2024 Januar

vom 30.01.2024
Was tun im Notfall?
Was tun im Notfall?
Ihr Afilio-Ratgeber zu Vorsorge, Vermögen und Nachlass
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein neues Jahr ist auch immer ein Neubeginn, häufig begleitet von guten Vorsätzen. Wir haben den Vorsatz, Sie zur Vorsorge zu motivieren. In unserer Checkliste etwa erfahren Sie, wie Sie im medizinischen Notfall richtig handeln und woran Sie denken sollten.

Außerdem zeigen wir Ihnen, was eine Rechtsschutz­versicherung im Ruhestand für Sie leisten kann, wenn Sozial- und Pflege­recht immer wichtiger werden. Und falls Sie sich fragen, welches die beliebtesten Themen im Afilio-Ratgeber 2023 waren? Wir sagen Ihnen, wo Sie besonders gerne und häufig geklickt haben.

Ich hoffe, Sie fühlen sich bestens informiert!

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Bei einem Notfall kann es um Leben und Tod gehen. Ob schwere Atemnot oder starke Schmerzen in der Brust: Insbesondere als Angehöriger gilt es jetzt, Ruhe zu bewahren und besonnen zu handeln. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Schritte im gesundheitlichen Notfall – was Sie tun und woran Sie denken sollten.

Zunächst einmal: Wann handelt es sich um einen medizinischen Notfall? Sie wählen den Notruf, wenn Lebensgefahr besteht oder bleibende Schäden nicht ausgeschlossen werden können. Das kann ein Unfall oder Sturz sein, ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder Atemstillstand, Bewusstlosigkeit oder eine schwere allergische Reaktion.

Wie Sie sich richtig verhalten, wenn eine Person dringend medizinische Hilfe braucht:

1. Notfallort sichern

Bewahren Sie Ruhe und verschaffen Sie sich einen Überblick. Schließen Sie Gefahren für sich und andere aus. Der Selbstschutz hat Priorität. Das gilt insbesondere bei Unfällen, auch im Haushalt.

2. Notruf absetzen

Unter der europaweiten Notrufnummer 112 erreichen Sie die Rettungsleitstellen. Ihnen werden folgende Fragen gestellt:

  • Wo ist der Notfallort?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Wer ruft an?
  • Warten Sie auf Rückfragen!

Geben Sie die genaue Beschreibung des Wohnorts und der Zugangsmöglichkeiten durch. Schalten Sie bei Dunkelheit das Außenlicht an. Achten Sie ggf. darauf, dass die Rettungskräfte eingewiesen werden, wenn der Eingang schwer zu finden ist.

Bedenken Sie: Sie sind nicht allein. Das Personal der Leitstellen wird mit Ihnen am Telefon sprechen, bis der Rettungswagen eintrifft.

Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten können über die Notruf-App Nora auch direkt Kontakt zu den Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aufnehmen. Alleinstehenden empfehlen wir ein Hausnotruf-System.

3. Erste Hilfe leisten

Im Notfall brauchen Sie nicht zwingend spezielles Wissen. Stellen Sie fest, ob Lebensgefahr besteht und Hilfe benötigt wird. Lassen Sie den Betroffenen nicht allein, reden Sie mit ihm und bieten Sie Körperkontakt an. Die Leitstelle der Notrufzentrale steht Ihnen mit Rat zur Seite.

Was tun bei einem Herzstillstand?

Leider trauen sich im Ernstfall Menschen zu selten, mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen. Nur rund 50 Prozent der Laien versuchen es. In Deutschland sind es weniger als in anderen europäischen Ländern. Dabei gilt: Nur Sie können jetzt Leben retten!

Wenn nicht innerhalb von fünf Minuten einfache Maßnahmen wie eine Herzdruckmassage durchgeführt werden, dann ist ein Überleben unwahrscheinlich.

Bis zu 50 Prozent der Notfallopfer mit einem plötzlichen Herzstillstand können wiederbelebt werden, wenn sofort eine Herzdruckmassage durchgeführt wird. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin)

Übrigens: Rettungsdienste wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter oder der Malteser Hilfsdienst bieten regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an.

4. Wichtige Dokumente bereitstellen

Halten Sie so schnell wie möglich folgende Dokumente bereit: Personalausweis, Kranken­versicherungskarte und wenn vorhanden Medikamentenliste und medizinische Ausweise (Marcumarausweis, Diabetikerpass, Allergiepass, Schrittmacherpass usw.), Patienten­verfügung und Vorsorge­vollmacht sowie Organspende­ausweis.

5. Notfalltasche für das Kranken­haus

Packen Sie eine Tasche mit folgenden Dingen: Nachtkleidung, Wechselwäsche, Hausschuhe, Hygieneartikel, Morgenmantel, Hilfsmittel (z. B. Hörgerät oder Brille), ggf. Handy und den Hausschlüssel bei Alleinstehenden.

Unser Tipp: Im Idealfall deponieren Sie eine Notfalltasche mit der Grundversorgung für das Kranken­haus bei sich zu Hause an einem gut erreichbaren und für alle zugänglichen Ort.

Was sonst noch zu tun ist:

  • Informieren Sie wenn nötig Angehörige, Bekannte und Nachbarn.
  • Kümmern Sie sich bei Alleinstehenden um die Wohnung (Post, Pflanzen, Haustiere).
  • Sagen Sie Termine ab, zum Beispiel dem ambulanten Pflege­dienst.

Auf den Notfall vorbereitet

Notfälle treten plötzlich und unerwartet auf. Sie erfordern schnelles und richtiges Handeln. Ruhe zu bewahren und entschlossen zu handeln fällt leichter, wenn Sie im Vorfeld Dinge geregelt haben und wissen, wo wichtige Dokumente, Kontakte und Informationen zu finden sind.

Die Notfallkarte von Afilio fasst Daten und Fakten über den Besitzer zusammen, die in einem gesundheitlichen Notfall von Bedeutung sind. Patienten­verfügung und Vorsorge­vollmacht sind darauf hinterlegt, um auch seine Wünsche im Notfall beachten zu können.

Übrigens: Auf der Notfallkarte können Sie auch Teilhabeeinschränkungen für das Klinikpersonal vermerken – etwa wenn Ihr Angehöriger an Demenz leidet.

Unser Tipp: Bewahren Sie Ihre Notfallkarte in Ihrer Geldbörse oder Handtasche auf. Sie können auch ein Exemplar in Ihrer Notfalltasche deponieren oder eines Ihrem Notfallkontakt geben.

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Vorteile für Afilio-Nutzer

So können wir Ihnen weiterhelfen!

Pflege­gradrechner: Ermitteln Sie die passenden Leistungen

Mit einem Pflege­grad erhalten Pflege­bedürftige und Angehörige bis zu 25.000 Euro im Jahr. Prüfen Sie schnell und einfach Ihren Anspruch auf Pflege­geld und holen Sie sich finanzielle Unterstützung. Ihren Pflege­gradantrag können Sie kostenlos mit Afilio stellen.

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Notfallkarte für alle wichtigen Informationen

Bestellen Sie jetzt Ihre persönliche Notfallkarte und stellen Sie sicher, dass Dokumente und wichtige Informationen im Notfall direkt zur Verfügung stehen. Über einen Abrufcode können Ärzte und Angehörige auf die hinterlegten Unterlagen zugreifen und nach Ihren Wünschen handeln.

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Vorsorge­dokumente für die ganze Familie

Jeder Erwachsene in Ihrer Familie benötigt eine Patienten­verfügung und eine Vorsorge­vollmacht. Mit Afilio können Sie Vorsorge­dokumente für die ganze Familie erstellen – und jederzeit kostenlos aktualisieren.

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Wir empfehlen, Ihre Vorsorge­dokumente alle zwei Jahre durchzusehen und bei Bedarf zu überarbeiten. Das ist aus mehreren Gründen wichtig: Medizinische Fortschritte in den kommenden Jahren können dafür sorgen, dass bestimmte Krankheiten besser heilbar sind. Auch kann es sein, dass sich Ihre Einstellung gegenüber bestimmten Fragen im Laufe der Zeit ändert. So können Sie etwa das Thema Organspende anders betrachten, wenn ein Familienmitglied auf eine Spende angewiesen ist. Werfen Sie daher regelmäßig einen Blick auf Ihre Patienten­verfügung und Vorsorge­vollmacht.

Auch wichtig: Sind Bevollmächtigte und Notfallkontakte noch aktuell? Sind Notfallinfos auf Ihrer Notfallkarte noch korrekt? Haben sich Wünsche, Angaben oder Lebenssituationen geändert?

Selbst ohne Änderungen am Dokument raten wir Ihnen, regelmäßig die Unterschrift zu aktualisieren. So sehen Ärzte und Angehörige, dass die Verfügungen noch Ihrem aktuellen Willen entsprechen.

Info: Aus rechtlicher Sicht ist eine regelmäßige Aktualisierung Ihrer Dokumente nicht nötig. Sie bleiben gültig. Als Afilio-Mitglied weisen wir Sie mit unserem Rechtsradar jedoch darauf hin, sollte eine rechtliche Änderung eine Aktualisierung nötig machen.

Zu Ihren Dokumenten

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Meist fängt es mit einem ärgerlichen Brief an: von der Pflege­kasse, dem Kranken­haus oder der Renten­versicherung. Für Ihr Recht zu kämpfen, kostet Nerven, Zeit und Geld. Niemand hat Lust, einen Widerspruch zu schreiben oder ein Vorsorge­dokument bei Problemen aus eigener Kraft durchzusetzen. Wie entlastend ist es dann, einfach den Anwalt anzurufen, um den Ärger schnell wieder loszuwerden? Eine Rechtsschutz­versicherung hilft dabei.

Im Vorruhestand und danach kann es zu vielen Konflikten kommen, in denen ein privater Rechtsschutz sinnvoll ist. Denn bei einem Gerichtsverfahren sind leicht mehrere tausend Euro fällig. Doch professionelle Unterstützung, um Ihr Recht besser durchzusetzen, ist bereits bei der Beratung in Rechtsfragen, dem Aufsetzen eines Widerspruchs oder der Erstellung eines wichtigen Dokuments wertvoll.

Ihr gutes Recht

Eine gute Versicherung sollte auf Ihre aktuelle Lebenssituation angepasst sein. Daher bieten wir von Afilio Ihnen Versicherungsschutz an – speziell für Menschen ab 50. Eine Rechtsschutz­versicherung ist nicht nur für Arbeitnehmer, Selbstständige und junge Familien zu empfehlen, sondern auch für ältere Menschen. Im Ruhestand werden statt Arbeitsrecht dann Bereiche wie Sozial- und Pflege­recht zunehmend wichtiger.

Info: Viele Menschen lassen nach dem Renteneintritt ihre Rechtsschutz­versicherung weiter laufen und zahlen immer noch dafür, dass sie im Beruf abgesichert sind.

Wir bieten Ihnen eine Rechtsschutz­versicherung, damit Sie:

  • Ihre Vorsorge­dokumente in komplizierten Fällen bei der Erstellung mit einem Anwalt besprechen können.
  • Vorsorge­dokumente wie Patienten­verfügung und Vorsorge­vollmacht in der Praxis durchsetzen können, sollten diese nicht anerkannt werden.
  • Bei der Testamentserstellung und Nachlass­regelung juristische Hilfe bekommen (Beratung ist bis zu 500 Euro versichert).
  • Gegen die Ablehnung eines Pflege­grads oder die Einordnung eines zu niedrigen Pflege­grads vorgehen können.
  • Ärger im Pflege­heim beilegen können und vor Rechtsproblemen mit Pflege- und Heimverträgen geschützt sind.

Die private Rechtsschutz­versicherung greift natürlich auch bei Streit mit der Kranken­kasse, Renten­versicherung oder bei Fehl­behandlungen im Kranken­haus. Auch zur Prüfung von Mietverträgen oder bei einem Verkehrsunfall können Sie sich Unterstützung holen. Der Baustein Arbeitsrechtsschutz lässt sich ebenfalls ein- oder ausschließen.

Ein Angebot, das passt

Mit einem Versicherungstarif, der auf Afilio-Kunden zugeschnitten ist, müssen Sie nicht mehr vergleichen. Wir haben für Sie das beste Angebot zum besten Preis. Die Rechtsschutz­versicherung von Adam Riese ist bei Check24 der beliebteste Tarif bei Menschen ab 50 mit der Bestnote von 1,0. Somit ergänzt dieser Rechtsschutz perfekt Ihre Afilio-Mitgliedschaft und unsere Leistungen im Notfall, Pflege­fall und Todesfall.

So ist Ihre Afilio-Mitgliedschaft kostenlos

Als Afilio-Mitglied bekommen Sie 10 % Rabatt auf unsere Versicherungstarife. Bei drei abgeschlossenen Versicherungen sparen unsere Mitglieder im Schnitt bereits den Mitgliedsbeitrag. Es lohnt sich also.

Ein Beispiel des 66-jährigen Dieter S. aus Wuppertal: Vor Afilio bezahlte Dieter für seine Sach­versicherungen insgesamt 920,23 € pro Jahr. Nach dem Wechsel in die exklusiven Versicherungstarife für AfilioPlus-Mitglieder zahlt er nur noch 421,68 € und konnte dabei sogar noch die Leistungen der Tarife verbessern sowie an seine neue Lebenssituation anpassen. Mit der Afilio-Mitgliedschaft (für 48 € pro Jahr) konnte Dieter somit 498,44 € pro Jahr sparen. Möchten auch Sie wissen, ob Sie mit einem Wechsel in die Afilio-Versicherungstarife sparen können und sich die Mitgliedschaft so gleich doppelt rentiert? Dann berechnen Sie hier unverbindlich Ihre mögliche Ersparnis:

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Sie haben geklickt! In unserem Überblick finden Sie die meistgelesenen Artikel im Afilio-Ratgeber 2023 – vom Notvertretungsrecht für Ehegatten bis zur künstlichen Intelligenz in der Pflege.

Platz 1: Das neue Notvertretungsrecht 2023 – und warum Sie trotzdem eine Vollmacht benötigen

Ohne Vollmacht durften bislang nicht einmal Ehepartner im Notfall Entscheidungen füreinander treffen. Doch das änderte sich mit dem am 1. Januar 2023 in Kraft tretenden Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts. Eine Vorsorge­vollmacht bleibt weiterhin unerlässlich. Zum Artikel

Platz 2: Wie künstliche Intelligenz die Pflege verändert

Die Anzahl der Pflege­bedürftigen in Deutschland steigt. Gleichzeitig gibt es in der Pflege­arbeit akute Engpässe. Kann der Einsatz von KI-Technologien in Zukunft für Entlastung sorgen? Zum Artikel

Platz 3: Checkliste Todesfall: Was jetzt zu tun ist

Im Todesfall können Angehörige nicht an alles denken. Sie müssen Formalitäten erledigen, obwohl sie den Verlust eines geliebten Menschen betrauern. Mit unserer Checkliste geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Aufgaben. Zum Artikel

Platz 4: Warum Sie einen Pflege­grad oft früher erhalten als Sie denken

Viele Menschen unterschätzen, dass sie den Pflege­grad 1 auch dann erhalten können, wenn sie ihren Alltag noch weitgehend selbst bewältigen. Dadurch entgehen ihnen und pflegenden Angehörigen wertvolle Unterstützungsleistungen. Zum Artikel

Platz 5: E-Rezept: Was ändert sich ab Januar 2024?

Das neue Digitalgesetz verpflichtet Ärzte, Rezepte ab 1. Januar 2024 elektronisch auszustellen. Was bedeutet das E-Rezept für Sie? Wir beantworten wichtige Fragen. Zum Artikel

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