Vorsorgevollmacht: Unser Muster für Ihre Vorsorge
Vorsorge­vollmacht: Vorlage als Muster
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Vorsorge­vollmacht: Unser Muster für Ihre Vorsorge

Wer wahrt im Ernstfall Ihre Interessen? Mit unserer Vorlage für Ihre Vorsorge­vollmacht regeln Sie Ihre rechtliche Vorsorge: Einfach ✓ Schnell ✓ Zuverlässig

Was ist die Vorsorgevollmacht?

Die Vorsorgevollmacht ist eine Vollmacht, durch die ein Bevollmächtigter den Verfasser der Vollmacht (Vollmachtgeber) in einem klar festgelegten Umfang rechtsgeschäftlich vertreten kann.

So kann jeder Betroffene durch seinen Bevollmächtigten rechtsgültige Willenserklärungen abgeben lassen, wenn er eigenständig dazu nicht mehr in der Lage und damit nach § 104 BGB nicht länger geschäftsfähig ist. Liegt eine gültige Vorsorgevollmacht vor, ist es darüber hinaus nicht nötig einen gerichtlichen Betreuer zur bestellen, der anderenfalls die Interessen des Betroffenen wahren würde. Nur mit Hilfe geeigneter Vorsorgedokumente ist sichergestellt, dass die nächsten Angehörigen zum Zuge kommen. Neben der Vorsorgevollmacht sollte jedoch auch eine Bankvollmacht erstellt werden. Diese erleichtert den Angehörigen den Zugriff auf das Konto des Vollmachtgebers im Todesfall oder falls die Pflegebedürftigkeit eintritt.

Info: Was bedeutet Geschäftsfähigkeit?

Während Rechtsfähigkeit bereits mit der Geburt eines Menschen erlangt wird, ist die Geschäftsfähigkeit an Bedingungen geknüpft. Nur wenn Menschen in der Lage sind, das Ausmaß und die Folgen von Rechtsgeschäften zu verstehen, sind sie geschäftsfähig.

Warum brauche ich eine Vorsorgevollmacht?

Eine Vorsorgevollmacht ist für so gut wie jeden sinnvoll. Denn anders als oft vermutet sind weder Eheleute noch Kinder oder Eltern von vornherein füreinander vertretungsberechtigt. Die Vorsorgevollmacht sorgt dafür, dass ein Angehöriger, Vertrauter oder eine andere Person die Interessen des Verfassers der Vollmacht wahrnehmen kann.

Die Vorsorgevollmacht greift bei ärztlicher Feststellung der dauerhaften Geschäftsunfähigkeit. Außerdem ist es möglich eine Vorsorgevollmacht mit einer Schweigepflichtsentbindung für behandelnde Ärzte zu verbinden, um sicherzustellen, dass die nächsten Angehörigen ad hoc ein zuverlässiges Bild der konkreten Situation des Betroffenen erhalten.

Dabei ist die Vorsorgevollmacht kein Blankoscheck: In wichtigen Fällen (beispielsweise zur Aufhebung eines Mietvertrages oder zur Einwilligung in risikoreiche ärztliche Maßnahmen) ist für eine wirksame Vertretung zusätzlich eine gerichtliche Genehmigung erforderlich.

Verkehrsunfall: Autowracks am Straßenrand
Notfälle treten oft unerwartet ein: Eine Vorsorge­vollmacht ist nicht nur sinnvoll im Krankheitsfall, sondern sollte bereits dann angelegt werden, wenn kein Anlass dazu besteht.

Was passiert, wenn ich keine Vorsorgevollmacht habe?

Habe ich keine Vorsorgevollmacht hinterlegt, wird im Ernstfall ein gerichtlicher Betreuer bestellt. Der vom zuständigen Betreuungsgericht ausgewählt und kontrolliert wird. Der gerichtliche Betreuer besitzt weniger Handlungsfreiheit als ein Bevollmächtigter, dafür ist sichergestellt, dass seine Entscheidungen unter Aufsicht erfolgen. Allerdings hat die gerichtliche Betreuung auch Nachteile: Auch bei größter Dringlichkeit müssen Gerichte ihrer Sorgfaltspflicht Rechnung tragen, die Einsetzung eines gerichtlichen Betreuers nimmt also deutlich mehr Zeit in Anspruch und kann zur Folge haben, dass ein Außenstehender mit der Wahrnehmung der eigenen Interessen beauftragt wird. Zwar kann in einer Betreuungsverfügung festgehalten werden, welche Vertrauensperson im Ernstfall als Betreuer bevorzugt wird – rechtlich bindend ist das jedoch nicht.

Das gesetzliche Betreuungsverfahren

Die gesetzliche Betreuung ist ein Fürsorgeverfahren, das vor einigen Jahren anstelle der früheren Entmündigung und der Vormundschaft getreten ist. Betreuung bedeutet im rechtsfürsorglichen Sinne, dass für einen erwachsenen Menschen ein Betreuer bestellt wird, der in einem genau festgelegten Umfang für ihn entscheidet und handelt. Ein Betreuer wird vom zuständigen Betreuungsgericht ausgewählt und kontrolliert.
Dabei nimmt seit einigen Jahren die Zahl derjenigen konstant ab, die durch Familienangehörige betreut werden - während die Fallzahlen professioneller Betreuung gleichzeitig steigen, wie eine Studie des Bundesjustizamtes zeigt.

Wie kann ich eine Vorsorgevollmacht verfassen?

Sie können eine Vorsorgevollmacht grundsätzlich von Hand und persönlich verfassen, sie mit Datum, Ausstellungsort und Ihrer Unterschrift versehen und an einem für alle Beteiligten leicht zugänglichen Ort hinterlegen. Sie müssen auch keinen Notar zu Rate ziehen, um eine gültige Vorsorgevollmacht aufzusetzen. Allerdings gilt es ein paar Punkte zu beachten:

  • Maßgebliche Voraussetzung für die Erteilung einer Vollmacht ist die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers zum Zeitpunkt des Verfassens. Die Vorsorgevollmacht soll ein konsistentes Bild der Wünsche und Vorstellungen einer Person vermitteln, wenn sie nicht mehr in der Lage ist, eigenverantwortliche Entscheidungen zu fällen und ihre Angelegenheiten selbst zu regeln.
  • Dazu muss sichergestellt sein, dass sich der Verfasser einer Vollmacht über ihre Auswirkungen im Klaren war, als er sie aufgesetzt hat. Ist der Betroffene bereits nur noch eingeschränkt geschäftsfähig (z. B. bei Demenz), kann er keine wirksamen Vollmachten mehr erteilen. Er kann allerdings immer noch eine Betreuungsverfügung aufsetzen. Unumgänglich ist die Schriftform; schon um sicherzustellen, dass alle Beteiligten auf einer gemeinsamen Entscheidungsgrundlage handeln können.
  • Wichtig: Eine Vorsorgevollmacht ist nur dann wirksam, wenn sie umfassend und präzise ist. Um ein gerichtliches Betreuungsverfahren zu umgehen, sollte sie auf jeden Fall erstellt und im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer hinterlegt werden. Solange die Vollmacht keine Immobilien- oder Kreditangelegenheiten umfassen soll, ist sie auch ohne differenzierte rechtliche Beratung mit geringem Aufwand gültig.

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Wer kann Bevollmächtigter werden?

Grundsätzlich kommt jede geschäftsfähige, volljährige Person als Bevollmächtigter in Frage, die das Vertrauen des Verfassers genießt. Eine entsprechende Vertrauensperson kann aus dem eigenen Familienkreis kommen, es kann aber auch ein langjähriger Freund, Rechtsbeistand oder Partner sein. Entscheidend ist, dass die Person vertrauenswürdig ist.

In vielen Fällen bevollmächtigen sich Ehepartner gegenseitig. Das ist aber bei älteren Menschen nicht in jedem Fall die beste Lösung, weil sie unter Umständen mit der Fülle der Aufgaben und der großen Verantwortung überfordert sind. Außerdem ist es möglich, dass der bevollmächtigte Partner selbst nicht oder nur eingeschränkt in der Verfassung ist, alle bevollmächtigten Verantwortlichkeiten auszufüllen.

Eine Vollmacht lässt sich immer für weitreichende Befugnisse oder aber nur für bestimmte Entscheidungsbereiche ausstellen – die Entscheidung darüber hat der Verfasser einer Vollmacht selbst. Es ist auch möglich, mehr als einen Bevollmächtigten einzusetzen, um die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und so eine zusätzliche Kontrollfunktion in die Vollmacht aufzunehmen. Wichtig ist es, mit allen benannten Bevollmächtigten bereits im Vorfeld zu sprechen, um nicht nur ihre Zustimmung für eine notwendigerweise große Verantwortung einzuholen, sondern auch, um sie über die wichtigsten eigenen Überlegungen rechtzeitig in Kenntnis zu setzen.

Intensivstation: Patienten in Betten werden ärztlich betreut
Je ernster die Lage, desto wichtiger ist eine umfassende Vorsorge. Im Idealfall werden Vorsorge­vollmacht und Patienten­verfügung gemeinsam aufgesetzt und hinterlegt.

Was ist der Unterschied zwischen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung?

Eine Vorsorgevollmacht erteilt einem oder mehreren Bevollmächtigten die Befugnis, den Vollmachtgeber gegenüber Dritten zu vertreten und in seinem Namen zu handeln. Sie verschafft Ärzten, Geschäftspartnern, öffentlichen Stellen und Versicherungen einen Ansprechpartner, der die Interessen des Betroffenen wahrt.

Die Patientenverfügung regelt die eigentliche Behandlung des Betroffenen. Bis zu welchem Punkt sollen lebenserhaltende Maßnahmen aufrechterhalten werden? Unter welchen Umständen ist das eigene Leben noch lebenswert? Mit welchen Maßnahmen bin ich einverstanden, welche kommen nicht infrage? Die Patientenverfügung schafft Gewissheit, dass im Ernstfall nur Mittel ergriffen werden, die der Betroffene vor sich selbst verantworten kann.

Welche Vorsorgemaßnahmen kommen außerdem in Frage?

Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht

Betreuungsverfügung

Regelt die eigenen Vorstellungen zur medizinischen Behandlung im Ernstfall. Ist als schriftliches Zwiegespräch zwischen Arzt und Patient zu verstehen, wenn letzterer selbst nicht mehr ansprechbar und entscheidungsfähig ist.

Regelt die rechtsgeschäftliche Vertretung im Ernstfall. Kann weitreichend oder eng umrissen auf medizinische Verantwortungsbereiche ausgestaltet werden. Gilt mit Feststellung der Geschäftsunfähigkeit ihres Verfassers.

Beinhaltet Vorstellungen ihres Verfassers zu Behandlung, Betreuung und Entscheidungsbefugnis. Hält fest, wen ihr Verfasser als gerichtlichen Betreuer wünscht. Ist nicht verbindlich, kann aber als zusätzliche Vorsorgemaßnahme für den Fall eingesetzt werden, dass ein Bevollmächtigter ausfällt.

Vorsorgevollmacht bei Krankenhausaufenthalt: Patienten in einem Krankenhaus
Bei akuter und ernsthafter Erkrankung genauso sinnvoll wie bei einem längeren Krankenhaus­aufenthalt: Die rechtliche Vorsorge - sie stellt sicher, dass Ärzte und Pflege­r immer einen Ansprechpartner haben.

Wann und wie lang gilt die Vorsorgevollmacht?

Die Vorsorgevollmacht tritt in Kraft, sobald der Vollmachtgeber nicht mehr geschäftsfähig ist. Jeder Betroffene kann festhalten, wie der Verlust der Geschäftsfähigkeit festgestellt werden soll: Entweder durch die schriftliche Bestätigung des behandelnden Arztes oder durch ein umfassendes ärztliches Gutachten. Damit die Vorsorgevollmacht überhaupt rechtsgültig ist, muss der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der Erteilung selbst geschäftsfähig gewesen sein.

Die Vorsorgevollmacht ist solange gültig, bis sie widerrufen wird. Sie kann (muss jedoch nicht) über den Tod des Verfassers hinaus gültig sein. Dann müssen die Erben die Vollmacht widerrufen. Eine solche Regelung kann sinnvoll sein, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Angelegenheiten des Verfassers auch nach seinem Tod bis auf Weiteres in seinem Sinne gehandhabt werden.

Wo sollte man die Vollmacht aufbewahren?

Damit eine Vorsorgevollmacht im Ernstfall greift, muss sichergestellt sein, dass sie schnell und einfach aufzufinden ist. Angehörige und Vertrauenspersonen, bzw. Bevollmächtigte, müssen im Bilde darüber sein, wo die Vorsorgedokumente aufzufinden sind. Außerdem müssen alle Beteiligten im Ernstfall auch Zugang zu den Dokumenten haben (z. B. Schlüssel vorab aushändigen). Unsere Empfehlung: Ergänzen Sie Ihre persönliche Vorsorge idealerweise mit einem Eintrag in das Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Hier werden alle Rahmendaten der persönlichen Vorsorge zentral hinterlegt und sind für behandelnde Ärzte jederzeit abrufbar.
Auf diese Weise ist dafür gesorgt, dass Ärzte und Justiz so früh wie möglich Zugriff auf die wichtigsten Informationen und Informationen zu geeigneten Ansprechpartnern erhalten.

Weitere Fragen

Was darf der Bevollmächtigte?

Ein Bevollmächtigter wird nicht kontrolliert, aber kann auch nicht einzig nach Gutdünken entscheiden:

  • Er muss nachweisen können, dass seine Handlungen im Einklang mit den Interessen des Vollmachtgebers stehen.
  • An Recht und Gesetz ist jeder Bevollmächtigte weiterhin gebunden.
  • Zu der Entscheidung für freiheitseinschränkende Maßnahmen, wie der Unterbringung in geschlossenen Einrichtungen, über die Nutzung von Bettgittern, Gurten zur Fixierung oder bei der Gabe ruhigstellender Medikamente muss in der Regel das Betreuungsgericht zustimmen.
  • Auch bei der Einwilligung in medizinische Maßnahmen gelten gesetzliche Grenzen. Besteht die Gefahr, dass der Betroffene infolge einer schweren, risikoreichen Behandlung oder Operation versterben oder dauerhaften Schaden nehmen könnte, muss der Bevollmächtigte den Eingriff vom zuständigen Betreuungsgericht genehmigen lassen.
  • Auch die dauerhafte Unterbringung in einem Heim oder freiheitsentziehende Maßnahmen müssen gerichtlich bewilligt werden.
  • Für Immobiliengeschäfte ist darüber hinaus eine notarielle Beglaubigung der Vorsorgevollmacht notwendig, ein Recht zur Eheschließung, Scheidung oder zur Wahrnehmung des Wahlrechts im Namen des Betroffenen besteht nicht.
  • Überschreitet der Bevollmächtigte seine zugestandenen Kompetenzen, können ihn Angehörige und / oder Erben später für seine Verfehlungen haftbar machen.

Gilt die Vorsorgevollmacht auch bei der Bank?

Viele Banken bestehen häufig auf der Ausstellung einer eigenen Kontovollmacht bzw. Bankvollmacht, obwohl es dafür keine Rechtsgrundlage gibt, wenn die Regelung der Bankgeschäfte ausdrücklich in einer Vorsorgevollmacht fixiert wurde. Auch gesetzliche Betreuer haben es im direkten Verkehr mit Banken häufig einfacher als Bevollmächtigte, die keine separate Bankvollmacht vorlegen können. Um sicherzustellen, dass ein Bevollmächtigter die Bankangelegenheiten des Betroffenen wahrnehmen kann, sollten Standardformulare für Kontovollmacht oder Depotvollmacht des jeweiligen Bankinstituts verwendet werden. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, sie vor Ort in der Bank in Gegenwart eines Bankangestellten zu unterzeichnen. Mit einer standardisierten Bankvollmacht darf die in der Vorsorgevollmacht benannte Vertrauensperson anschließend alle Geschäfte wahrnehmen, die mit der Konto- und Depotführung in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Dabei werden keine Befugnisse eingeräumt, die für den normalen Geschäftsverkehr nicht benötigt werden.

Kann ich mehrere Bevollmächtigte einsetzen?

In jeder Vorsorgevollmacht können mehrere Bevollmächtigte eingesetzt werden. Es ist auch möglich festzulegen, ob alle Bevollmächtigten den Verfasser einzeln vertreten dürfen oder nur gemeinsam in Absprache. Der Einsatz mehrerer Bevollmächtigter empfiehlt sich für den Fall, dass der ursprünglich Bevollmächtigte ausfällt, da sonst das Gericht einen rechtlichen Betreuer bestellt. Genauso können Unterbevollmächtigte eingesetzt werden. Sinnvoll kann auch der Einsatz eines neutralen Kontrollbevollmächtigten sein, der die Rechte des Verfassers gegenüber den Bevollmächtigten ausübt. Dieser Kontrollbevollmächtigte kann von allen Bevollmächtigten Rechenschaft verlangen oder die Vollmacht bei Missbrauch widerrufen.

Alles Wichtige zur Vorsorgevollmacht auf einen Blick

  • Eine Vorsorgevollmacht kann für alle rechtlich bedeutsamen Handlungen ausgestellt werden, die von einem Stellvertreter ausgeübt werden dürfen.
  • Höchstpersönliche Rechtsgeschäfte (Nachlassregelung, Eheschließung, Scheidung, Wahlrecht) können weiterhin nur vom Betroffenen selbst vorgenommen werden, sie können nicht von einem Bevollmächtigten ausgeübt werden.
  • Die Entscheidungsbefugnis über medizinische Behandlungen, eine dauerhafte Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung oder die Vertretung in Gerichtsverfahren muss explizit geregelt sein.
  • Entscheidungen über gefährliche (auch experimentelle) Behandlungsmöglichkeiten und die Unterbringung müssen auch bei der Vorsorgevollmacht von einem Betreuungsgericht vorab genehmigt werden. Das gilt auch bei Maßnahmen zur Fixierung oder Sedierung. Muss eine solche Entscheidung sofort gefällt werden, muss die Genehmigung des Betreuungsgerichts nachträglich, bzw. parallel eingeholt werden.
  • Sollen Vermögensgeschäfte durch den Bevollmächtigten geregelt werden, kann es sinnvoll sein, die Vorsorgevollmacht zusätzlich öffentlich (notariell) beglaubigen zu lassen. Für Immobiliengeschäfte, Unternehmenstransaktionen oder Kreditangelegenheiten ist in der Regel immer eine beglaubigte Vollmacht notwendig.
  • Obwohl Banken keinen Rechtsanspruch dazu geltend machen können, verlangen sie häufig die Vorlage einer eigenen Bankvollmacht, bzw. Kontovollmacht.

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