Rente ohne Alarmismus, ein Denkanstoß zum Leben nach dem Tod – und zehn Tipps gegen Demenz
Damit Ihr Wille zählt.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in Theodor Storms Novelle „Die Söhne des Senators“ lässt ein Bruder eine Mauer zwischen den Häusern hochziehen, so dass der andere im Schatten sitzt. Eine „steinerne Gardine“ – errichtet nicht aus Hass, sondern aus verletztem Stolz und Scham. Am Anfang stand nur ein ungeregeltes Erbe. Darin steckt eine wahre Beobachtung: Die höchsten Mauern zwischen Menschen entstehen selten mit Absicht. Sie wachsen aus dem, was wir aufschieben und unausgesprochen lassen. Genau davon handelt diese Ausgabe. Stefan Schmitz zeigt zum Tag des Testaments am 13. September, was passiert, wenn wir unseren Nachlass einfach dem Gesetz überlassen.
Trauerbegleiter Matthias Kopp nimmt in unserer Webinar-Aufzeichnung die Angst vor dem Unausgesprochenen: Wer Trauernden beistehen will, braucht nicht die richtigen Worte – die gibt es ohnehin nicht. Und Christine Frischke porträtiert Elke, die nach dem Tod ihres Freundes keine Mauern hochzog, sondern Türen öffnete: Sie gründete kurzerhand ihre eigene Senioren-WG.
Warum außerdem der Schlaf ab der Lebensmitte so häufig leidet – und was dann wirklich hilft – erklärt Wissenschaftsjournalistin Martina Janning.
Wirtschaftsjournalist Andreas Hoffmann widerspricht im Interview der These, die alternde Gesellschaft bringe den Sozialstaat zwangsläufig ins Wanken. Er erklärt, warum Rentenpolitik vor allem Arbeitsmarkt-, Migrations- und Innovationspolitik ist – und warum die Angst vor der Zukunft historisch selten berechtigt war.
Der Wirtschaftsjournalist Andreas Hoffmann, selbst Volkswirt und seit Jahrzehnten professioneller Beobachter der Sozialpolitik, hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben: “Die erfundene Bedrohung. Wie die alternde Gesellschaft dramatisiert wird und wem das nützt.” Darin attackiert er mit viel Schwung die These, dass die Rentenversicherung ein Sanierungsfall sei und eine grundlegende Reform unumgänglich. Das Buch steht auf der Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis, der im Oktober vergeben wird.
Es gibt in Deutschland immer weniger junge Menschen und immer mehr alte. Und diese Alten werden auch noch immer älter. Wie kann das gut gehen?
Es kann wunderbar funktionieren. In Japan zum Beispiel wächst die Wirtschaft, das Land ist innovativ. Und das, obwohl es um Millionen Menschen schrumpft, die Leute im Schnitt noch älter sind als in Deutschland und die Frauen weniger Kinder bekommen. Das zeigt: Es ist nicht die Demografie, die den Sozialstaat aushebelt. Diese ganze Untergangserzählung ist Quatsch.
In der Rentenkommission waren sich aber alle führenden Experten - von links bis rechts und von jung bis alt - einig: Wir brauchen eine ganz grundlegende Reform unserer Rente. Offenbar gibt es doch große Probleme.
Aber das Problem ist nicht die Rente. Als Antwort auf die Herausforderungen reicht es nicht, an der Rente mit 63 herumzuschrauben oder ein neues Gesamtversorgungsniveau zu definieren. Rentenpolitik ist Migrationspolitik, die neue Beitragszahler ins Land lässt. Rentenpolitik ist Frauenpolitik, weil sie ermöglichen muss, dass Mütter mehr arbeiten können. Rentenpolitik ist Produktivitäts- und Innovationspolitik, damit unsere Unternehmen auch in Zukunft genügend Jobs anbieten können, um den Sozialstaat zu finanzieren. Rentenpolitik ist…
….letztlich funktioniert der ganze Sozialstaat nur, wenn die Wirtschaft funktioniert. Und eben nicht, wenn sie es nicht tut.
Damit sie aber funktioniert, muss sich etwas ändern. Wenn wir zu wenige Köpfe haben in diesem Land, was ja viele behaupten: Warum nutzen wir die Köpfe nicht, die wir haben? Wir haben etwa 2,8 Millionen junge Leute zwischen 18 und 32 Jahren, die keine vernünftige Ausbildung haben und um die sich keiner kümmert. Man kann natürlich eine Rentenreform machen. Aber das ist nicht entscheidend, denn die letzten 20 Jahre haben gezeigt, dass die Rente nicht durch kleinteilige Reformen wie die Rente mit 67 oder die Riesterrente gerettet wurde, sondern durch den Arbeitsmarkt und durch Zuwanderung.
Man könnte auch sagen, sie sei durch Glück gerettet worden. Denn ohne dass jemand die Absicht hatte, hat sich der Arbeitsmarkt verändert und es gab Millionen neue Beitragszahler. Aber ist Glück nicht für die Zukunft eine etwas unzuverlässige Strategie gegen schon jetzt erkennbare Herausforderungen?
Es stimmt, dass die Prognosen für die Zukunft nicht schön aussehen. Wahr ist aber auch, dass die Prognosen für die Zukunft immer schlecht ausgesehen haben. Schon in den 1930er Jahren hat der Bevölkerungswissenschaftler Friedrich Burgdorf gesagt, dass Deutschland schrumpfen werde, dass wir Ende des Jahrhunderts nur noch 47 Millionen Deutsche sein werden. Heute leben 84 Millionen im Land. Das Statistische Bundesamt hat 2003 gesagt, dass Deutschland schrumpfe, sei ein unausweichlicher Prozess und nicht zu stoppen. Seit 2010 sind wir um 3,4 Millionen Menschen gewachsen. Was ich damit sagen will, ist, dass niemand die Zukunft kennt.
Der Kanzler scheint da schon eine Vorstellung zu haben, wenn er sagt, die Rente sei auf dem Weg zu einer Basisabsicherung und man solle sich jedenfalls nicht allein auf sie verlassen.
Das muss nicht so sein. Wir haben es in den letzten Jahrzehnten doch geschafft, die Kosten in den Griff zu kriegen. Wir geben vom Bruttoinlandsprodukt einen schrumpfenden Teil für die Rente aus - obwohl wir mehr Rentner haben, die im Schnitt länger leben. Das ist ein weltweit ganz ungewöhnlicher Trend, der übrigens nichts mit der Rente mit 63 zu tun hat. Bei der geht es um nicht mehr als ein Prozent der Rentenausgaben. Sie taugt dazu, die Emotionen anzuheizen, spielt wirtschaftlich aber keine Rolle. Wir müssen uns endlich um die tatsächlichen Probleme kümmern und nicht um die Mythen, die sich um die Demografie ranken. Wir können bis 75 oder 80 arbeiten, trotzdem werden die Chinesen unsere veralteten Verbrennerautos nie wieder kaufen.
Wenn die Rentenreform letztlich nicht entscheidend ist, warum wird dann mit so viel Herzblut um sie gestritten?
Es geht bei der Rente nicht um Fakten. Es geht um Geschichten. Es geht um das Verhältnis der Generationen - und das ist immer sehr emotional. Man kann sehr sachlich über viele Probleme diskutieren. Aber normalerweise sagen die einen, ihr Alten kriegt die Superrenten und jetzt die Rente mit 63 noch als Sahnehäubchen. Die anderen sagen, ihr Jungen habt noch nie richtig gearbeitet, und jetzt hetzt ihr den 65-Jährigen Dachdecker die Leiter hoch. Für die Medien ist das ein Geschenk.
Junge Leute - zum Beispiel aus der eigentlich nicht sehr rebellischen Unionsfraktion im Bundestag - fühlen sich aber ganz real übervorteilt. Sie glauben, dass ihre Generation durch die Rentenpolitik benachteiligt wird gegenüber denen, die heute in Rente sind oder es bald sein werden.
Wo werden denn die jungen Leute benachteiligt heute? Ich kann mich erinnern, dass es solche Berichte schon in den 80er Jahren gab. Der zweite Punkt ist, dass die jungen Leute von heute weniger Rentenbeitrag zahlen als die vor 30 Jahren. Sie sind also weniger belastet worden und nicht mehr, obwohl wir Millionen Rentner mehr haben. Richtig ist, dass die Krankenversicherungsbeiträge und die Pflegebeiträge gestiegen sind - die bezahlen aber auch die Rentner. Was die Alterungskosten angeht, gibt es keine zusätzliche Belastung der jungen Leute.
Die Sorge richtet sich ja auch mehr in die Zukunft. Auf die Zeit, wenn die heute Jungen alt sind. Sie fürchten, dass dann niemand mehr ihre Rente bezahlen wird.
Wie die Zukunft aussieht, wird davon abhängen, welche Innovation, welche Produktivität wir erreichen und wie unsere Wirtschaft da steht. Denn wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, dann nützt die beste Rentenkürzung nichts.
Eltern versuchen ja immer, ihren Kindern mehr Wohlstand und bessere Chancen mitzugeben, als sie von ihren Eltern bekommen haben. Können die heute über 60-Jährigen sagen, dass sie diesem Anspruch insgesamt gerecht geworden sind?
Das ist eine sehr gute und schwierige Frage. Klar, wir haben sicherlich Raubbau an den Ressourcen betrieben. Aber vieles von dem, was heute möglich ist, haben die Boomer erst durchgesetzt. Gesellschaftlich ist vieles vorangegangen. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Boomergeneration vieles von den Werten, die sie erarbeitet hat, auch vererbt. Da geht es um Hunderte Milliarden im Jahr.
Ein Stereotyp ist das Bild vom ergrauten Paar, das an Bord eines Kreuzfahrtschiffes Champagner schlürft.
Viele sogenannte Dokumentationen suggerieren, der klassische Boomer lebe in Saus und Braus und schere sich nicht darum, ob für die Nachfolgenden noch ein bewohnbarer Planet übrig bleibt. Aber es sind sehr unterschiedliche Leute, die die Erde ausplündern. Das hat erstmal nichts mit der Zugehörigkeit zu einer Generation zu tun. Es ist eher eine Frage von arm und reich. Die Geschichte “jung gegen alt” ist schön zu inszenieren, stimmt aber so nicht. Die Welt ist etwas komplexer. Es gibt den Azubi oder den Studenten, der nicht weiß, wie er seine Wohnung finanzieren kann. Es gibt aber auch junge Erben, die in London oder New York studieren und ein Loft im Prenzlauer Berg leer stehen lassen. Bei den Alten ist es ähnlich. Da gibt es großen Reichtum. Aber neun von zehn alleinlebenden Frauen über 65 haben weniger als 2000 Euro brutto im Monat - die jetten nicht von den Malediven nach Mallorca.
Jenseits aller Fragen nach dem Sozialstaat und seiner Finanzierung hat die Alterung der Bevölkerung vielfältige Folgen. Was unterscheidet eine alte Gesellschaft wie unsere von einer jungen Gesellschaft?
Alte Gesellschaften sind gute Gesellschaften, weil sie gut organisiert sind, weil sie einen ausgebauten Sozialstaat haben. Sie sind oft innovativ und haben eine Verwaltung, auf die man sich meistens verlassen kann. Wenn man sich anschaut, wo Innovationen stattfinden, dann finden die in der Regel in alten Ländern statt, weil Innovationen einen institutionellen Rahmen brauchen. Sie brauchen ein gutes Bildungssystem und Rechtssicherheit, Finanzierungsquellen und einen wirkungsvollen Patentschutz. Über all das verfügen ältere Gesellschaften.
Der oder die schlaue 28-Jährige ist also nicht schlecht aufgehoben an einer Universität in einem Land voller Greise?
Davon bin ich überzeugt. Weil die Institutionen in jungen Gesellschaften oft nicht ausreichen, damit Kreativität und Erfindergeist sich auch entfalten und wirksam werden können. Länder wie Afghanistan, Mali oder Nigeria haben eine sehr junge Bevölkerung - aber innovativ sind sie deshalb noch lange nicht. Jugend allein reicht nicht.
Andreas Hoffmann: Die erfundene Bedrohung. Wie die alternde Gesellschaft dramatisiert wird und wem das nützt, Goldegg Verlag, 240 Seiten, 23,50 Euro
Ohne Testament entscheidet das Gesetz nach veralteten Regeln. Wer erbt, in welchem Anteil, und wer plötzlich mit am Tisch sitzt, hat dann nichts mehr mit Ihren Wünschen zu tun.
Ob Sie Ihr Testament selbst verfassen oder zum Notar gehen: Wir begleiten Sie durch die Fragen, die Sie vorher beantworten müssen.
Ein Denkanstoß über Körper, Seele und das, was von uns bleibt: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und was meinen wir eigentlich, wenn wir „ich“ sagen – unseren Körper, unser Bewusstsein, oder das, was wir in der Welt bewirkt haben?
„Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“ Mit diesem christlichen Glaubensbekenntnis sind Generationen in Europa aufgewachsen. Die Frage nach einem Leben nach dem Tod war damit schon im Kindesalter beantwortet.
Viele sprechen diese Worte heute noch und meinen sie. Die Mehrheit in unserem Land aber nicht mehr. Das kann man bedauern oder begrüßen. Unbestreitbar ist, was daraus folgt: Wir dürfen anders als unsere Vorfahren selbst beantworten, wie wir zu Tod und Vergänglichkeit stehen. Wir müssen es sogar. Ist alles vorbei, wenn das Blut nicht mehr in den Adern pulsiert? Oder geht es dann erst richtig los?
Als diese Frage vor unserem Webinar mit Trauerbegleiter Matthias Kopp eingereicht wurde, stand sie ganz nackt da: „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ Kein Katechismus davor, kein Pfarrer danach. Nur jemand, der nach einer Antwort sucht. Aber wo fängt man damit an?
Gibt es mein Leben nach dem Tod?
Meistens fangen wir dort an, wo die alten Antworten aufgehört haben: beim Ort. Gibt es einen Himmel? Ein Jenseits? Ein Nichts? Aber vielleicht ist das schon zu weit gegriffen. Mich interessiert doch, ob es mein Leben nach dem Tod gibt. Muss ich dafür nicht zuerst wissen, was da eigentlich weitergehen soll? Was meine ich, wenn ich „mein Leben“ sage? Meinen Körper? Das, was in ihm denkt und fühlt? Oder noch etwas anderes?
Wenn ich mein Körper bin
Die nüchternste Antwort zuerst. Ich bin dieser Körper. Dieses Gesicht, dieser Herzschlag, dieses Gehirn. Der Tod wird schließlich genau daran festgemacht: Das Herz steht still, das Gehirn zeigt keine Aktivität mehr, ein Arzt notiert die Uhrzeit. Wer sich ausschließlich mit seinem Körper identifiziert, hat die Frage damit beantwortet. Nein. Mein Leben endet mit meinem Tod. Per Definition.
Der griechische Philosoph Epikur fand gerade darin etwas Beruhigendes. Solange ich da bin, schrieb er, ist der Tod nicht da. Und wenn der Tod da ist, bin ich nicht mehr. Es gibt also keinen Moment, in dem ich meinem eigenen Tod begegne. Wovor soll ich mich dann fürchten?
Wenn ich meine Seele bin
Die wohl älteste Antwort der Menschheit lautet jedoch anders. Ich bin nicht der Körper, sondern das, was aus ihm herausschaut. Mein Bewusstsein, mein Geist, meine Seele. Der Körper ist nur die Hülle, in der dieses „Ich“ gerade wohnt.
Von dem Körper, den Sie mit sechs Jahren hatten, ist kaum noch etwas übrig. Die meisten Zellen wurden längst ausgetauscht. Die Hirnzellen übrigens auch - und meist auch der Großteil der Gedanken, die dort zuhause sind. Trotzdem sagen Sie „ich“ und meinen denselben Menschen. Jede Nacht schlafen Sie ein, jeden Morgen wachen Sie auf und sind es immer noch. Was ist das, das da gleich bleibt, während sich alles andere verändert? Wer glaubt, dass dieses Ich-Gefühl den Körper überdauert, stellt eigentlich nur eine weitere Frage: Warum sollte ausgerechnet der Tod der erste Bruch sein, den es nicht übersteht?
Der Schafberg am Mondsee, Österreich; eigenes Foto
Die Wissenschaft hat darauf keine Antwort, nur Theorien. Niemand hat je ein Bewusstsein gesehen, auch kein Hirnforscher. Er sieht, wo es im Gehirn leuchtet. Nicht, was da leuchtet. Ich habe schon öfter gehört, dass Menschen die Demenz als Beleg dafür anführen, dass der Geist schon vor dem Tod weg sein kann. Wenn das „Ich“ das Bewusstsein ist, dann zeige die Demenz, dass es verschwinden kann, Stück für Stück, noch zu Lebzeiten. Und dass am Ende eben nichts mehr bleibt. Ich sehe es umgekehrt. Dass wir unsere Liebsten weiter besuchen, obwohl sie uns nicht mehr erkennen, ist für mich der Beweis, dass ein Mensch für uns viel mehr ist als seine geistigen Fähigkeiten. Wir sitzen an dem Bett, halten eine Hand und meinen damit jemanden, der weder sein Körper noch sein Verstand ist.
Wenn ich bin, was ich bewirke
Wer ist es dann, den wir da meinen? Wenn wir über das Leben eines Menschen sprechen, sprechen wir nie über seinen Herzschlag. Und selten über seine Seele. Wir sprechen darüber, was wir mit ihm erlebt haben, wie er gelacht hat, was er uns in einem schweren Moment gesagt hat, wie er den Garten in Ordnung gehalten hat.
Dieses Leben, das wir da beschreiben, liegt nicht mit ihm im Krankenbett. Es ist längst überall. In der Redewendung, die wir von ihm übernommen haben, ohne es zu merken. In der Art, wie wir mit unseren Kindern reden, weil er so mit uns geredet hat. In dem Garten, der immer noch blüht. Sein Leben hat sich in uns und in der Welt niedergelassen.
Wenn „mein Leben“ auch das ist, was ich bewirke, dann findet es nicht nur in mir statt. Es findet dort statt, wo ich etwas verändert habe. In Menschen. In Dingen. In einer Welt, die ohne mich eine andere wäre.
Und an diesen Teil meines Lebens kommt der Tod nicht heran. Denn er ist bereits geschehen. Viktor Frankl, über den ich hier schon einmal geschrieben habe, erzählte darüber, wie wir Momente hineinschaffen in die Vergangenheit: „Dort sind sie ja nicht unwiederholbar verloren, sondern sie sind unverlierbar geborgen.“ Ein Teil meines Lebens liegt demnach längst in Sicherheit.
Eine Frage an die Gegenwart
Vielleicht ist die Frage nach dem Leben nach dem Tod deshalb weniger eine Frage über das Danach als eine über das Jetzt. Womit identifiziere ich mich heute?
Nur mit meinem Körper: Dann endet mein Leben mit meinem Tod. Mit meiner Seele: Dann darf ich hoffen, und niemand kann mir diese Hoffnung nehmen. Mit dem, was ich in der Welt bewirke: Dann geht mein Leben weiter, ganz sicher.
Vergangene Woche war Matthias Kopp in unserem Live-Webinar zu Gast und hat mit uns darüber gesprochen, was Trauer mit Menschen macht. Er begleitet Trauernde seit Jahren als Trauerbegleiter und Coach und hilft ihnen, ihren eigenen Weg durch die Trauer zu finden.
Die Aufzeichnung können Sie sich jetzt kostenlos ansehen. Hinweis: Für Mitglieder gab es im Anschluss eine exklusive Fragen-Runde, diese bleibt exklusiv.
Aufzeichnung: Individuelle Wege durch die Trauer
Mit Matthias Kopp (Trauerbegleiter)
Was Trauer mit uns macht und warum es dabei kein „richtig“ gibt
Wie Sie trauernde Angehörige begleiten, ohne die passenden Worte suchen zu müssen
Fast die Hälfte aller Demenz-Erkrankungen ließe sich durch Prävention vermeiden.
Entscheidend ist vor allem der Schutz vor Schlaganfall und anderen Hirnschäden.
Unsere 10 Tipps zeigen, wie Sie im Alltag vorbeugen können – von Bewegung bis Geselligkeit.
Kaum eine Krankheit wird so gefürchtet wie die Demenz - sie trifft den Kern der Persönlichkeit: Das Gedächtnis schwindet wie das Denken, die Orientierung geht verloren, das Leben entgleitet. Glaubt man der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, leben hierzulande rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. „Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt", warnt die Organisation, „wird sich die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf 2,3 bis 2,7 Millionen erhöhen".
Der Befund sorgte für Überraschung: In einer 2025 veröffentlichten Analyse fand ein deutsches Forscherteam anhand von Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenkassen heraus, dass die Zahl der neu aufgetretenen Demenzfälle bei Personen über 65 Jahre von 2015 bis 2022 um mehr als ein Viertel (25,7 Prozent) gesunken ist. Anders als aufgrund der Alterung der Gesellschaft erwartet, ging auch die Gesamtzahl der dokumentierten Demenzfälle in Deutschland zurück. Sie sank von 1,56 Millionen im Jahr 2025 auf 1,43 Millionen im Jahr 2022.
Was ist Demenz?
Demenz ist keine Krankheit mit klarer Ursache und Diagnose wie etwa Gürtelrose oder Lungenkrebs. Demenz ist ein Oberbegriff für einen Krankheitszustand, der viele verschiedene Ursachen und Formen haben kann.
Die häufigste Ursache sind Durchblutungsstörungen des Gehirns. Im schlimmsten Fall kommt es zum Schlaganfall. Pro Jahr trifft er in Deutschland rund 270.000 Menschen. Zwar gelingt es Ärzten heute, viele Betroffene zu retten. Doch fast jeder dritte Überlebende entwickelt im Laufe der folgenden Monate oder Jahre einen demenzähnlichen Zustand oder eine Demenz.
Weitere Ursachen für eine Demenz sind schwere chronische Schädigungen des Gehirns. Zu den häufigen Auslösern gehören Hirnblutungen, wiederholte Kopfverletzungen (Chronische Traumatische Enzephalopathie), jahrelanger übermäßiger Alkoholkonsum (Korsakow-Syndrom) und die dauerhafte Einnahme von starken Schlaf- und Beruhigungsmitteln (Benzodiazepinen) wie Valium, Tavor oder Lorazepam.
Besonders gefährdet sind auch Diabetiker. Das liegt nicht nur daran, dass Zuckerkranke ein drei- bis fünffach erhöhtes Risiko haben, einen Schlaganfall zu erleiden. Durch falsche Dosierung von blutzuckersenkenden Medikamenten kommt es bei Diabetikern auch oft zu schweren Unterzuckerungen, die dem Gehirn schaden können. Sei es, weil die Betroffenen aufgrund der Unterzuckerung stürzen und sich den Kopf anschlagen oder aber, weil die Unterzuckerung zu Krämpfen führt, die bleibende Hirnschäden verursachen.
Viele Ursachen, ähnliche Symptome
Die Folgen all dieser unterschiedlichen Hirnschädigungen sind die klassischen Symptome einer Demenz: Gedächtnisstörungen und Vergesslichkeit. Von einer echten Demenz spricht man aber nur, wenn weitere geistige (kognitive) Fähigkeiten wie Denken, Orientierung, Auffassung, Lernfähigkeit, Sprache und das Urteilsvermögen erheblich und über einen längeren Zeitraum beeinträchtigt sind – und wenn andere mögliche Ursachen für die geistigen Beeinträchtigungen durch gründliche Untersuchungen ausgeschlossen worden sind.
10 Tipps, die helfen, geistig fit zu bleiben
Einen hundertprozentigen Schutz vor Demenz gibt es nicht. Doch mit einem gesunden Lebenswandel lässt sich das Risiko deutlich verringern. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Schutz vor einem Schlaganfall und kleineren, wiederholten Hirninfarkten. Es geht aber auch darum, andere Störungen der Hirnfunktion zu verhindern.
1. Vitaminmangel erkennen und behandeln
Eigentlich sind die meisten Vitamine, die wir benötigen, in ausreichender Menge in unserer Nahrung enthalten. Trotzdem kann es gerade bei älteren Menschen zu Vitaminmangel kommen, der sich auf das Gehirn auswirkt. Mögliche Folgen sind nicht nur Gedächtnisstörungen, sondern auch Ängste, Desorientiertheit, Depression, Koordinationsstörungen und sogar Psychosen. Eine maßgebliche Rolle spielen dabei die Vitamine B1, B12 und B3. Studien zufolge sind zum Beispiel zehn bis 30 Prozent aller Menschen über 65 Jahren nicht ausreichend mit Vitamin-B12 versorgt. Grund dafür kann sein, dass die Aufnahme des Vitamins aufgrund einer Nieren- oder Darmerkrankung gestört ist. Auch Medikamente gegen Sodbrennen, sogenannte Säureblocker wie die Wirkstoffe Omeprazol und Pantoprazol, erhöhen das Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel.
Ein gefährlicher Vitamin-B1-Mangel tritt häufig bei Menschen auf, die lange Zeit über Infusionen mit Nährstoffen versorgt werden oder sich selbst einseitig ernähren, indem sie etwa nur Weißmehlprodukte essen. Um früh gegensteuern zu können, ist es sinnvoll, die Werte regelmäßig bestimmen zu lassen.
2. Hormonhaushalt prüfen
Demenzsymptome wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen können auch durch eine Unterfunktion der Schilddrüse hervorgerufen werden. Die Betroffenen sprechen langsamer, ihre Aufmerksamkeit und ihr Gedächtnis lassen nach. Auch Persönlichkeitsveränderungen und akute Unruhezustände können eine Folge sein. Gerade bei Senioren wird eine Schilddrüsenunterfunktion häufig nicht erkannt, falsch gedeutet und daher nicht richtig behandelt. Dabei lassen sich die Probleme in der Regel leicht durch die Gabe von Schilddrüsenhormonen (L-Thyroxin) beheben. Vor allem bei älteren Menschen darf das Medikament allerdings nicht zu hoch dosiert werden. Um das zu verhindern, sollten Betroffene wenigstens einmal einen Facharzt für Hormone (Endokrinologe) aufsuchen. Danach kann der Hausarzt die Therapie begleiten.
3. Regelmäßig bewegen
Regelmäßige Bewegung ist ein wahres Wundermittel. Ob Spazierengehen, Radfahren, Tanzen oder Joggen – sobald der Körper in Aktion ist, verbrauchen die Muskeln Energie und verbessert sich die Durchblutung. Das stärkt nicht nur das Herz. Bewegung hilft auch bei Übergewicht und Diabetes. Zudem löst Bewegung Stress und hebt die Stimmung. Am meisten nützt regelmäßiger Sport. Dabei ist es fast egal, welcher. Hauptsache, er macht so viel Spaß, dass man auf Dauer dabei bleibt. Auch wer allzu schweißtreibende Aktivitäten scheut, kann etwas tun. Bewegung lässt sich einfach in den Alltag einbauen: die Treppe statt den Aufzug benutzen oder immer eine Busstation früher aussteigen und den Rest der Strecke zu Fuß gehen. Schon das hat erhebliche Effekte auf Gesundheit und Gehirn.
4. Blutdruck auf natürliche Weise senken
Bluthochdruck tut nicht weh und verursacht in der Regel über längere Zeit keine erkennbaren Symptome. Genau darin liegt eine Gefahr. Viele Menschen wissen nicht, dass ihre Werte bedenklich hoch sind – oder ignorieren es. Dabei ist Bluthochdruck einer der Hauptrisikofaktoren für eine Demenz. Unter anderem deshalb, weil er kleine Infarkte und eine zunehmende Schädigung von Nervenfasern im Gehirn verursacht. Die beste Strategie, sich davor zu schützen, ist, die klassischen Auslöser von Bluthochdruck zu vermeiden oder abzustellen: Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, starker Alkoholkonsum und chronischer Stress. Zwar gibt es Medikamente, mit denen sich der Blutdruck senken lässt. Diese beheben aber nicht die Ursachen – und sorgen mitunter für andere, neue Probleme in Form von Nebenwirkungen. Gesünder und nachhaltiger ist es, selbst aktiv zu werden und sich so auf mehrfache Weise Gutes zu tun.
5. Überflüssige Pfunde loswerden
Wer sein Gewicht dauerhaft verringern will, sollte nicht nur auf gesündere Nahrungsmittel umsteigen. Es kommt auch auf Dinge an, die gar nicht direkt mit Kalorien zu tun haben. Dazu gehört zum Beispiel, dass man sich bei den Mahlzeiten wirklich nur dem Essen widmet - und sich Zeit lässt. Hilfreich ist auch, sich künftig einfach kleinere Bissen auf die Gabel zu laden und das Besteck zwischendurch auch mal hinzulegen. Die Erfahrung zeigt: Es dauert etwa 20 Minuten, bis der Körper mit Sättigung reagiert. Bis dahin haben viele Menschen, die mit überflüssigen Pfunden kämpfen, schon viel mehr gegessen als sie eigentlich brauchten, um satt zu werden. Außerdem gilt: Drei Mahlzeiten pro Tag reichen. Oft essen wir zwischendurch nur, um Stress oder Frust abzubauen. Statt dann zum Schokoriegel oder zu Chips zu greifen, können wir uns auch auf andere Weise etwas Gutes tun: etwa einen Spaziergang machen, ein Buch lesen oder ein Schaumbad nehmen.
6. Mit dem Rauchen aufhören
Rauchen zählt – nach Bluthochdruck – zu den maßgeblichen vermeidbaren Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Nach Angaben der World Stroke Organisation ist die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, bei einem Raucher, der täglich 20 Zigaretten raucht, sechsmal höher als bei einem Nichtraucher. Ein Ausstieg wird schnell belohnt. Nach fünf Jahren gleicht das Risiko dem eines Nichtrauchers.
Wer seit Jahren raucht und sich von einem Tag auf den anderen von der Zigarette verabschieden möchte, kann sich diesen Schritt durch ein paar Tricks erleichtern.
Freunde und Angehörigen bitten, niemals eine Zigarette anzubieten - und zwar selbst dann nicht, wenn sie in einem Moment der Schwäche darum gebeten werden.
Typische Rauchsituationen neu gestalten. Statt der Zigarette nach dem Essen ein Spaziergang um den Häuserblock. Statt des verrauchten Fernsehabends ein neues Hobby wie Tanzen, Schwimmen oder gemeinsames Kochen mit Freunden.
Das Bedürfnis nach einer Zigarette mit zuckerfreien Kaugummis, Pfefferminz oder sauren Drops überbrücken.
Ausreichend Schlaf und Entspannung
7. Diabetes verhindern
Die meisten Zuckerkranken leiden an einem sogenannten Typ-2-Diabetes. Er ist die Folge einer Überlastung der Bauchspeicheldrüse. Sie produziert zwar noch Insulin. Die Menge reicht aber im Verhältnis zum Bedarf der Zellen nicht mehr aus. Dadurch steigt die Zuckerkonzentration im Blut an. Jeder Einzelne kann viel dafür tun, das zu verhindern. Es kommt vor allem auf drei Dinge an: regelmäßige Bewegung, Normalgewicht halten – und die Vermeidung von Medikamenten, von denen man weiß, dass sie die Entstehung von Diabetes fördern. Das sind gar nicht so wenige. Die Palette reicht von Mitteln gegen Bluthochdruck und Rheuma über Präparate gegen Depression (z.B. Doxepin) oder gegen Psychosen (z.B. Olanzapin) bis hin zu Beruhigungsmitteln (z.B. Pregabalin) und Immunsuppressiva (z. B. Ciclosporin). Wann immer möglich, sollte die Einnahme solcher Medikamente vermieden oder reduziert werden, natürlich nur in Absprache mit einem Arzt.
8. Alkoholfrei leben
Wein, Bier und Schnaps gehören zu unserer Gesellschaft wie das tägliche Brot. Und keine Frage: Alkoholische Getränke tragen oft zu Geselligkeit und kulinarischen Genüssen bei. Doch Alkohol ist ein Zellgift. Er schadet nicht nur der Leber, sondern allen anderen Organen, vor allem dem Gehirn. Schätzungen zufolge gehen bis zu einem Viertel aller Demenzerkrankungen auf das Konto von Alkohol. Was viele Menschen nicht wissen: Mit zunehmendem Alter verträgt der Körper Alkohol immer schlechter. Außerdem verstärken etliche Arzneimittel die Wirkung von Alkohol auf das Gehirn. Deshalb gilt: am besten ganz auf alkoholfreie Getränke umsteigen.
9. Medikamente mit Bedacht einsetzen
Arzneimittel können hilfreich sein und Leben retten. Doch immer mehr älteren Menschen werden sie heute auch zum Verhängnis. Denn viele Senioren nehmen inzwischen täglich hochwirksame Medikamente – oft mehrere parallel und über Jahre hinweg. Zahlreiche Schmerzmittel, Schlafmittel, Blutdrucksenker, Präparate gegen Blasenschwäche und Antidepressiva rufen im Alter aber Nebenwirkungen wie Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Unruhe, Probleme beim Sprechen oder Wahnvorstellungen hervor. Inzwischen liegt eine Liste von 187 häufig verordneten Wirkstoffen vor, die ältere Menschen aus diesem Grund meiden sollten: die sogenannte Priscus-Liste. Deshalb ist es sinnvoll, bei allen Medikamenten zu prüfen, ob sie in der Priscus-Liste stehen. Wenn ja, stellt sich die Frage, ob es eine Alternative gibt - und ob das Präparat überhaupt noch nötig ist oder zumindest die Dosis reduziert werden kann.
10. Freundschaften pflegen und für Geselligkeit sorgen
Menschen mit einem großen Freundes- und Bekanntenkreis erkranken seltener an Demenz als Menschen, die viel allein sind. Tatsächlich gilt Einsamkeit als einer der Hauptrisikofaktoren für Demenz. Keine Frage: Mit zunehmendem Alter nehmen soziale Kontakte automatisch ab. Deshalb ist es gut, bestehende Freundschaften gezielt zu pflegen. Es lohnt sich auch, alte Verbindungen wieder aufzunehmen und neue Kontakte zu knüpfen.
Kurzvorstellung
Cornelia Stolze
Cornelia Stolze schreibt seit Mitte der 1990er-Jahre als unabhängige Wissenschaftsjournalistin über aktuelle Themen der Medizin, Psychologie und Biotechnologie. Als Naturwissenschaftlerin geht sie den Dingen gerne auf den Grund – wenn nötig, auch investigativ. Ihre Texte und Arbeiten finden Sie u. a. in Zeitschriften und Zeitungen (u.a. Welt, Cicero, DIE ZEIT, Stern), ihren Büchern (u.a. „Verdacht Demenz“) und unter www.corneliastolze.de
Im letzten Afilio-Ratgeber (Ausgabe #46) gab es eine neue Runde des Afilio-Quiz. Die Teilnehmer konnten ihr Vorsorge-Wissen testen und eine AfilioPlus-Mitgliedschaft gewinnen. Die Gewinner des letzten Quiz sind:
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Das Afilio-Quiz
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Punkte sammeln für schnelle und richtige Antworten
Im Redaktionsteam stoßen wir bei unserer Recherche immer wieder auf spannende Inhalte – von Artikeln bis hin zu Filmen. Doch nicht alle schaffen es in den Ratgeber.
Für alle, die gerne noch mehr lesen, schauen und sich inspirieren lassen wollen, sammeln wir hier die Empfehlungen aus unserer Redaktion. Viel Spaß damit!
Buch-Empfehlung
Konstantin Richter: Dreihundert Männer
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„Dreihundert Männer“ von Konstantin Richter, ausgezeichnet mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2026, liest sich spannender als die meisten Romane. Richter erzählt temporeich vom Aufstieg und Fall der „Deutschland AG“: jenem Geflecht aus Banken, Versicherern und Konzernen, das sich vom Kaiserreich bis in die 1990er Jahre gegenseitig stützte und die wirtschaftliche Macht im Land untereinander aufteilte. Nach der Lektüre werden Sie keine Wirtschaftsnachrichten mehr lesen können, ohne an eine Anekdote aus dem Buch zu denken. Wussten Sie etwa, dass Werner von Siemens zwar früh Telefone baute, aber eigentlich meinte, dass sie in Privathaushalten nichts zu suchen hätten? Seine Befürchtung: Die Leute seien nur noch am Quatschen.
Buch-Empfehlung
Irmtraud Tarr: Lebe deine eigene Melodie
Ratgeber-Leser
Irmtraud Tarrs „Lebe deine eigene Melodie“ ist eine Einladung, das Älterwerden nicht als Abbau, sondern als Chance für echte Selbstbestimmung und Freiheit zu begreifen. Mit einer Mischung aus psychologischem Tiefgang und humorvoller Lebensweisheit ermutigt die Autorin dazu, gesellschaftliche Zwänge abzulegen und konsequent den eigenen Rhythmus zu finden. Ein warmherziges Buch für alle, die ihre Lebensmitte aktiv und selbstbewusst gestalten möchten.
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