Bankvollmacht: Unser Muster für Ihre Vorsorge
Konto­vollmacht: Vorlage als Muster
  • Mit einer Bank­vollmacht berechtigen Sie eine andere Person, auf Ihr Konto zuzugreifen und Bargeldabhebungen vorzunehmen.
  • Unsere Vorlage einer umfassenden Bank­vollmacht für Ihr Konto: Nutzen Sie unser PDF-Muster und verschaffen Sie sich Überblick - kostenlos!
  • Hinweis: Bei dieser Vorlage zum Download handelt es sich lediglich um ein Muster zur Anschauung
Bankvollmacht: Unser Muster für Ihre Vorsorge
Beispielvorlage
Hinweis: Es handelt sich lediglich um eine Beispielvorlage zur Anschauung.

Bank­vollmacht: Unser Muster für Ihre Vorsorge

Im Leben ist nicht alles planbar, darum ist es umso wichtiger für Notfälle vorzusorgen. Auf dieser Seite erhalten Sie grundlegende Informationen und unsere Vorlage für eine Bankvollmacht, bzw. Kontovollmacht. Erteilen Sie eine Bankvollmacht, und Ihr (Ehe-)Partner, ein volljähriges Kind oder eine nahestehende Vertrauensperson kann im Ernstfall (z.B. im Notfall oder bei Pflegebedürftigkeit, aber auch in anderen Fällen, z.B. Quarantäne) auf Ihr Konto zugreifen. Ob Bankvollmacht, Vorsorgevollmacht oder Generalvollmacht: Der erste Schritt zur Erteilung jeder Vollmacht ist es sich zu informieren: Sie können unsere Vorlage zum Download nutzen, um die wichtigsten formalen und inhaltlichen Voraussetzungen zu klären. Das kostenlose Muster erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient allein der Anschauung. Wenn Sie sichergehen wollen, ob Ihre Bankvollmacht, bzw. Kontovollmacht alle Voraussetzungen Ihrer Hausbank erfüllt, setzen Sie sich idealerweise mit Ihrer bevollmächtigten Vertrauensperson und Ihrer Bank in Verbindung eine Kontoberechtigung zu erteilen.

Warum eine Konto- und Bankvollmacht erteilen?

Liegt eine Bank- bzw. Kontovollmacht vor, kann der oder die Berechtigten die Bankgeschäfte des Vollmachtgebers erledigen. Eine Bankvollmacht ist im Ernstfall entscheidend, wenn ihr Verfasser aus gesundheitlichen Gründen seine Bankgeschäfte nicht mehr weiterführen kann. Das gilt auch für Ehepartner - denn auch bei Verheirateten ist der eigene Ehepartner nur mit gültiger Kontovollmacht berechtigt, die Finanzangelegenheiten des jeweils anderen zu regeln, das gilt auch für Girokonto und Tagesgeldkonto.

Den eigenen Wünschen entsprechend ist es mit der richtigen Kombination der wichtigsten Vorsorgedokumente möglich, die entscheidenden - zur Not auch über den eigenen Tod hinaus. Das ist auch dann sinnvoll, wenn nicht nur das eigene Wohlergehen an regelmäßige Transaktionen gebunden ist, sondern ggf. auch weitere Personen oder Unternehmen von der Möglichkeit regelmäßiger Transfers abhängig sind. Notwendigenfalls können Bankgeschäfte auch nach dem Tod des Kontoeigners fortgeführt werden. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn eine Erbengemeinschaft noch keine Einigung in der Erbauseinandersetzungen erzielt hat oder Erben erst noch ausfindig gemacht werden müssen.

Auch das Vorliegen einer Vorsorgevollmacht ändert nichts an der Notwendigkeit, eine separate Bank- oder Kontovollmacht auszustellen. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass bereits auf Grundlage einer Vorsorgevollmacht Dritte automatisch Zugriff auf Konten des Vollmachtgebers erhalten. Vielmehr ist eine zusätzliche Bankvollmacht nicht nur sinnvoll, sondern bei vielen Banken zwingend notwendig.

Geldabheben mit einer Bankvollmacht

Umfang der Bankvollmacht

Jede Kontovollmacht kann anders ausfallen, sie variiert nach Kontoart, Lebenssituation und erteilt ggf. bereits zu Lebzeiten Zugriff auf Konten und Depots des Vollmachtgebers bis über seinen Tod hinaus. Prüfen Sie daher im Vorfeld, welche Funktionen ein von der Vollmacht erfasstes Konto hat und überlegen Sie, welche Rechte und Zugriffe Sie wem erteilen möchten.
Trotz einer erteilten Kontoberechtigung verfügt der Bevollmächtigte nie über dieselben Rechte wie der Kontoinhaber, er darf jedoch die alltägliche Kontoführung der Konten übernehmen, darunter etwa

  • die Verfügung über das Guthaben wie Überweisungen, Bargeldabhebungen und die Inanspruchnahme von Krediten,
  • die Abnahme aller anfallenden Abrechnungen
  • Kontoauszüge holen
  • die Saldoanerkenntnis sowie
  • der Ankauf von Devisen, Wertpapieren und Edelmetallen.

Der Bevollmächtigte darf das abgehobene Geld jedoch nicht behalten. Es muss an den Vollmachtgeber weitergegeben werden, außer ein bestimmter Verwendungszweck im Sinne des Vollmachtgebers liegt für das Geld vor. Eine Vollmacht über das Konto ist keine Schenkung. Selbst nach dem Tod des Kontoinhabers darf ein Bevollmächtigter die Konten des früheren Eigentümers lediglich so verwalten, wie es im Sinne des Verfassers der Vollmacht gewesen wäre.

Dafür ist die Bankvollmacht nicht geeignet

Es gibt jedoch auch Kontofunktionen und Bankgeschäfte, über die nur der Kontoinhaber verfügen darf, für sie gilt die Kontovollmacht nicht. So sind dem vorübergehenden Kontoverwalter:

  • die Kontokündigung, Kontoumschreibung und Kontoeröffnung,
  • Beantragung neuer Karten (Kredit, Maestro, Kunden),
  • der Abschluss, die Änderung und die Rücknahme von Krediten bzw. Kreditverträgen sowie
  • der Abschluss von Verwahr- und Schließfachverträgen untersagt.

Wer kann eine Kontovollmacht widerrufen?

Verstirbt der Kontoinhaber, werden die Erben des Verstorbenen im Rahmen der Rechtsnachfolge im Fall einer Erbschaft neue Kontoinhaber. Sie können die vorhandene Vollmacht dann regulär widerrufen. Auch gut zu wissen: Eine Vollmacht kann vom Verfasser der Vollmacht selbst jederzeit und auch ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. Es wird keine Zustimmung der Bank oder Sparkasse benötigt, geht der Widerruf bei Ihrer Bank ein, erlischt die Vollmacht. Es gibt auch Situationen, in denen die Kontovollmacht automatisch erlischt. Das ist der Fall, wenn:

  • der Bevollmächtigte verstirbt und die Gültigkeit der Vollmacht auf die Lebenszeit des Vollmachtgebers begrenzt war,
  • er geschäftsunfähig wird (z.B. bei Demenz oder Pflegebedürftigkeit),
  • der Kontoinhaber insolvent und die Insolvenz über das Vermögen bereits eröffnet ist,
  • der Kontoinhaber verstorben ist.

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