Vorsorgedokumente: Vollmachten, Verfügungen, Checklisten

Vorsorgedokumente: Vollmachten, Verfügungen, Checklisten

Vorsorge richtig umsetzen: Diese Dokumente brauchen Sie, diese Maßnahmen sollten Sie treffen.

Johannes Kuhnert
Johannes Kuhnert
15.10.2019

Vorsorge für alle: Wer sollte wie vorsorgen?

Viele Menschen glauben, dass Kinder und Ehepartner die wichtigsten Entscheidungen für sie treffen können, wenn ihnen etwas zustößt. Dabei sind sie im Ernstfall keinesfalls automatisch zur Vertretung ihrer nächsten Angehörigen berechtigt. Dabei sind Verheiratete und Kinder rechtlich noch weitaus besser gestellt als Unverheiratete: Ohne Trauschein bleibt auch ein jahrelanger Partner im schlimmsten Fall nicht nur bei wichtigen Entscheidungen außen vor. Verstirbt einer von beiden, ist der andere ohne verbindliche Regelung auch ohne Erbanspruch!
Ob ledig, verheiratet oder in fester Beziehung - nur mit den richtigen Vorsorgemaßnahmen schaffen Sie Verbindlichkeit. Halten Sie Ihre Wünsche zu Pflege und medizinischen Maßnahmen fest und sorgen Sie dafür, dass eine Vertrauensperson im Fall der Fälle Ihre Interessen wahrnimmt. Sorgen Sie auch für spätere Zeiten vor: Regeln Sie rechtzeitig Ihren Nachlass. Das schafft Vertrauen und sorgt für Klarheit unter Ihren Angehörigen.

Mehr Informationen in unserem Artikel Wer sollte wie vorsorgen? >>

Vorsorgevollmacht

Ob Alter, Krankheit oder Unfall: Jeder kann in die Lage geraten, alltägliche Dinge nicht länger selbst regeln zu können. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass in einem solchen Fall die rechtliche Vertretung automatisch auf den eigenen Ehepartner oder die eigenen Kinder übergeht. Stattdessen ist eine eindeutige, eigenhändig unterschriebene Vollmacht oder wenigstens eine Betreuungsverfügung dafür notwendig. Liegt keine Vorsorgevollmacht (auch als "Versorgungsvollmacht" bezeichnet) vor, bestellt das zuständige Betreuungsgericht eine rechtliche Betreuung.

Mehr dazu in unserem Kurzüberblick Vorsorgevollmacht >>

Patientenverfügung

Mit der Patientenverfügung halten Sie fest, welche medizinische Versorgung Sie im Ernstfall wünschen, wenn es Ihnen im Ernstfall nicht möglich ist, eigene Entscheidungen zu fällen und mitzuteilen. Was Sie in der Patientenverfügung regeln ist für Ärzte und Pfleger genauso verbindlich als hätten Sie Ihre Entscheidung persönlich und unmittelbar geäußert.

  • Halten Sie Ihre Behandlungswünsche dauerhaft verbindlich fest.
  • Schaffen Sie Klarheit für Ärzte und Angehörige
  • Sorgen Sie für eindeutige Verfahrensweisen für alle Eventualitäten. Achtung: Eine Patientenverfügung muss eindeutig sein!

Wie Sie eine wirksame Patientenverfügung aufsetzen, erfahren Sie bei uns. Wir erläutern, warum eine vorgefertigte Patientenverfügung zum Ausdrucken ungeeignet ist, warum es ist wichtig ist, dass die Patientenverfügung präzise formuliert sein muss und wie Sie Ihre Vorsorge im Zentralen Vorsorgeregister hinterlegen.

Mehr zur Patientenverfügung >>

Vorsorgevollmacht oder Generalvollmacht?

Es ist alles andere als einfach zu entscheiden, wer im Ernstfall welche Rechte wahrnehmen soll. Gerade Eheleute vertrauen oftmals darauf, einander eine Generalvollmacht zu erteilen, weil sie davon ausgehen, dass damit alle maßgeblichen Entscheidungsbereiche abgedeckt sind. Dabei kann es besser sein, eine explizite Vollmacht für den passenden Entscheidungsbereich aufzusetzen: Das gilt umso mehr für Alleinstehende. Wir klären die Unterschiede zwischen verschiedenen Formen der Vollmacht.

Zum Artikel Vorsorgevollmacht und Generalvollmacht - Das ist der Unterschied >>

Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht?

Wer sich mit der eigenen Vorsorge auseinandersetzt, begegnet neben der Vollmachterteilung auch anderen möglichen Rechtskonstruktionen. Während viele Nutzer Sinn und Inhalt der Patientenverfügung sofort erfassen, ist die Frage „Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht?“ immer wieder Gegenstand langwieriger Recherchen. Wir verschaffen Ihnen schnellen Überblick, was es mit beiden Konstruktionen auf sich hat und welches der beiden Schriftstücke für die individuelle Vorsorge am besten geeignet ist.

Zum Artikel Betreuungsverfügung oder Vorsorgevollmacht?

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht: Das brauchen Sie

Krankheit und Unfall können jeden in eine Situation bringen, in der er oder sie auf Hilfe anderer angewiesen sind. Idealerweise wissen Pfleger, Angehörige und Vertrauenspersonen was wir wünschen und was nicht - und zwar gerade dann, wenn wir selbst nicht mehr in der Lage sind, Bedürfnisse selbst zu äußern. Dafür gibt es zwei entscheidende Vorsorgedokumente: Die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht. Wir erklären, welche Vorsorgemaßnahme zu welchem Zweck aufgesetzt wird.

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Vorsorgevollmacht ohne Notar: Sparen Sie Zeit und Geld

Vorsorge ist besser als am Ende das Nachsehen zu haben. Das gilt auch bei der Vorsorgevollmacht. Denn sie ist das richtige Instrument, um im Ernstfall eine Vertrauensperson in den Stand zu versetzen, die wichtigsten Entscheidungen zu fällen. Doch worauf müssen Sie achten? Welche Voraussetzungen muss die Vorsorgevollmacht erfüllen, um gültig zu sein? Und kann ich eine Vorsorgevollmacht auch ohne Notar aufsetzen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie ohne große Kosten und Mühen zu einer wirksamen und medizinisch verbindlichen Vorsorgevollmacht kommen.

Zum Artikel Vorsorgevollmacht ohne Notar >>

Die Pflegeverfügung: Leben im Alter

Selbstbestimmung ist ein Privileg. Groß ist die Sorge vieler Menschen vor dem Verlust der eigenen Selbstständigkeit mit steigendem Alter. Nach aktuellen Schätzungen liegt alleine die Zahl der Demenzneuerkrankungen Jahr für Jahr bei etwa 300.000. Die Angst abhängig zu werden ist nicht unbegründet. Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten für den Ernstfall vorzusorgen. Weniger bekannt, gleichwohl nicht weniger wichtig als Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ist die Pflegeverfügung: Sie regelt, wie der eigene Alltag aussehen sollen, wenn Pflege unumgänglich wird.

Zum Artikel Pflegeverfügung: Leben im Alter >>

Familie rechtlich absichern

Für 2,8 Millionen Paare in Deutschland ist klar: Liebe und Familiengründung hängen für sie nicht vom Trauschein ab. Dabei stellt sich für alle Paare immer auch die Frage, was mit ihrer Familie geschieht, wenn ihnen etwas zustoßen sollte. Denn ob mit oder ohne Trauschein: Auch langjährige Paare sind nicht automatisch füreinander vertretungsberechtigt. Und wer sorgt für die gemeinsamen Kinder, wenn beiden Partnern etwas zustößt oder bei Patchwork-Familien? Auch Paare sollten sich mit einer Vorsorgevollmacht gegenseitig absichern. Zum Schutz der eigenen Kinder ist die Sorgerechtsverfügung die richtige Wahl.

Erfahren Sie bei uns, wie sie Familie und Kinder am besten absichern >>