Testament: Vorlage als Muster

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Testament: Unsere Vorlage als Muster für ein Einzeltestament

Nutzen Sie unsere praktischen Muster für Ihr persönliches Einzel- oder Ehegattentestament (auch als Berliner Testament bekannt). Wenn Sie unsere Muster für Ihr eigenes Testament heranziehen möchten, sollten Sie allerdings die folgenden Aspekte beachten:

Das deutsche Recht schreibt eine gesetzliche Erbfolge vor. Warum sollten Sie sich also die Mühe machen und explizit ein Testament verfassen? Sie können selbst ein Testament aufsetzen, um Ihren Nachlass zu regeln, allerdings ist ein eigenhändiges Testament nur dann wirksam, wenn Sie es von Hand verfassen und eigenhändig unterschreiben! Es genügt nicht, ein Testament an der Schreibmaschine oder am Computer zu verfassen, es auszudrucken und zu unterschreiben. Ganz sicher gehen Sie, indem Sie Ihr Testament von einem Notar aufsetzen lassen, dabei handelt es sich dann um ein öffentliches Testament.
Während das eigenhändige Testament auf den ersten Blick komfortabler erscheint, ist ein öffentliches Testament nicht nur rechtssicher, es wird bereits vor Ihrem Ableben auch amtlich verwahrt. Der Finder eines eigenhändigen Testaments ist verpflichtet, es unverzüglich dem Nachlassgericht zukommen zu lassen. Diese Notwendigkeit entfällt beim öffentlichen Testament, denn dann hinterlegt der Notar das aufgenommene Testament beim Amtsgericht.

Wie zu Lebzeiten die Bedürfnisse der Menschen verschieden sind, so ist auch der letzte Wille eines Menschen individuell. Selbst in den harmonischsten Familien kann es zu Erbstreitigkeiten kommen, wenn der Verstorbene seinen letzten Willen nicht niedergelegt hat. Ein Testament bewahrt Ihre Angehörigen vor unerfreulichen erbrechtlichen Auseinandersetzungen. Ist kein Testament vorhanden, dann entfallen auf Ihre Angehörigen die rechtlich vorgeschriebenen Pflichtteile, Ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen werden jedoch nicht berücksichtigt. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre persönlichen Wünsche letztgültig festzuhalten.

Arten und Formvorschriften des Testaments

Es gibt zwei übergeordnete Arten des Testaments: das Einzel- und das Ehegattentestament. Dabei können Ehepartner auch jeweils ein Einzeltestament aufsetzen. Eine Sonderkonstellation des Ehegattentestaments ist so beliebt, dass sie einen eigenen Namen erhalten hat: das Berliner Testament. Hier regeln Ehepartner, dass zunächst der länger lebende Partner Alleinerbe wird. Erst nach seinem Tod werden die gemeinsamen Kinder als Erben eingesetzt. Die Besonderheit bei einem Ehegattentestament und ist, dass die gemeinsam getroffenen Regelungen bis zum Tod des länger Lebenden gelten - also über den Tod des erstversterbenden Ehepartners hinaus.

Handschriftliches Testament

Sowohl das Einzeltestament als auch das Ehegattentestament unterliegen Formvorschriften. Dabei ist zu unterscheiden, ob ein Testament handschriftlich oder öffentlich und notariell aufgesetzt worden ist. Bei größeren Vermögen, komplizierten Familienverhältnissen oder Streitigkeiten empfiehlt es sich, einen Anwalt oder Notar zu Rate zu ziehen.

Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge

Die gesetzliche Erbfolge beruht auf einem traditionellen Familienbild, sie ist darum nicht immer die ideale Wahl in modernen Lebenspartnerschaften. Außerdem regelt die Erbfolge nicht explizit, was an wen vererbt wird. Lediglich die Anteile am Vermögen sind festgelegt.

Ein weiteres Problem ohne Testament besteht im Zusammenhang mit der Erbschaftssteuer. Mit testamentarischen Regelungen lässt sich die Erbschaftssteuer in vielen . Fällen deutlich reduzieren. Darüber informieren wir Sie in dem Artikel: Erbschaftssteuer - Freibeträge und Wissenswertes.

Digitaler Nachlass

Je größer die Rolle wird, die das Internet einnimmt, insbesondere soziale Netzwerke und Onlinehändler, desto wichtiger wird auch die Regelung des digitalen Nachlasses. Die bestmögliche Lösung für die Regelung des digitalen Nachlasses ist eine tabellarische Aufstellung aller sozialer Netzwerke, Onlinehändler und andere Onlinedienste, bei denen ein Nutzerkonto vorhanden ist. Alle Informationen zur Regelung des digitalen Nachlasses finden Sie in unserem Artikel Digitaler Nachlass - BGH Urteil

Beerdigung im Testament regeln?

Weit verbreitet ist die Annahme, das Testament wäre das richtige Dokument, um die eigene Bestattung zu regeln. Doch nicht immer ist gewährleistet, dass das Testament tatsächlich schon vor der Beisetzung des Verstorbenen eröffnet wird. Unter Umständen werden die Vorstellungen des Verstorbenen nicht umgesetzt, weil kein Angehöriger oder Testamentsvollstrecker Gelegenheit hatte, die Beisetzungswünsche des Verstorbenen zur Kenntnis zu nehmen. Daher raten wir dazu, die eigene Beerdigung mit einer eigenen Bestattungsverfügung im Rahmen der Bestattungsvorsorge zu regeln.

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