Checkliste Todesfall: Das ist zu tun

Checkliste Todesfall: Das ist zu tun

Sterbefall Checkliste - Hilfestellung und Überblick über Aufgaben, die Angehörige im Trauerfall übernehmen müssen.

Jennifer Günther
Jennifer Günther
16.05.2018

Unser Alltag ist ständig in Bewegung. Umso erschreckender ist es, wenn ein geliebter Mensch von uns geht. Angehörige bleiben nach so einem Verlust häufig überfordert zurück. Schließlich müssen sie sich trotz ihrer Trauer um viele Aufgaben und Formalitäten kümmern. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Schritte bei einem Sterbefall.

Viele offene Fragen nach Todesfall

Alter, Unfall oder Krankheit: Menschen können aus vielerlei Gründen aus dem Leben scheiden. Doch unabhängig von der Ursache kommt mit dem Tod einiges zu auf die Hinterbliebenen. Sie müssen nicht nur Finanzen und Versicherungen regeln, sondern auch die Beerdigung. Hat der Verstorbene keine Wünsche für seine Bestattung hinterlassen, kommen viele offene Fragen hinzu.

Um den Überblick bei den vielen Aufgaben nicht zu verlieren, ist es hilfreich, diese chronologisch zu sortieren, denn nicht alle müssen sofort erledigt werden.

Direkt nach dem Todesfall

Unterstützung bekommen Sie vom Bestatter, der in der Regel gemeinsam alle organisatorischen Punkte mit Ihnen durchgehen wird. Prüfen Sie vorab, ob der Verstorbene einen Vertrag mit einem bestimmten Beerdigungsinstitut abgeschlossen hat – ansonsten können Sie einen Bestatter Ihrer Wahl kontaktieren. Dieser braucht auch den Totenschein, den der Arzt ausgestellt hat.

Für die weiteren Prozesse benötigen Sie wichtige Dokumente des Verstorbenen. Dazu gehören Personalausweis, Geburtsurkunde sowie Unterlagen zu möglichen Versicherungen wie Sterbegeld-, Unfall- oder Lebensversicherung. Handelt es sich um einen Unfalltod, muss das zuständige Versicherungsunternehmen innerhalb von 48 Stunden informiert werden. Nach Ablauf der Frist zahlen manche Unfallversicherungen nicht mehr. Auch nach Dokumenten wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sollten Sie in den Unterlagen des Verstorbenen suchen, gab es einen Notfallordner, sollten Sie ihn heranziehen.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob der Verstorbene zu Lebzeiten ein Testament aufgesetzt hat. Dieser letzte Wille ist eine Form der Verfügung von Todes wegen und enthält Reglungen für den Erbfall. Der Wille des Erblassers ist bindend. Finden Sie ein Testament, dann müssen Sie dieses zum Nachlassgericht am Wohnort des Verstorbenen bringen. Ohne Testament tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Die ersten Tage nach dem Todesfall

Nun sollten Sie alle bestehenden Verträge kündigen, die automatisch weiterlaufen. Zum Beispiel gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten für Mietwohnungen auch nach einem Todesfall. Dementsprechend sollten Sie überlegen, ob Sie die Wohnung weiternutzen oder kündigen möchten. Bedenken sollten Sie außerdem die mit einer Wohnung verbundenen Verträge mit Strom-, Telefon- oder Energieanbietern. Auch diese laufen weiter, wenn sie nicht gekündigt werden. Informieren Sie also alle Versicherungen, Versorgungswerke und Ämter, denn so gehen Sie sicher, dass keine unnötigen Kosten anfallen.

Um auf die Konten des Verstorbenen zugreifen zu können, benötigen Sie einen Erbschein. Nur damit können Sie sich als rechtmäßiger Erbe ausweisen. Dieser kann jedoch nach Höhe des Nachlasses eine drei- bis vierstellige Summe kosten. In manchen Fällen reicht auch eine beglaubigte Kopie des Testaments als Nachweis.

Nachlass verwalten

Bis der Nachlass tatsächlich an die Erben verteilt wird, vergehen in der Regel mehrere Wochen. Das liegt unter anderem am Erbschein, dessen Ausstellung mehrere Wochen dauert.

Vergessen sollten Sie allerdings nicht den digitalen Nachlass, der heutzutage immer größer ist. Dazu gehören beispielsweise E-Mail-Konten, aber auch Profile in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. All diese Onlinedienste sind mit sensiblen Daten verbunden, die auf die gleiche Weise behandelt werden wie vererbte Gegenstände: Mit dem Tod gehen alle Rechte und Pflichten digitaler Daten auf die Erben über. Ist Ihnen bekannt, dass der Verstorbene das Internet nutzt, sollten Sie sich auch um online geschlossene Verträge und Nutzerkonten kümmern.

Möchten Sie das Erbe hingegen ausschlagen, müssen Sie das innerhalb von sechs Wochen nach dem Todesfall machen.

Kostenlose Checkliste

Im Trauerfall können Betroffene nicht an alles denken. Sie müssen direkt nach dem Tod Formalitäten erledigen, obwohl sie den Verlust eines Menschen noch verarbeiten müssen. Afilio kann Ihnen die emotionale Last nicht abnehmen. Aber wir können mit unserer Checkliste zumindest dafür sorgen, dass Sie einen Überblick über die wichtigsten Aufgaben haben.

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