Die Pflegeverfügung - Ihr Wünsche für das Leben im Alter

Die Pflegeverfügung - Ihr Wünsche für das Leben im Alter

Die Pflegeverfügung regelt, wie Sie Ihren Alltag regeln möchten, wenn Sie eines Tages pflegebedürftig sein und auf Hilfe angewiesen sein sollten.

Sebastian Wasner
Sebastian Wasner
02.05.2018
Das Wichtigste in Kürze:
  • In einer Pflegeverfügung halten Sie beispielsweise persönliche Vorlieben und Charakterzüge fest und geben damit Ihrem späteren Pfleger eine wertvolle Hilfestellung, wie Sie sich Ihr Leben im Alter vorstellen.
  • Dabei gilt: Je ausführlicher, desto besser.

Gestalten Sie Ihren Lebensabend nach Ihren Wünschen

Die Selbstbestimmung ist eines der wertvollsten Privilegien. Umso größer ist die Sorge vieler Menschen vor dem zunehmenden Verlust ihrer Selbstständigkeit im Alter. Laut aktuellen Schätzungen liegt alleine die Zahl der Neuerkrankungen an Demenz Jahr für Jahr bei etwa 300.000. Die Angst vor dem “Ausgeliefertsein” ist nicht unbegründet. Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten für den Ernstfall vorzusorgen. Weniger bekannt, gleichwohl nicht weniger wichtig als Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ist die sogenannte Pflegeverfügung.

Pfllegeverfügung: Älterer Herr mit Ast am Strand
Immer mehr Menschen führen auch im alter ein erfülltes und abwechslungsreiches Leben

Wozu eine Pflegeverfügung?

Mit einer Pflegeverfügung können Sie einen entscheidenden Beitrag für eine fürsorgliche Betreuung im Alter leisten. Denn in Ihr können Sie festhalten, welche Vorstellungen Sie für Ihr Leben im Alter tatsächlich haben. Beschreiben Sie detailliert Ihre persönlichen Vorlieben, Gewohnheiten und sonstige Vorstellungen zum eigenen Lebensabend. Falls es dazu kommen sollte, dass Sie auf dauerhafte Unterstützung angewiesen sind, ist eine Pflegeverfügung nicht nur eine persönliche Absicherung, sie bedeutet auch für den Pfleger eine wertvolle Orientierungshilfe. Sind Betroffene nämlich nicht mehr in der Lage, die eigenen und individuellen Wünsche zur Tagesgestaltung, zu kulinarischen Vorlieben oder der Einrichtung des eigenen Zimmers in einem Pflegeheim oder Altenheim nicht mehr gegenüber Ihrem Pfleger zum Ausdruck zu bringen, übernimmt die Verfügung die Aufgabe, die Bedürfnisse ihres Verfassers zur Geltung zu bringen.

Wer annimmt, keine Pflegeverfügung zu benötigen, weil Freunde oder Familie den Pflegern bei diesen Fragen helfen könnten, erfährt in der Realität häufig, dass die eigene Vertrauensperson in unmittelbaren Fragen ohne konkrete Anweisung nur ungefähre Vorstellungen hat. Ohne entsprechende Absicherung folgen Pfleger darum aus den besten Absichten häufig dem Rat von Kollegen, Vorgesetzten oder medizinischen Experten und weniger der eigenen Intuition. Die Folge: Der Betroffene wird einem Pflegereglement unterworfen, das im schlimmsten Fall wenig oder keine Übereinstimmung mit seinen eigenen Vorstellungen und Wertmaßstäben aufweist.

Wer Wert darauf legt, auch in einer dauerhaften Ausnahmesituation als Pflegefall wichtige Teile seiner Freizeitgestaltung oder kulinarischen Gewohnheiten beizubehalten, sollte rechtzeitig dafür sorgen, dass diese Bedürfnisse auch berücksichtigt werden, können, indem sie rechtzeitig schriftlich fixiert wurden. Gerade die kleinen Freuden des Lebens gewinnen im Alter an Bedeutung, kommt es darüber hinaus zu einer Situation, in der Personen auf dauerhafte Hilfe angewiesen sind, ist es möglich, mit einer Pflegeverfügung die eigenen Vorlieben und Wünsche festzuhalten, um so dem Pflegerpersonal Orientierung zu bieten. Dabei gilt: Je ausführlicher desto besser.

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