Betreuungsverfügung: Unsere Vorlage als Muster für Sie.
Betreuungs­verfügung: Vorlage als Muster
  • Mit einer Betreuungs­verfügung regeln Sie Ihre Vorsorge für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über Ihre persönliche Situation zu entscheiden
  • Unsere Vorlage als Muster für Ihre Betreuungs­verfügung: Jetzt PDF herunterladen und umfassend informieren.
  • Hinweise: Es handelt sich lediglich um eine Beispielvorlage zur Anschauung. Jetzt ganz einfach Betreuungs­verfügung bei Afilio erstellen!

Betreuungs­verfügung: Unsere Vorlage als Muster für Sie.

Unsere Vorlage zur Betreuungs­verfügung für Sie als Muster zeigt Ihnen, wie Ihre persönliches Vorsorgedokument aussehen könnte. Jetzt herunterladen!

Die Betreuungsverfügung ist ein Dokument zur Vorsorge für den Fall, dass ein Betroffener nicht mehr in der Lage ist, eigenverantwortliche Entscheidungen zu fällen und auszudrücken. Im Ernstfall ist das zuständige Betreuungsgericht gefordert, einen Betreuer für den Betroffenen einzusetzen. Mit unserem Muster gewinnen Sie einen Eindruck davon, wie eine Betreuungsverfügung beispielhaft aussehen kann. Unsere Vorlage ersetzt nicht die Notwendigkeit, eine eigene gültige Betreuungsverfügung aufzusetzen.

Warum brauche ich eine Betreuungsverfügung?

Praktisch jeder kann in eine Situation geraten, in der er nicht länger in der Lage ist, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen, etwa nach einem schwerwiegenden Unfall, einer gravierenden Erkrankung, einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. In einem solchen Fall kann das zuständige Amtsgericht einen Betreuer bestellen, der die wichtigsten Entscheidungen z.B. über die Unterbringung in einem Pflegeheim oder zu medizinischen Behandlungen für den Betroffenen fällt. Die Betreuungsverfügung hält fest, welche Vertrauensperson ein Betroffener als Betreuer bevorzugen würde. Eine Betreuungsverfügung benötigen Sie allerdings nur dann, wenn Sie keine Vorsorgevollmacht aufgesetzt und hinterlegt haben. Nach § 1896 BGB greift die Betreuungsverfügung auch nur und erst dann, wenn der Ernstfall eingetreten ist.

Betreuungs­verfügung oder Vorsorge­vollmacht?

  • Die Vorsorgevollmacht ist ab dem Zeitpunkt Ihrer Unterzeichnung rechtsverbindlich und unmittelbar gültig. Die Betreuungsverfügung hingegen hat empfehlenden Charakter. Letztlich entscheidet das zuständige Betreuungsgericht, ob ein vom Patienten gewünschter Betreuer angenommen (bestallt) wird. Lehnt das Gericht die in der Betreuungsverfügung benannte Person wegen möglicher Interessenskonflikte ab, ist der personelle Aspekt der Betreuungsverfügung hinfällig.
  • Ein Betreuer ist allein durch seine Nennung noch nicht zu Entscheidungen berechtigt, während ein Bevollmächtigter unmittelbar nach Inkrafttreten der Vorsorgevollmacht eigenverantwortliche Entscheidungen im Sinne des Vollmachtgebers fällen darf.
  • Der Bevollmächtigte ist unabhängig, der Betreuer wird vom Gericht kontrolliert. Das Gericht fordert nicht nur Rechenschaft für Entscheidungen des Betreuers, sondern nimmt auch vor der Einsetzung Einblick in seine Vermögensverhältnisse. Alle wichtigen Entscheidungen des Betreuers müssen ebenfalls vom Gericht genehmigt werden. Die Position des Betreuers hängt vom Wohlwollen des Gerichts ab, seine Position ist keinesfalls unantastbar. Kommt das Gericht zu dem Schluss, dass der Betreuer nicht länger für seine Aufgabe geeignet ist, kann es ihn jederzeit absetzen.

Was ist der Unterschied zwischen Betreuung und Vertretung durch einen Bevollmächtigten?

Eine Betreuung wird vom Gericht bestimmt. Bei der Wahl des Betreuers entscheidet das Gericht im Sinne der zu betreuenden Person, im Idealfall hat der Betroffene eine Betreuungsverfügung hinterlegt, mit der er oder sie eine bevorzugte Vertrauensperson als gewünschten Betreuer benennt. Das zuständige Betreuungsgericht kann zwar dennoch zur Entscheidung kommen, dass ein extra ausgebildeter Betreuer besser geeignet ist als die gewünschte Person, doch im Auswahlprozess muss die Betreuungsverfügung zumindest Berücksichtigung finden. Ein Beispiel finden Sie in unserer Betreuungsverfügung Vorlage. Um eine Betreuung durch eine fremde Person wirksam zu vermeiden, sollten Sie eine Vorsorgevollmacht aufsetzen und sie im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren. Fragen behandelnde Ärzte oder das zuständige Betreuungsgericht das Register ab, kann eingesehen werden, wer bevollmächtigt ist. Das Gericht informiert dann die Bevollmächtigten, und die gerichtliche Betreuung wird umgangen. Eine Vollmacht setzt den Bevollmächtigten in den Stand, eigenverantwortlich und ohne Rechenschaftspflicht Entscheidungen treffen. Liegt hingegen keine Vorsorgevollmacht vor, kann der oder die Betroffene die Betreuung durch eine fremde Person vermeiden, indem sie dem Gericht vorsorglich einen Betreuer im Rahmen der Betreuungsverfügung empfiehlt.

Welches Vorsorgedokument sollte ich nutzen?

Die Betreuungsverfügung ist sinnvoll für alle, die keine Vertrauensperson haben, der sie umfassende Vollmacht über ihre Angelegenheiten ausstellen möchten. Ein eingesetzter Betreuer unterliegt dann der Kontrolle des Betreuungsgerichts. Alle wichtigen Entscheidungen des Betreuers müssen vom Gericht bewilligt werden. Die Vorsorgevollmacht hingegen setzt eine Vertrauensperson ins Recht, auch schwerste Entscheidungen selbständig zu fällen, das setzt zwar weitgehendes Vertrauen voraus, stellt aber auch sicher, dass eine bevollmächtigte Person in der Lage ist, auch wichtige Entscheidungen zügig zu treffen. Sowohl Betreuungsverfügung als auch Vorsorgevollmacht können ohne Notar aufgesetzt werden, nur wenn ein Bevollmächtigter auch in Immobilienangelegenheiten des Vollmachtgebers entscheiden soll, ist eine notariell beglaubigte Vollmacht erforderlich.

Betreuungsverfügung als zusätzliche Absicherung

Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht können auch parallel aufgesetzt werden. Die Betreuungsverfügung dient dann als zusätzliche Absicherung. Das kann sinnvoll sein, um auszuschließen, dass keine Vertretung für den Betroffenen gewährleistet wird, falls ein Bevollmächtigter selbst verhindert ist. Auch in anderen Ausnahmefällen greift die Betreuungsverfügung, etwa wenn der Verdacht besteht, dass der Bevollmächtigte nicht uneingeschränkt im Interesse des Vollmachtgebers handelt. In einem solchen Fall kann eine Betreuungsverfügung sicherstellen, dass eine andere Person die Betreuung übernimmt.

Warum ist eine individuelle Betreuungsverfügung besser als ein Muster oder Vordruck?

Unser Muster einer Betreuungsverfügung dient dazu, einen Überblick zu vermitteln, welche Aspekte der Betreuungsverfügung sinnvoll sind. Die Gewissheit, eine rechtliche Betreuung zur Seite gestellt zu bekommen, die mit den eigenen Wünschen und Gewohnheiten vertraut ist, kann entscheidend dazu beitragen, ein für alle Beteiligten einfacheres Umfeld zu schaffen. Doch wie bei den meisten wichtigen Entscheidungen im Leben kann eine starre Vorlage nur einen ersten Eindruck von den Entscheidungsmöglichkeiten für den Ernstfall vermitteln. Darum sollten Sie noch heute Ihre individuelle und rechtsgültige Betreuungsverfügung erstellen - mit Afilio, Ihrer Gesellschaft für Vorsorge!