Ratgeber Beerdigung: Naturbestattung in der Schweiz - Kosten, Organisation und mehr

April 10, 2018
2018-04-10

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Schweiz bietet Bestattungsarten an, die in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt sind. Eine schriftliche Willenserklärung genügt für die Überführung.
  • Eine Kremierung ist Voraussetzung für die Überführung in die Schweiz. Benötigt wird hierfür eine schriftliche Willenserklärung des Verstorbenen oder seiner engsten Angehörigen.
  • Die Urnenübergabe an die Familienangehörigen kostet 350 Euro. Sie können entscheiden, wie und wo die Totenasche aufbewahrt oder beigesetzt werden soll.

Naturbestattung in der Schweiz

Kosten, Organisation und mehr

 

Plätschernde Bäche, prächtige Bergwelten und bunte Frühlingswiesen sind wahrscheinlich ein paar der schönsten Orte für eine Beisetzung. Diese und weitere bietet die Schweiz als Bestattungsarten an, die in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt sind. Eine schriftliche Willenserklärung genügt schon, um eine Bestattung in der Schweiz genehmigt zu bekommen. Zu bedenken ist, dass es bei Naturbestattungen keine Möglichkeit gibt, einen Grabstein, Grabschmuck oder andere Erinnerungsstücke aufzustellen.

   

Die Einäscherung ist Voraussetzung für die Überführung in die Schweiz und benötigt eine schriftliche Willenserklärung des Verstorbenen oder seiner nächsten Angehörigen.

    

Nach der Überführung wird die Totenasche den Hinterbliebenen zur freien Verfügung übergeben. Sie können entscheiden, wie und wo die sterblichen Überreste des Verstorbenen aufbewahrt oder beigesetzt werden sollen. Allerdings müssen einige Bestattungsarten von einem Bestatter übernommen werden. Die Kosten für eine Urnenübergabe an die Familienangehörigen liegen derzeit bei 350 Euro.

 

Naturbestattungen in der Schweiz

Anonyme Bestattung

Bei der anonymen Bestattung wird die Totenasche einem Bestatter übergeben. Die Asche wird auf freier Wiese in einem Naturgebiet beigesetzt, allerdings erfahren die Hinterbliebenen nicht wo sich der genaue Bestattungsort befindet. Die Kosten liegen hier bei 200 Euro.

   

Bergbachbestattung

Angehörige haben die Wahl, ob die Totenasche in einem stillen Bergbach oder einem rauschenden Wasserfall verstreut wird. Es gibt keinen festen Bestattungsort, der Verstorbene wird Teil der ihn umgebenden Natur. Für diese Art der Beisetzung sind 550 Euro zuzüglich Fahrtkosten aufzubringen.

Bergwiesenbestattung und Almwiesenbestattung

Für eine friedliche letzte Ruhestätte eignen sich auch unberührte Wiesen und einsame Täler, umgeben von Bergen. Die Kosten für eine solche Bestattung liegen durchschnittlich bei 550 Euro, Fahrtkosten nicht inklusive.

       

Felsbestattung

Die Felsbestattung ist ebenfalls eine Art der Almwiesenbestattung, bei welcher die Urne auf einer Bergwiese in der Nähe eines Felsens beigesetzt wird. Unterschieden wird zwischen Gemeinschafts-, Familien-, Partner- und Einzelfelsen. Abhängig von der Art des Felsens, bewegt sich der Preis für eine solche Bestattung zwischen 700 und 3.500 Euro.

          

Flussbestattung

Bei der Flussbestattung können Angehörige einen Fluss der Schweiz aussuchen, dem der Verstorbene übergeben wird. Auf Wunsch ist es den Hinterbliebenen auch möglich, die Asche selbst zu verstreuen. Diese Beerdigungsart kostet umgerechnet 550 Euro zuzüglich Fahrtkosten.

     

Waldbestattung

Für eine Waldbestattung ist mit Kosten in Höhe von 550 Euro, plus Fahrtkosten zu rechnen. Angehörige haben die Möglichkeit einen Wald auszuwählen, in welchem die Totenasche verstreut werden soll. Eine Form der Urnenbestattung gibt es hier nicht.

   

Windbestattung

Den persönlichen Wünschen sind bei der Windbestattung keine Grenzen gesetzt: Ob auf einem weiten Feld oder einem mächtigen Berggipfel. Die Hinterbliebenen können jeglichen Ort aussuchen, an dem der Verstorbene seine letzte Ruhe finden soll. Auch diese Art der Beisetzung kostet 550 Euro zuzüglich der Fahrtkosten.

     

Zu allen Bestattungsarten

    

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