Pflegegrad beantragen - Mit unserer Vorlage als Muster
Pflegegrad beantragen: Vorlage als Muster
  • Jetzt Pflegeleistungen und Pflegegrad beantragen: Einfach Vorlage herunterladen, ausfüllen und einreichen.
  • Ein Pflegegrad ist Voraussetzung, um Leistungen der Pflegekasse in Anspruch nehmen zu können. Dazu ist es notwendig, einen Pflegegrad zu beantragen, der von den zuständigen Stellen bewilligt werden muss.
  • Antragssteller werden von einem Gutachter des MDK oder MEDICPROOF in Augenschein genommen. Über die Anerkennung eines Pflegegrads entscheidet die Pflege­versicherung auf Grundlage des Gutachtens.

Pflegegrad beantragen - Mit unserer Vorlage als Muster

Pflegegrad beantragen? Wir erklären, wie es geht, unterstützen Sie mit der passenden Vorlage und sorgen dafür, dass Sie rundum informiert sind! Jetzt

Wer pflegebedürftig ist, benötigt Unterstützung. Voraussetzung für Leistungen der Pflegeversicherung ist ein Pflegegrad, der bein der zuständigen Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung beantragt und von ihr bewilligt werden muss.
Erst wenn ein Pflegegrad anerkannt worden ist, haben Betroffene Zugriff auf ein breites Spektrum von Leistungen Ihrer Pflegeversicherung, die dazu beitragen können den eigenen Zustand zu stabilisieren oder zu verbessern.
Wir erklären, wie Betroffene oder pflegende Angehörige einen Pflegegrad beantragen können.
Hinweis: Bis Ende 2016 mussten Betroffene noch eine Pflegestufe beantragen, wenn sie pflegebedürftig wurden. An der Art der Beantragung allerdings hat sich kaum etwas geändert

Wann sollten Sie einen Pflegegrad beantragen?

Pflegebedürftigkeit kann unvermittelt eintreten – etwa als Folge eines Schlaganfalls, nach dem der Weg zurück ins Leben oft schwierig ist. Häufiger allerdings erleiden Betroffene ihre Einschränkungen nicht akut, sondern als Folge fortschreitender Alterserscheinungen. Meistens werden Angehörige als erste aufmerksam auf die abnehmende Selbständigkeit und Versorgungsfähigkeit der betroffenen Person, Hilfe im Alltag wird kontinuierlich wichtiger.
Bereits zu diesem Zeitpunkt sollte ein Antrag auf Pflegeleistungen bzw. Erteilung eines Pflegegrades eingereicht werden. Denn Pflegebedürftigkeit beginnt nicht mit Bettlägerigkeit, sie äußert sich in den allermeisten Fällen bereits in Form dauerhafter alltäglicher Einschränkungen. Sobald die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit dauerhaft herabgesetzt ist, können Sie einen Pflegegrad beantragen.

Prinzipiell sollten Sie nicht unnötig Zeit verlieren mit dem Antrag auf einen Pflegegrad. Wer lange zuwartet, ob sich die Situation nicht doch von alleine bessert, verzichtet im Zweifelsfall auf viel Geld, das ihm im berechtigten Fall zusteht. Leistungen der Pflegekassen können prinzipiell ab dem Monat der Antragstellung bewilligt werden, um in dringenden Fällen schnell eine Verbesserung der Situation zu bewirken. Ergänzend zu den Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse ist es generell sinnvoll, schon zu gesunden Zeiten eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die wichtigste Eingangsvoraussetzung zur Beantragung eines Pflegegrads ist, dass der Betroffene mindestens zwei der vergangenen zehn Jahre in die soziale Pflegeversicherung eingezahlt hat. In Frage kommen dafür alle gesetzlichen Pflegekassen und private Pflichtversicherungen, unabhängig davon, ob Sie als Angestellter gearbeitet haben oder als Beamter, Arzt oder Richter privat versichert gewesen sind. Der Antrag auf Pflegegrad ist kostenlos.

Wo kann ich einen Pflegegrad beantragen?

Antrag wird gestempelt
Pflegegrad beantragen: Nach der medizinischen Begutachtung entscheidet die zuständige Pflegekasse über die Zuerkennung eines Pflegegrads.

Der Antrag auf Bewilligung eines Pflegegrads wird bei der zuständigen Pflegekasse gestellt, die üblicherweise bei der eigenen Krankenkasse angesiedelt ist. Dazu ist es notwendig, dass der Pflegebedürftige den Antrag persönlich stellt, allerdings kann auch ein rechtlicher Betreuer oder ein Bevollmächtigter z.B. im Rahmen einer Vorsorgevollmacht den Antrag stellen.

Der Postweg reicht hierzu allerdings ebenso aus wie eine E-Mail, ein Fax oder ein persönlicher Anruf. Wir raten allerdings zur Schriftform, damit Sie belegen können, wann Sie Ihren Antrag gestellt haben, um ggf. zeitnah Leistungen in Anspruch nehmen zu können, das gilt für alle Pflegegrade (früher: Pflegestufen) und unabhängig davon ob Sie Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 oder Pflegegrad 5 beantragen. Briefe können an die eigene Krankenkasse mit dem Vermerk adressiert werden, dass der Antrag an die zuständige Pflegekasse weitergeleitet werden soll. Der Antrag kann formlos gestellt werden, ein Betreff „Antrag auf Leistungen der Pflegekasse“oder „Antrag auf Erteilung eines Pflegegrads“ genügt üblicherweise. Haben Sie einen formlosen Antrag gestellt, erhalten Sie das offiziell verbindliche Formular zum Antrag von Pflegeleistungen per Post.

Was gehört in den Antrag von Pflegeleistungen?

Egal, ob Sie einen Pflegedienst in Anspruch nehmen, in einem Pflegeheim untergebracht sind oder von Ihren Angehörigen versorgt werden, maßgeblich für den Antrag von Pflegeleistungen ist, welche Leistungen Sie konkret beantragen. Dazu sollten Sie möglichst konkrete Angaben machen können. Sie können den Umfang der Leistungen der Pflegekassen aber auch jederzeit mit einem Änderungsantrag erweitern oder verringern.

Wo erhalte ich Hilfe, wenn ich meinen Antrag ausfülle?

Da das Antragsformular eine Vielzahl versicherungstechnischer Fachbegriffe und Kategorien enthält, kann es sinnvoll sein, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen. Tatsächlich können Sie sich dazu auch direkt an Ihre Pflegekasse wenden, aber auch Pflegeberatungsstellen stehen Ihnen dazu zur Verfügung. Weitere Beratungsstellen finden Sie in unserem Ratgeberartikel zur Pflegeberatung. Kommen Sie mit dem Ausfüllen des Antrags nicht zurecht, muss Ihnen die Pflegekasse sogar innerhalb von zwei Wochen einen geeigneten Ansprechpartner nennen, an den Sie sich wenden können. Regulär steht Ihnen etwa das Zentrum für Qualität in der Pflege online oder telefonisch zur Verfügung, Privatversicherte können sich aber auch an das Portal Pflegeberatung.de der privaten Krankenversicherungen wenden. Es kann sinnvoll sein, gerade beim Erstantrag nur die notwendigsten Angaben zu machen und die tatsächliche Einstufung der darauffolgenden Begutachtung zu überlassen. Ein Muster für einen Antrag auf Pflegeleistungen finden Sie in unserer Vorlagen-Sektion.

Was passiert, nachdem ich den Antrag auf Erteilung eines Pflegegrads gestellt habe?

Nachdem Sie Ihren Antrag gestellt haben, wird ein offizieller Gutachter Kontakt mit Ihnen oder Ihrem Bevollmächtigten bzw. Ihrem rechtlichen Betreuer aufnehmen. Beim darauffolgenden Termin verschafft sich ein Gutachter vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) oder von MEDICPROOF (bei privat Versicherten) einen Eindruck von Ihrem tatsächlichen Zustand. Wie Sie sich auf den Termin der MDK-Begutachtung vorbereiten können, erläutern wir in unserem Begleitartikel.

Abschließend erhalten Sie einen Bescheid Ihrer Pflegekasse mit der Mitteilung, ob Ihnen einen Pflegegrad zugesprochen wurde und welchen Pflegegrad sie künftig in Anspruch nehmen können. Sollte Ihr Antrag abgelehnt werden, können Sie gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen, etwa mit unserer Vorlage für einen Widerspruch bei Ihrer Krankenkasse.

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