Patientenvollmacht: Jetzt kostenloses Muster herunterladen
Patienten­vollmacht Vorlage als Muster
  • Eine Patienten­vollmacht regelt, wer im Ernstfall als Bevollmächtigter die wichtigsten Entscheidungen in medizinischen Fragen fällt.
  • Unser Muster zu Ihrer Information: Die Patienten­vollmacht für alle, die die Vollmachterteilung auf den medizinischen Bereich beschränken wollen.
  • Diese Beispielvorlage dient der Anschauung, auf ihrer Grundlage können Sie sich über die wichtigsten Bestandteile des einer Patienten­verfügung informieren. Unser Tipp: Nutzen Sie Afilio und regeln Sie noch heute ganz einfach kostenlos Ihre Vorsorge für den Ernstfall!

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Was ist eine Patientenvollmacht?

Diese Frage lässt sich auf zweierlei Art beantworten: Entweder steht sie synonym für die eigentlich gemeinte Patientenverfügung, oder es handelt sich tatsächlich um eine Patientenvollmacht. Während die Patientenverfügung als rechtsverbindliches Scharnier zwischen Betroffenem und Arzt fungiert, dient die Patientenvollmacht dazu, eine andere Person vollumfänglich mit der Entscheidungsbefugnis über die eigene Behandlung auszustatten.

Während die Patientenverfügung in ihrer Mittlerfunktion auf die darin niedergelegten Inhalte begrenzt ist, kann ein Bevollmächtigter dringende Entscheidungen jederzeit an eine Situation anpassen.

Dabei ist es nicht nur notwendig eine Vollmacht auszustellen, die im Einklang mit geltendem Recht steht, auch bei der Auswahl der passenden Vertrauensperson für die Rolle des Bevollmächtigten ist allergrößte Sorgfalt geboten, denn die Rolle des Entscheidungsträgers geht mit einer Patientenvollmacht auf einen Dritten über, ohne dass der Betroffene Einfluss auf dessen Entscheidungen nehmen kann. Gleichzeitig allerdings ist ein Patientenbevollmächtigter in der Lage alle den Patienten betreffenden Entscheidungen mit persönlichem Nachdruck einzufordern und ggf. ihre Umsetzung selbst zu überprüfen.

Wann ist eine Patientenvollmacht sinnvoll?

Grundsätzlich ist es für jeden sinnvoll einer Vertrauensperson oder einem pflegenden Angehörigen Vollmacht zu erteilen. Dabei kommt neben der Patientenvollmacht auch die Vorsorgevollmacht in Frage. Mit Ihrer Hilfe stellen Sie sicher, dass Sie im Ernstfall ausschließlich die medizinische Behandlung erhalten, die auch tatsächlich in Ihrem Sinne ist.
In einer Patientenvollmacht bestimmen Sie, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen werden sollen, wenn Sie sich in einer lebensbedrohlichen Situation befinden. Mit einer Patientenvollmacht gehen Sie sicher, dass Ihr Wille berücksichtigt wird: Verfügen Sie beispielsweise, ob bei Ihnen lebensverlängernde Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Die bevollmächtigte Person trifft im angedachten Fall daraufhin gemäß Ihrem Wunsch die Entscheidung, ob Sie zum Beispiel künstlich beatmet oder ernährt werden.

Lebenspartner und Vertrauensperson für den Ernstfall bevollmächtigen

Die Patientenvollmacht ist eine schriftlich erteilte Vollmacht für eine andere Person. Mit einer Patientenvollmacht übertragen Sie Handlungsbefugnis an einen vertrauenswürdigen Dritten. Sie legen dabei fest, in welchem Umfang diese Person in medizinischen Belangen entscheidungsbefugt ist, wenn Sie selbst psychisch oder physisch nicht mehr dazu fähig sind. Eine Patientenvollmacht gilt zwar für die behandelnden Ärzte im Krankenhaus, ist jedoch nicht an diese adressiert. Die Entscheidung für oder gegen eine medizinische Behandlung trifft der bevollmächtigte Angehörige oder die Vertrauensperson. Welche Maßnahmen im Vorfeld eines Klinikaufenthalts sinnvoll sind, erfahren Sie in unserer Checkliste Krankenhausaufenthalt.

Das ist zu beachten

  • Formulieren Sie Ihren Willen so exakt wie möglich. Sobald eine Patientenverfügung ungenau formuliert ist, wird ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt, der nach Ihrem mutmaßlichen Willen Entscheidungen fällt. Hierfür werden kulturelle und ethische Aspekte berücksichtigt.
  • Eine Patientenvollmacht können Sie jederzeit schriftlich verfassen und bedarf keiner notariellen Beglaubigung.
  • Informieren Sie den Bevollmächtigten unverzüglich darüber, dass Sie eine Patientenvollmacht erstellt haben und erklären Sie ihm, welche Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse Sie ihm zugesprochen haben.
  • Tragen Sie einen Hinweis zur Patientenvollmacht in der Brieftasche – so erlangen Sanitäter und Ärzte im Notfall schnell Kenntnis über die vorhandene Vollmacht und kontaktieren den Bevollmächtigten.
  • Bewahren Sie das Originaldokument an einem sicheren und zugänglichen Ort auf. Bitten Sie im besten Fall Ihre Angehörigen, die Vollmacht aufzubewahren. Denn: Der Bevollmächtigte kann nur in Ihrem Sinne handeln, wenn er im Besitz des Originals ist! Sie können das Dokument darüber hinaus kostenpflichtig in das Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer eintragen lassen.
  • Die Patientenvollmacht ist nur bis auf Widerruf gültig und nur wenn der Vollmachtgeber aktuell nicht in der Lage ist, selbst Entscheidungen über medizinische Belange zu fällen.

Patientenvollmacht vs. Vorsorgevollmacht

Während die Patientenvollmacht als Entscheidungsgrundlage bei medizinischen Fragen dient, ist die Vorsorgevollmacht umfangreicher ausgelegt: Personen, die über eine Vorsorgevollmacht verfügen, haben für alle wichtigen Lebensbereiche des Vollmachtgebers Entscheidungsgewalt. Der Inhaber einer Vorsorgevollmacht kann beispielsweise Bankgeschäfte tätigen oder Verträge abschließen. Eine Vorsorgevollmacht, die zudem Grundstücks- oder Versicherungsbelange umfasst, bedarf normalerweise einer notariellen Beurkundung. Eine Vorsorgevollmacht Vorlage als Muster finden Sie ebenfalls bei uns!

Patientenvollmacht vs. Patientenverfügung

Patienten vollmacht und Patientenverfügung haben im Wesentlichen die gleiche Funktion: Eine Vertrauensperson oder soll im Ernstfall über die medizinische Behandlung des Vollmachtgebers oder Verfügungsverfassers entscheiden, wenn er nicht dazu imstande ist.

Der Unterschied liegt in der Praxis in der Regel beim Adressaten des Dokuments: Die Patientenverfügung richtet sich an die behandelnden Ärzte und zielt somit auf die Behandlung in lebensbedrohlichen Situationen ab, sie ist eine Willenserklärung gegenüber den behandelnden Ärzten. Die Patientenvollmacht hingegen überträgt die Entscheidungsbefugnis in solchen Situationen an eine dritte Person.
Sowohl Patientenvollmacht als auch Patientenverfügung müssen schriftlich verfasst, datiert und handschriftlich unterschrieben werden und bei Bedarf zugänglich sein – hier finden Sie unsere kostenlose Patientenverfügung Vorlage als PDF zum Download.

Hinweis: Unsere Vorlagen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Rechtsgültigkeit.