust, den septischen Schock durch eine Infektion mit gefährlichen Bakterien sowie den neurogenen Schock in Form einer nervlichen Reaktion mit Weitstellung der Blutgefäße. Ein Schock kann eine eingeschränkte Lungenfunktion zur Folge haben, die im schlimmsten Fall zum Lungenversagen führt. Der Patient leidet unter Atemnot und kann sogar ins Koma fallen. Beim Atemnotsyndrom, kurz ARDS für acute respiratory distress syndrome, besteht Lebensgefahr und eine sofortige Therapie mit Beatmung und der Gabe von Cortison muss erfolgen. Ein nicht behandelter Schock kann lebensbedrohlich sein und aufgrund des sinkenden Blutvolumens zu einer dauerhaften Organschädigung führen.

Wie kann man sich auf eine geplante Operation vorbereiten?

Es ist immer sinnvoll, sich im Alltag fit zu halten. Man sollte regelmäßig spazieren gehen oder Sport treiben. Das kräftigt Muskeln, Herz-Kreislaufsystem und Atemwegssystem. Auch ältere Menschen müssen darauf nicht verzichten, denn es gibt beispielsweise gymnastische Übungen oder Sportarten wie Yoga und Pilates, die man auch mit körperlichen Einschränkungen durchführen kann. Zudem sollte eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten.

Steht eine Operation bevor, sollte man als Patient im Vorfeld auf einiges achten. Unsere Checkliste Krankenhausaufenthalt bietet einen Überblick über die wichtigsten Punkte. Wer nicht schon im Alltag auf seine körperliche Fitness achtet, sollte sie zumindest jetzt verbessern. Dadurch sinkt das Risiko für Komplikationen. Für Raucher gilt: Vier Wochen vor dem Operationstermin sollte man aufhören zu rauchen, beziehungsweise den Konsum zumindest auf ein Minimum reduzieren. Bei Rauchern ist der Sauerstofftransport beeinträchtigt, was etwa die Wundheilung verlangsamt. Zusätzlich leiden viele Raucher unter Bluthochdruck, was den Organismus vor allem in der Narkose noch mehr belastet.