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Checkliste: Vorsorgeplanung

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Testament - brauche ich das wirklich?

Warum der letzte Wille wirklich zählt
September 11, 2017
Till Oltmanns
Nachlassplanung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das deutsche Erbrecht schreibt eine gesetzliche Erbfolge vor. Abweichende Regelungen können durch ein Testament getroffen werden.
  • Nach der rechtlichen Regelung bildet sich im Todesfall des Erblassers eine Erbengemeinschaft. Diese muss unter sich ausmachen, wie das Erbe im Detail aufgeteilt wird, das führt oft zu Streitigkeiten.
  • Mit dem Testament lässt sich das gesamte Erbe aufteilen und der letzte Wille formulieren. Somit kann es Erbstreitigkeiten verhindern.
  • Auch wohltätige Zwecke, wie z.B. Spenden an gemeinnützige Organisationen können in dem Testament bedacht werden.

Das deutsche Recht schreibt eine gesetzliche Erbfolge vor. Warum sollte man sich also die Mühe machen und ein Testament verfassen?

Wie auch zu Lebzeiten die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen verschieden sind, so ist auch der letzte Wille eines Menschen individuell. Selbst in den besten Familien kommt es zu Erbstreitigkeiten, wenn der Verstorbene seinen letzten Willen nicht niederlegt. Eines ist sicher: wenn Ihnen das Wohl Ihrer Angehörigen zu Lebzeiten am Herzen liegt, dann sollten Sie auch dafür sorgen, dass Sie diese in Ihren schwersten Stunden nicht zusätzlich belasten. Viele Gründe sprechen dafür, zumindest ein grundlegendes, unkompliziertes Testament zu verfassen.

Freier Wille des Erblassers

Beim Erstellen eines Testamentes gilt der Grundsatz der Privatautonomie. Wie Sie Ihr Testament gestalten und wen Sie in Ihrem Testament bedenken, steht Ihnen somit grundsätzlich frei. Grenzen der Testierfreiheit ergeben sich allerdings aus dem Pflichtteilsrecht: Ihren direkten Verwandten steht ein gewisser Teil Ihres Erbes zu – das lässt sich auch durch ein Testament nicht verhindern. Wie Sie allerdings Ihren Nachlass unter den Erben aufteilen, bleibt Ihnen überlassen. Treffen Sie diesbezüglich keine Regelungen, bilden Ihre Erben eine sogenannte Erbengemeinschaft. Sie müssen dann untereinander entscheiden, wie Sie Ihren Nachlass aufteilen. Das kann zu Schwierigkeiten führen. Die Freiheit, über den eigenen Nachlass zu entscheiden, erstreckt sich auch über die Verteilung einzelner Gegenstände an die eigenen Erben, andere nahestehenden Personen oder sogar Organisationen. Außerdem ist ein Testament jederzeit widerrufbar. Sollten also Umstände eingetreten sein, die eine Änderung des Testaments erforderlich machen, so ist dieses möglich.

 

Ziel des Familienfriedens

Der Streit um das Erbe kann eine Familie spalten und langjährige Rechtsstreitigkeiten zur Folge

haben. Das führt zu hohem, unnötigen Stress und Kosten für alle Beteiligten. Um dies zu vermeiden gilt es, Klarheit zu schaffen. Durch ein Testament wird eine Sicherheit geschaffen, die auch nach dem tragischen Verlust eines Angehörigen zu einem gerechten, durchdachten und von Ihnen so gewollten Ergebnis führt. Streit und Ärger werden so vermieden und der Familienfrieden bleibt erhalten.

 

Einsetzung der Erben

Über die Einsetzung Ihrer direkten Verwandten, die durch das Pflichtteilsrecht bedacht werden müssen, ist die Einsetzung der Erben Ihnen freigestellt. So können Sie nicht nur pflichtteilsberechtigte Angehörige bedenken, sondern auch Freunde oder andere nahestehende Personen. Hierbei können Sie auch den jeweiligen Erbteil bestimmen.

Es ist auch möglich eine juristische Person, wie z.B. einen Tierschutzverein oder andere gemeinnützige Organisationen, als Erbe einzusetzen.

 

Ein Testament schützt Ihre Angehörigen.  Problematisch wird es, wenn kein Testament vorhanden ist, denn das Erbrecht berücksichtigt Ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen nicht. Nutzen Sie die Chance, persönliche Regelungen für den Fall der Fälle zu treffen!

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