
Passwörter aufbewahren: Wo der beste Ort ist
Passwörter und Zugangsdaten schützen digitale Inhalte vor fremdem Zugriff. Doch was passiert im Todesfall, bei schwerer Krankheit oder einem Notfall? Soll eine Vertrauensperson auf Online-Konten, E-Mail-Server oder Cloud-Speicher zugreifen und diese verwalten können, müssen Zugänge an einem sicheren Ort hinterlegt sein.
Leider machen sich nur wenige Menschen über ihren digitalen Nachlass Gedanken, wenn sie gesund sind. Dabei könnten sie Angehörige zukünftig enorm entlasten und Zeit- sowie nervenraubendes Suchen oder Recherchieren ersparen – mit folgenden Maßnahmen.
1. Passwortmanager mit Notfallzugang nutzen
Ein Passwortmanager speichert, verschlüsselt und organisiert Ihre Passwörter und Zugangsdaten. So lassen sie sich mit nur einem Master-Passwort verwalten. Anbieter wie LastPass bieten zudem eine Notfallzugriff-Funktion. Hier können Sie eine vertrauenswürdige Person festlegen und bestimmen, unter welchen Bedingungen der Zugriff gewährt wird. Der Favorit des Afilio-Teams - aufgrund dessen Benutzerfreundlichkeit - ist 1Password und wird selbst von uns genutzt. Statt eines klassischen Notfallzugriffs gibt es hier ein Emergency Kit: Ein PDF-Dokument, in dem die wichtigsten Anmeldedaten festgehalten sind. Es wird empfohlen, eine gedruckte Version dieses Dokuments sicher aufzubewahren und mit einer Person Ihres Vertrauens zu teilen. Stellen Sie sicher, dass Sie die Notfallfunktion genau verstehen und ggf. testen.
Der Vorteil: Die Passwörter sind immer aktuell, an einem Ort und durch eine starke Verschlüsselung geschützt. Auch sind sie ortsunabhängig abrufbar.

2. Mit Bankschließfach oder Tresor absichern
Wenn Sie die Passwörter lieber außerhalb des Internets aufbewahren möchten, können Sie so vorgehen: Erstellen Sie eine verschlüsselte Datei, etwa auf einem USB-Stick, oder drucken Sie ein Dokument mit Ihren Passwörtern aus. Bewahren Sie Datenträger oder Papier an einem sicheren Ort auf, etwa einem Tresor oder Schließfach.
Der Vorteil: Die Aufbewahrung ist sicher gegen Hackerangriffe, allerdings müssen Sie die Passwörter stets aktuell halten und die Vertrauensperson über den Aufbewahrungsort informieren – und wie sie Zugriff hat. Sie können auch Passwortmanager und physische Hinterlegung kombinieren, um ganz sicher zu sein.
3. In Ihre Vorsorge integrieren
Mit Afilio regeln Sie Ihren digitalen Nachlass zu Lebzeiten und teilen die Nachlassinformationen mit Angehörigen. Hier erfahren Angehörige oder Vertrauenspersonen nicht nur, WO Sie Passwörter und Zugangsdaten hinterlegt haben, sondern auch:
- welche digitale Konten es überhaupt gibt,
- was mit Ihnen passieren soll,
- wo sich wichtige Dateien und Bilder befinden,
- und wie Inhalte in sozialen Medien behandelt werden sollen.
Der Vorteil: Alle Informationen zum digitalen Nachlass sind an einem Ort, können einfach aktuell gehalten und für Personen Ihrer Wahl freigegeben werden.