Thrombose vorbeugen: 8 Tipps für die Pflege

Afilio
Vom 12.08.2026

Eine Thrombose gehört zu den häufigsten akuten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Mehr Frauen als Männer sind davon betroffen. Auch steigt das Risiko mit zunehmendem Alter und bei Inaktivität. Pflege­bedürftige sind also besonders gefährdet. Unsere acht Tipps helfen, eine Thrombose zu vermeiden.

Was ist eine Thrombose?

Bei einer Thrombose bildet sich im Blut­gefäß ein Gerinnsel, welches das Gefäß ganz oder teilweise verschließt. Meist tritt sie in den tiefen Beinvenen auf. Die große Gefahr dabei: Der Thrombus kann sich ablösen und über das Herz in die Lunge gelangen. Eine Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein. Daher ist es wichtig, einer Thrombose vorzubeugen – insbesondere in der Pflege.

Tipp 1: Bewegung

Mobil bleiben schützt die Venen. Eine Frühmobilisation ist dabei besonders wichtig. Um die Muskelpumpe zu aktivieren, sollte der Pflege­bedürftige nicht nur stehen, sondern auf der Stelle treten oder gehen. Die Person kann auch im Sitzen oder Liegen „Pedale treten“.

Regelmäßiges Aufstehen und Umhergehen oder Übungen im Bett sind entscheidend, um den Blut­fluss in Gang zu halten.

Tipp 2: Beine hochlagern

Der zu Pflege­nde sollte im Bett so gelagert werden, dass die Beine höher als das Herz liegen. Die Venen haben es so leichter, das Blut zum Herzen zurück zu transportieren. Das beugt einer Beinvenenthrombose vor. Die Hochlagerung um ca. 20 Grad kann mit Kissen, Decken oder einem speziellen Venenkissen durchgeführt werden. Die Knie sollten leicht gebeugt sein.

Wichtig: Nach ein bis zwei Stunden ist eine Änderung der Position zu empfehlen, um den Druck vom Steißbein zu nehmen. Bei Herzinsuffizienz oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit dürfen die Beine nicht hochgelagert werden!

Tipp 3: Ausstreichen der Beine

Bei bettlägerigen oder immobilen Pflege­bedürftigen ist diese Maßnahme zur Thromboseprävention gut geeignet. Heben Sie als Pflege­nder das Bein ein wenig an und streichen Sie dann mit sanftem Druck von der Ferse beginnend Richtung Herz.

Risikofaktoren für Thrombose im Alter

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Tipp 4: Kompression

Thrombosestrümpfe oder das Wickeln der Beine mit Kompressionsverbänden ist nur mit einer ärztlichen Verordnung angezeigt. Dabei sind die Vorschriften des Arztes zu beachten. Wichtig dabei: Strümpfe und Wickel müssen unbedingt regelmäßig gewechselt und die Haut auf Veränderungen inspiziert werden.

Tipp 5: Medikamente

Gerinnungshemmer sollen das Blut verdünnen und so die Bildung von Thromben verhindern. Bekannte „Blut­verdünner“ sind etwa Heparin-Spritzen oder Aspirin-Tabletten. Wichtig: Besprechen Sie mit dem Arzt, welche Medikamentengabe infrage kommt und geben Sie diese dem zu Pflege­nden nur nach Vorschrift des Arztes.

Tipp 6: Ausreichend trinken

Mit dem Alter lässt auch das Durstgefühl nach. Das kann ein Problem sein. Achten Sie daher darauf, dass der Pflege­bedürftige ausreichend trinkt. Flüssigkeit verhindert, dass das Blut eindickt.

Unser Tipp: Mindestens 20 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht täglich sind zu empfehlen – also 1,2 Liter bei einem Körpergewicht von 60 kg. Stellen Sie die Tagesmenge am besten bereits am Morgen bereit.

Tipp 7: Gesunde Ernährung

Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Ballaststoffe und einfach ungesättigte Fettsäuren aus zum Beispiel Nüssen und Fisch helfen, das Thromboserisiko zu senken. Auch wichtig: Übergewicht reduzieren.

Tipp 8: Nicht rauchen

Nikotin schadet den Gefäßen und begünstigt somit Thrombose. Unser Tipp: Erkundigen Sie sich bei der Kranken­kasse oder dem Hausarzt, welche Maßnahmen oder Kurse bei einer Raucherentwöhnung unterstützen können.

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