2024 Februar

vom 29.02.2024
Wie Afilio hilft, wenn wirklich etwas passiert
Wie Afilio hilft, wenn wirklich etwas passiert
Ihr Afilio-Ratgeber zu Vorsorge, Vermögen und Nachlass
Copyright: Monkey Business Images, Shutterstock

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir möchten Sie diesmal auf eine Reise durch die Geschichte von Afilio mitnehmen – von der Idee, Vorsorge ganz einfach online zu erledigen, bis zum umfassenden Angebot „für alle Fälle“, also den Notfall, Pflege­fall und Todesfall. Und warum wir das machen.

Sorgen Sie etwa vor, indem Sie Ihren digitalen Nachlass regeln. Erfahren Sie, was dazu zählt und weshalb das für Ihre Familie wichtig ist. Auch bei der Pflege von Angehörigen nehmen wir ein sensibles Thema in den Fokus: Depressionen im Alter. Wie können Sie Betroffene unterstützen und wo finden Sie professionelle Hilfe?

Ich hoffe, Ihnen gefällt unser aktueller Ratgeber.

Die Gründer von Afilio: Philip Harms, Richard Musiol und Till Oltmanns (v.l.n.r.)
 

Vor über sechs Jahren startete eine grüne Internetseite, die Vorsorge einfach macht. 2024 vertrauen mehr als 3,5 Millionen Familien Afilio. Was sie sich wünschen? Zusätzliche Hilfe in akuten Fällen: im Notfall, Pflege­fall und Todesfall. Also haben wir unser Angebot erweitert. Von der Gründungsidee bis zur brandneuen Webseite – das ist Afilio.

Afilio, die Vorsorge­plattform

Vorsorge leicht gemacht! Mit diesem Aufruf machten sich drei Freunde 2017 auf den Weg. „Wir hatten damals Angst, Menschen auf das Thema anzusprechen“, erklärt Gründer Till Oltmanns. „Doch in den ersten Gesprächen wurde klar, dass es mit zunehmendem Alter immer wichtiger wird, Dinge geregelt zu haben, falls etwas passiert.“ Die Idee, eine Plattform zu entwickeln, auf der Nutzer Vorsorge­dokumente ohne Anwalt oder Notar erstellen und jederzeit aktualisieren können, wurde geboren.

Ganzheitlich geschützt

Ziel war es zunächst, dass jeder Vorsorge schnell und einfach online abhaken kann. Doch mit der Zeit und der Einführung der AfilioPlus-Mitgliedschaft 2020 wurde immer klarer: Die Nutzer möchten einen ganzheitlichen Schutz gegen die größten Risiken des Lebens. Auch im akuten Fall, etwa einem Pflege­fall, wünschten sie sich Unterstützung.

Co-Gründer Philip Harms betont: „Zu helfen, Leistungen wie Pflege­geld einfach zu erhalten, war nur der Anfang. Wir wollen die Organisation der Pflege für unsere Mitglieder möglichst einfach, zugänglich und professionell gestalten. Dazu gehört auch persönliche Beratung.“

Schnelle Hilfe im Ernstfall

Bei einem Notfall, Pflege­fall oder Todesfall fühlen sich viele überfordert und alleingelassen. Denn häufig treten diese Fälle plötzlich und unerwartet ein. „Afilio möchte in diesen Fällen Lebensbegleiter und Ansprechpartner für Familien sein“, erklärt Oltmanns mit Blick auf die Zukunft. „Das macht unsere Mitgliedschaft noch wertvoller und wir können Menschen besser helfen.“ Dafür musste auch die Afilio-Webseite angepasst werden.

„Ohne Richard, unseren Mitgründer und Chef-Entwickler, gäbe es Afilio nicht“, so Oltmanns. „Im ersten Jahr hat er die Plattform fast im Alleingang entwickelt und mittlerweile ein tolles Produkt-Team aufgebaut.“ Schauen Sie gerne hier auf unserer neu gestalteten Seite mit Fokus auf den Not-, Pflege- und Todesfall vorbei.

Wer sind wir heute?

Hinter Afilio steckt ein stetig wachsendes Team aus über 50 Mitarbeitenden aller Altersklassen, die – ob Kundenservice, Technik, Design, Pflege- oder Versicherungsexperten und vieles mehr – täglich mit viel Herzblut daran arbeiten, Ihnen Vorsorge so einfach wie möglich zu machen, Sie zu informieren und im Akutfall zu unterstützen.

Mitgliedervorteile nutzen – mit AfilioPlus und AfilioFamilie

Der Schlüssel zur Hilfe in einer akuten Situation ist die Notfallkarte, auf der wichtige Dokumente und Informationen für Ärzte und Angehörige gespeichert sind. „Wenn ich gefragt werde ‚Was macht Afilio?‘, sage ich gerne ‚Afilio ist wie der ADAC, aber für den Fall, dass in der Familie etwas passiert‘,“ erklärt Oltmanns. Mit Einführung der qualifizierten elektronischen Signatur sind Patienten­verfügung und Vorsorge­vollmacht auf Wunsch nun auch als PDF rechtswirksam und direkt von der Notfallkarte abrufbar.

Mehr zu den Vorteilen der neuen E-Signatur erfahren Sie in unserem Artikel „Dokumente digital unterschreiben mit der QES“.

Info: Wir kümmern uns auch um die offizielle Registrierung der Dokumente im Vorsorge­register der Bundes­notarkammer.

Unterstützung im Pflege­fall

Im Pflege­fall reicht Afilio Ihren Pflege­gradantrag bei der Pflege­kasse ein, bereitet Sie auf die Pflege­begutachtung vor und hilft bei einem Widerspruch. „Über 30.000 Pflege­grade wurden bereits über uns beantragt“, so Harms. „Sie können außerdem Pflege­hilfsmittel kostenlos über Afilio beantragen – und werden regelmäßig mit einem Pflege­paket beliefert. Auch zu Hausnotruf, Badumbau, Treppenlift oder Pflege­kursen sind wir Ansprechpartner“, ergänzt der Gründer.

Tabuthemen ansprechen

Um nach dem Tod kein Chaos zu hinterlassen, bietet Afilio eine Testamentsanalyse. Zudem können Sie Ordnung in Ihren Nachlass bringen und Wünsche zur Bestattung festhalten. „In vielen Familien wird über solche Themen kaum gesprochen“, weiß Oltmanns. „Mit unserem Angebot und interessanten Artikeln möchten wir Sie dazu ermutigen, wichtige Dinge anzusprechen.“

Als weiteren Vorteil gibt es für Mitglieder Sonderkonditionen auf alle wichtigen Versicherungen, sodass sie sogar mehr Geld sparen, als die Mitgliedschaft kostet. 70.000 zufriedene Menschen und Familien profitieren bereits von unserer Mitgliedschaft.

Jetzt Mitglied werden

„Jeden Tag erreichen uns begeisterte Nachrichten und Bewertungen. Das ist eine großartige Bestätigung unserer Arbeit und motiviert uns, noch besser zu werden“, so Oltmanns. „Aber wir haben noch viel vor, etwa konkrete Hilfe und Unterstützung im Todesfall.“ Hier im Ratgeber erfahren Sie, sobald es Neuerungen gibt. „Danke, liebe Kunden, für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung!“

 

Vorteile für Afilio-Nutzer

So können wir Ihnen weiterhelfen!

Pflege­gradrechner: Ermitteln Sie die passenden Leistungen

Mit einem Pflege­grad erhalten Pflege­bedürftige und Angehörige bis zu 25.000 Euro im Jahr. Prüfen Sie schnell und einfach Ihren Anspruch auf Pflege­geld und holen Sie sich finanzielle Unterstützung. Ihren Pflege­gradantrag können Sie kostenlos mit Afilio stellen.

Pflege­grad berechnen
Notfallkarte für alle wichtigen Informationen

Bestellen Sie jetzt Ihre persönliche Notfallkarte und stellen Sie sicher, dass Dokumente und wichtige Informationen im Notfall direkt zur Verfügung stehen. Über einen Abrufcode können Ärzte und Angehörige auf die hinterlegten Unterlagen zugreifen und nach Ihren Wünschen handeln.

Mehr erfahren
Vorsorge­dokumente für die ganze Familie

Jeder Erwachsene in Ihrer Familie benötigt eine Patienten­verfügung und eine Vorsorge­vollmacht. Mit Afilio können Sie Vorsorge­dokumente für die ganze Familie erstellen – und jederzeit kostenlos aktualisieren.

Mehr erfahren

Bleiben Sie stets informiert und profitieren Sie von exklusiven Angeboten und täglichen Updates! Jeden Monat auf's Neue sind wir überwältigt von Ihrem positiven Feedback zu unserem Afilio-Ratgeber. Es ist großartig zu sehen, wie sehr Ihnen unsere Inhalte zu Vorsorge, Familie, Gesundheit und Finanzen gefallen. Aufgrund Ihrer positiven Rückmeldungen möchten wir Ihnen noch mehr bieten!

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Copyright: Thapana_Studio, Shutterstock

Hinterlassen Sie im Todesfall kein Chaos. Das gilt auch für Ihren digitalen Nachlass – etwa Online-Konten, Chats oder Bilddateien. Erfahren Sie, was zum digitalen Nachlass gehört und warum Vorsorge für Sie und Ihre Angehörigen wichtig ist.

Soziale Medien und Online-Dienste gehören für viele fest zum Alltag. Doch wer sich online begibt, hinterlässt Spuren. Kaum einer macht sich Gedanken darüber: Was passiert mit meinen digitalen Daten nach dem Tod? Dabei müssen sich Angehörige nicht nur um das klassische, sondern auch um das digitale Erbe kümmern.

Was zählt zum digitalen Nachlass?

Zum digitalen Nachlass zählen Konten, etwa ein Facebook-Konto mit geposteten Inhalten, Likes und Fotos. Aber auch Nachrichtenverläufe in Messengern wie WhatsApp, Bilder auf Instagram, Konten bei Online-Shops, E-Mail-Postfächer und gespeicherte Daten auf sämtlichen Endgeräten – Laptop, Handy etc. – zählen dazu.

Die Menge an Daten wird mit der Zeit immer größer. Viele bleiben auch nach dem Tod des Nutzers beim jeweiligen Anbieter gespeichert.

Wie wird digitaler Nachlass vererbt?

Nach aktueller Rechtsprechung wird der digitale Nachlass eines Verstorbenen auf gleiche Weise behandelt wie vererbte Gegenstände: Alle Rechte und Pflichten aus online geschlossenen Verträgen und Nutzerkonten gehen auf die Erben über. Sie müssen also auch mögliche Kosten übernehmen – etwa weiter Geld für Abonnements zahlen.

Wichtig: Regeln Sie daher frühzeitig Ihren digitalen Nachlass, um Ihren Angehörigen die Suche nach Konten und dazugehörigen Passwörtern zu ersparen.

Was kann ich zu Lebzeiten tun?

Gibt es keine Verfügung, müssen Angehörige nach Ihrem Tod Informationen und Zugangsdaten suchen oder Passwörter zurücksetzen. Um Stress zu vermeiden und nur einer Vertrauensperson Einblick in Ihre Daten zu geben, können Sie vorsorgen:

1. Listen Sie Ihre Geräte auf

Notieren Sie alle Geräte, auf denen digitale Daten gespeichert sind – etwa Computer, Laptop, Tablet oder Handy. Sind diese mit einem Passwort gesichert? Überlegen Sie, ob es wichtige Fotos oder Dateien darauf gibt und schreiben Sie auf, wo sich diese genau befinden. Denken Sie dran: Auch Fitnesstracker speichern Ihre Daten.

2. Notieren Sie alle digitalen Konten

Tragen Sie wichtige E-Mail-Konten, Benutzer-Accounts, Online-Abos und Verträge, die online verwaltet werden, zusammen. Notieren Sie Kennwörter und Passwörter. Legen Sie detailliert fest, was damit nach Ihrem Tod passieren soll. Welche müssen gekündigt und welche Daten sollen gelöscht werden? Sollen Profile in den sozialen Medien in einen Gedenkzustand versetzt werden, wie es bei Facebook möglich ist? Legen Sie auch fest, was mit den Dateien auf Ihren Endgeräten passieren soll.

Tipp: Misten Sie bei dieser Gelegenheit aus. Dateien und Accounts, die Sie schon lange nicht mehr genutzt haben, können Sie löschen oder auflösen.

Beispiele für mögliche Konten:

  • E-Mail-Dienste wie Google Mail, GMX oder web.de
  • Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Twitter
  • Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Skype
  • Cloud-Dienste wie Dropbox oder Google Drive
  • Shopping-Konten wie Amazon, Ebay oder Zalando
  • Streaming-Abos wie Netflix, Maxdome oder Spotify
  • Konten bei Bezahldiensten wie PayPal oder Klarna

Unser Tipp: Halten Sie Ihre Übersicht stets aktuell. Am einfachsten geht das mit Afilio. Hier können Sie Ihren digitalen Nachlass verwalten, aktualisieren, für eine Vertrauensperson freigeben und mitteilen, an welchem sicheren Ort sich Passwörter befinden.

3. Geben Sie an, wo sich Ihre Passwörter befinden

Bitte geben Sie Passwörter oder PIN-Nummern nie bei Afilio an, sondern teilen Sie nur die Information, wo Angehörige eine Übersicht Ihrer Passwörter finden. Sichern Sie Passwörter zum Beispiel auf einem verschlüsselten USB-Stick und die Zugangsdaten dazu im Safe oder Bankschließfach. Auch wenn Sie sich für einen Zettel entscheiden, geben Sie lediglich den Aufbewahrungsort an.

Info: Ein Passwortmanager kann Ihnen helfen, die Übersicht über die verschiedenen Passwörter auf Computer und Handy zu behalten.

5. Wählen Sie eine Vertrauensperson

Seien Sie sich bewusst darüber, dass Erben sämtliche digitale Daten einsehen und darüber verfügen können, einschließlich Unterhaltungen per E-Mail oder Chat. Welcher Person möchten Sie den Zugriff auf private Bilder und Informationen gestatten? Bestimmen Sie daher eine vertrauenswürdige Person, die sich um Ihren digitalen Nachlass kümmern soll. Am einfachsten geht das über Afilio.

Jetzt digitalen Nachlass verwalten

Copyright: Lucigerma, Shutterstock

Eine Depression gehört zu den häufigsten Erkrankungen der Psyche im Alter. Sie kann der Grund für einen Pflege­gradantrag sein – oder aus Pflege­bedürftigkeit entstehen. Und nicht zu vergessen: Auch für pflegende Angehörige ist die Situation belastend. Wir klären auf und informieren, wo Sie Hilfe bekommen.

Niedergeschlagen und antriebslos

Ältere, Alleinstehende und Pflege­bedürftige haben ein erhöhtes Risiko, eine Depression zu entwickeln. Wer daran erkrankt ist, hat in der Regel Probleme, den Alltag zu bewältigen. Betroffene fühlen sich traurig, nutzlos, können sich schwer konzentrieren und häufig schlecht schlafen. Sie haben kaum Antrieb, keinen Spaß an Aktivitäten oder generell am Leben und manche entwickeln Ängste.

In der häuslichen Pflege gilt es, eine Depression zu erkennen, mit Geduld und Fingerspitzengefühl zu reagieren und professionelle Unterstützung zu suchen.

Übrigens: Depressionen können sich auch körperlich äußern – mit Schmerzen, Verspannungen, Luftnot, Herzrasen oder Verdauungsbeschwerden. Manche Menschen haben wenig Appetit und verlieren an Gewicht.

Was können Sie tun?

Herausfordernd für pflegende Angehörige kann es sein, wenn Betroffene niemanden an sich heranlassen, Hilfe ablehnen, aggressiv werden oder sich stetig beklagen. Bedenken Sie jedoch: Depression ist eine Krankheit. Bewahren Sie Ruhe und bewerten Sie das Verhalten nicht als Undankbarkeit oder böse Absicht.

Ganz wichtig: Eine Depression muss erkannt und behandelt werden. Angehörige können Liebe und Zuwendung geben, aber die Depression nicht heilen. Der erste Weg führt daher zum Arzt, um eine Diagnose zu erhalten. Eine passende Therapie hilft dann, den Teufelskreis aus Passivität und negativen Gefühlen zu durchbrechen. Doch das braucht Zeit. Angehörige können parallel eine wichtige Stütze sein.

So begleiten Sie Menschen mit Depression:

  • Ernst nehmen: Zeigen Sie durch Worte und Gesten, dass Sie Verständnis haben.
  • Mitgefühl zeigen: Seien Sie empathisch, ohne das Gefühl zu vermitteln, mitzuleiden.
  • Gesprächsbereit sein: Seien Sie offen für Gespräche, ohne zu drängen.
  • Zuversicht schenken: Erklären Sie, dass eine Depression heilbar ist.
  • Nähe geben: Berührungen, Umarmungen, Eincremen oder Massagen sind manchmal wohltuender als Worte.

Achten Sie darauf, dass der Betroffene ausreichend trinkt, isst und sich an der frischen Luft bewegt. Gemeinsames Essen stärkt in der Regel den Appetit.

Info: Depression und Demenz können sich ähnlich äußern, manchmal treten sie auch gemeinsam auf, daher ist eine Diagnose so wichtig.

Aktivierende Pflege: So geht’s

Wichtig ist, dem Alltag der depressiven Person eine Struktur zu geben. Helfen Sie, Tages- und Wochenpläne zu erstellen. Planen Sie regelmäßige Spaziergänge, gemeinsame Einkäufe oder anregende Momente wie Singen, Musik hören, Lesen, Stuhlgymnastik oder Spielen ein. Auch bei leichter Hausarbeit kann der Betroffene mitmachen, etwa beim Wäsche aufhängen.

Muntern Sie zu kleinen Aktivitäten und freudigen Momenten auf – ohne zu überfordern – und nehmen Sie nicht alles ab. Denn Erfolge stärken das Selbstwertgefühl. Aber beachten Sie: An Depression Erkrankte brauchen auch viel Ruhe!

Info: Das Prinzip der aktivierenden Pflege kann ebenso helfen, Depressionen im Alter vorzubeugen.

Die eigene Gesundheit im Blick

Einen Angehörigen zu pflegen, kann belastend sein – körperlich wie emotional. Leidet dieser an einer Depression, sind die Herausforderungen umso größer. Daher brauchen auch Pflege­nde Hilfe und Pausen. Achten Sie also auf Ihre Gesundheit!

Das Online-Schulungsangebot der Stiftung Deutsche Depressionshilfe soll dabei unterstützen, die Belastung für pflegende Angehörige zu reduzieren.

Pflege­gradantrag wegen Depression

Mit der Pflege­reform 2016 wurde der Pflege­begriff um psychische und kognitive Erkrankungen erweitert. Bei einer Depression braucht die Person etwa Hilfe beim Aufräumen und der Körperpflege, muss an die Einnahme von Medikamenten oder an Termine erinnert werden. Selbst wenn keine weiteren Erkrankungen vorliegen, kann bei Depression daher ein Pflege­grad (meist Pflege­grad 1) anerkannt werden, damit Betroffene von Leistungen der Pflege­kasse profitieren.

Auch eine Höherstufung ist aufgrund einer Depression bei bereits bestehendem Unterstützungsbedarf möglich.

Tipp: Seien Sie bei der Begutachtung ehrlich und legen Sie am besten Diagnosen, Gutachten und Behandlungs­pläne vor.

Pflege­grad berechnen

Gut zu wissen

Der Facharzt kann psychiatrische Pflege durch einen spezialisierten ambulanten Pflege­dienst verordnen. Beratung und Hilfe zur Vermittlung leistet der Sozialpsychiatrische Dienst der jeweiligen Gesundheitsämter.

Sie oder ein zu pflegender Angehöriger leiden an einer Depression? Hier finden Sie hilfreiche Anlaufstellen:

Stiftung Deutsche Depressionshilfe: 0800 / 33 44 533

Gesund & aktiv älter werden (BzGA)

Telefonseelsorge: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222

Psychotherapiesuche

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

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