
Stark durch den Winter: Hilft Vitamin D wirklich?
Leser fragen, Afilio anwortet
Frage von Afilio Nutzerin Nicole Z.:
“Könnte man das Thema 'Meist viel zu niedriger Vitamin D-Spiegel im Alter und die Wichtigkeit seiner Erhöhung' mal ansprechen?”
Hand aufs Herz: Fühlen Sie sich im Moment auch eher nach Winterschlaf als nach Neujahrs-Energie? Wenn der Weihnachtsbaum erst einmal aus dem Wohnzimmer verschwunden ist, wirkt der Januar draußen oft doppelt so grau.
Doch dieses ‚Hängerchen‘ muss nicht sein. Oft ist es kein Zeichen des Älterwerdens, sondern ein leiser Ruf Ihres Körpers nach etwas, das im Winter Mangelware ist: Sonnenlicht.
Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie mit ausreichend Vitamin D wieder richtig in Schwung und gesund und munter durch den Winter kommen.
Ein Kraftpaket für Knochen und Muskeln
Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, da unser Körper es mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut selbst herstellen kann. Es arbeitet in unserem Körper eigentlich eher wie ein Hormon und ist der wichtigste Partner für unsere Knochengesundheit. Ohne Vitamin D kann der Körper das Kalzium aus der Nahrung nicht verwerten und in das Skelett einbauen.
Besonders im Alter ist dies von Bedeutung, da die Knochendichte natürlicherweise abnimmt. Ein guter Vitamin-D-Spiegel sorgt jedoch nicht nur für stabile Knochen und ein geringeres Risiko für Knochenbrüche, sondern stärkt auch die Muskulatur.
Warum es im Alter wichtiger wird
Es gibt zwei wesentliche Gründe, warum Menschen über 60 häufiger von einem Mangel betroffen sind:
- Zum einen lässt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu produzieren, mit den Jahren deutlich nach.
- Zum anderen halten sich viele im Winter seltener im Freien auf und tragen dabei mehr Kleidung, die das Licht abblockt.
Abgesehen davon reicht die Kraft der Sonne in Deutschland zwischen Oktober und März schlichtweg nicht aus – egal in welchem Alter. Der Winkel der Sonneneinstrahlung ist zu flach. Wir alle zehren in dieser Zeit von den Speichern aus dem Sommer, die jedoch oft schon im Januar erschöpft sind.
Woran Sie einen Mangel erkennen können
Ein Vitamin-D-Mangel schleicht sich oft leise an und zeigt Symptome, die wir häufig fälschlicherweise dem Älterwerden zuschreiben. Umso wichtiger ist es, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten:

So handeln Sie jetzt richtig
Wenn Sie sichergehen möchten, wie es um Ihre Versorgung steht, ist der Gang zu Ihrem Hausarzt der beste erste Schritt. Ein einfacher Bluttest gibt Aufschluss über Ihren persönlichen Vitamin-D-Wert.
Da Vitamin D im Körper gespeichert wird, ist dieser kurze Check sinnvoll. So vermeiden Sie, auf eigene Faust eine zu hohe Dosis einzunehmen, und finden genau das Maß, das Ihnen guttut.
Wenn bei Ihnen ein Mangel festgestellt wird, helfen diese Punkte:
- Besprechen Sie mit Ihrem Arzt eine tägliche Dosis Vitamin D, die oft zwischen 800 und 2000 IE (Internationale Einheiten) liegt, je nach individuellem Bedarf.
- Achten Sie bei der Einnahme darauf, das Präparat zu einer Mahlzeit mit etwas Fett (z. B. einem Butterbrot oder Joghurt) einzunehmen. So kann das Vitamin viel besser vom Körper aufgenommen werden.
- Nutzen Sie jeden sonnigen Tag für einen kurzen Spaziergang. Selbst wenn die Eigenproduktion gering ist, hilft das Licht Ihrem Wohlbefinden und Ihrem Tag-Nacht-Rhythmus.
- Auch Lebensmittel können einen kleinen Beitrag leisten, sie können Ihren Bedarf jedoch nicht abdecken. Ein Fischbrötchen mit Hering oder Lachs oder eine Pfanne mit frischen Champignons und Pfifferlingen sind leckere Vitamin-Spender für zwischendurch.
Mit Zuversicht durch den Winter
Sich um den eigenen Vitamin-D-Spiegel zu kümmern, ist ein wertvoller Akt der Selbstfürsorge. Es schenkt Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Körper die Unterstützung bekommt, die er für ein aktives und selbstbestimmtes Leben braucht.
Wir hoffen, dass Ihnen dieser Überblick hilft, gesund und mit viel Energie in das neue Jahr zu starten.